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Vor dem Osterurlaub : Ein Hund auf Reisen

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Ob im Auto, Flugzeug oder Zug – die Reise muss gut geplant sein.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2013 | 02:00 Uhr

Flensburg | Viele Osterurlauber wollen ihren Hund nicht allein zu Hause lassen. Folgende Checkliste hilft bei der Planung.

Geht es ins Ausland? Dann muss der Hundehalter den aktuellen Tollwut-Impfschutz belegen und der Hund muss gechipt sein. Impfschutz und Transponder/Tätowiernummer werden in den EU-Heimtierpass eingetragen. Er gehört also unbedingt zu den Reiseunterlagen. Geht die Reise über die EU-Grenzen, müssen weitere amtstierärztliche Gesundheits- und Impfbescheinigungen sowie Transportzeugnisse eingeholt werden. Diese werden vom Veterinäramt ausgestellt. Diese Regelungen gelten übrigens auch für den Fall, dass Nicht-EU-Staaten lediglich durchquert werden. Das Verbraucherschutzministerium bietet auf seiner Internetseite einen Fragebogen an, mittels dessen man erfährt, welche rechtlichen Bestimmungen bei der Reise zu beachten sind.

Hunde im Flugzeug mitzunehmen, ist prinzipiell möglich. Die Lufthansa etwa gestattet die Mitnahme kleiner Hunde in einer genormten Transportbox in der Kabine, wenn das Gesamtgewicht nicht über acht Kilo liegt. Das kostet 35 Euro bei Deutschland- und 70 Euro bei Interkontinentalflügen. Größere Hunde fliegen im Frachtraum; in der Regel in einem klimatisierten Bereich mit Druckausgleich. Vor Buchung sollte man sich bei der Fluggesellschaft erkundigen. Rechtzeitige Anmeldung ist auf jeden Fall erforderlich. Nicht nur bei Verspätungen oder Umbuchungen sollte außerdem die entsprechende Service-Telefonnummer im Portemonnaie stecken.

Eine spontane Zugreise ist nur mit kleinen Hunden möglich. Für große Hunde sollte man planen, denn Online-Tickets im Selbstausdruck sind nicht möglich. Die Karten sind am Schalter zu lösen. Bei der Deutschen Bahn zahlt man für Hunde den halben Fahrpreis; auch bei Sparpreisen im Fernverkehr. Bei den Länder-Tickets und dem Schönes-Wochenende-Ticket gelten Hunde als eine Person. Bei internationalen Reisen gilt grundsätzlich der Kinderfahrpreis 2. Klasse. Sitzplatzreservierungen für Hunde sind nicht möglich. Viele Zugbegleiter bestehen auf Maulkorb und Leine.

Versicherungsunterlagen für den Hund gehören in Kopie zu den Reiseunterlagen. Am besten eine, aus der die Versicherungsnummer hervorgeht. Einige Versicherungsgesellschaften bieten telefonische Beratung an. Also: Telefonnummer der Hotline notieren.

Nicht in allen Ferienwohnungen, Campingplätzen oder Hotels sind Hunde gestattet. Man sollte vor Reiseantritt nachfragen.

Reisekrankheit tritt auch bei Hunden auf und zeigt sich durch übermäßiges Speicheln und Erbrechen. Der Hund sollte vor Fahrtantritt nüchtern sein. Außerdem hilft regelmäßiges Training, ansonsten sollte man sich vom Tierarzt ein entsprechendes Medikament verschreiben lassen. Aber auch dann ist eine Reise mit Hund eine Reise mit vielen Pausen. Diese sollten nicht zu kurz ausfallen. Am besten Gassi gehen und Wasser anbieten. Hunde leiden unter Hitze im Auto, so dass lange Strecken im Hochsommer am besten nachts absolviert werden sollten.

Hunde müssen bei Autofahrten ausreichend gesichert werden. Auch kleine Unfälle können lebensgefährlich werden. Darum auch auf kurzen Strecken immer sichern.

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