Tiere : Futter und Wurfkiste: Was trächtige Katzen brauchen

Heißhunger auf Eiweiß: Wer seiner schwangeren Katze Gutes tun will, mischt ihr Quark, Eigelb oder Getreideflocken unters Futter. Jens Schierenbeck
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Heißhunger auf Eiweiß: Wer seiner schwangeren Katze Gutes tun will, mischt ihr Quark, Eigelb oder Getreideflocken unters Futter. Jens Schierenbeck

Ist die Katze trächtig, herrscht oft Vorfreude bei den Besitzern. Sie müssen nun auf das richtige Futter achten, die Wurfkiste vorbereiten und wissen, was bei der Geburt zu tun ist.

shz.de von
22. August 2013, 10:16 Uhr

Eine trächtige Katze muss öfter gefüttert werden. Am besten sind viele kleine Portionen über den Tag verteilt. Denn je größer der Bauch des Tieres wird, umso mehr drückt er auf die inneren Organe wie den Magen. «Deshalb sollte die Katze lieber häufiger als zwei- bis dreimal täglich fressen», erklärt Burkhard Wendland von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT). Besonders wichtig ist in dieser Phase außerdem, auf proteinreiches Futter zu achten.

Um die Katze zu unterstützen, können Besitzer eine Wurfkiste vorbereiten. Sie sollte so groß sein, dass sich das Tier darin ausstrecken kann. Als Unterlage eignen sich ein sauberes Laken oder Handtuch. «Stroh wäre zu pieksig», sagt Wendland.

In den Geburtsvorgang selbst müssen Halter nicht eingreifen. Sie sollten nur beobachten, ob beispielsweise ein toter Welpe auf die Welt kommt oder die Geburt auf einmal stockt. Zwischen der Geburt jedes Katzenbabys sollte maximal eine Stunde liegen. Treten Komplikationen auf, schalten Besitzer besser den Tierarzt ein.

Nach der Geburt werden die Katzenjungen am besten regelmäßig gewogen, um zu sehen, ob sie genug zunehmen. Am Anfang wiegen die Babys etwa zwischen 80 und 150 Gramm. Wichtig ist außerdem, sie gegen Würmer zu behandeln. «Das sollte in der dritten, fünften und siebten Lebenswoche passieren», sagt Wendland. Erst dann könne man sicher sein, alle Würmer erwischt zu haben.

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