Natur- und Umweltschutz : Doppel-Nistkästen für Spatzen

Pia untersucht einen Nistkasten für zwei Spatzenfamilien. Die Schüler der Lübecker Kalandschule werden zwei 'Spatzen-Reihenhäuser' an ihrer Schule montieren. Foto: dpa
Pia untersucht einen Nistkasten für zwei Spatzenfamilien. Die Schüler der Lübecker Kalandschule werden zwei "Spatzen-Reihenhäuser" an ihrer Schule montieren. Foto: dpa

Die Lübecker Kalandschule nimmt sich dem Schicksal von Haussperlingen an. Nistkästen sollen den Vögeln einen neuen Unterschlupf geben.

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16. April 2013, 12:16 Uhr

Lübeck | Als "Spatzenretter" haben sich am Montag in Lübeck die Jungen und Mädchen der Lübecker Kalandschule betätigt. Sie brachten auf dem Gelände ihrer Schule einen Nistkasten an, der Platz für zwei Spatzenfamilien bietet. Weitere 120 solcher "Spatzenreihenhäuser" sollen an weiteren Grundschulen und Kindertagesstätten in der Hansestadt folgen. Damit sollten Nistmöglichkeiten für die vielerorts selten gewordenen Haussperlinge geschaffen werden, sagte die Sprecherin der Deutschen Wildtier-Stiftung, Eva Goris.

Außerdem könnten so bei den Kindern Umweltbewusstsein und Interesse an der Natur gefördert werden. Gefördert wird die Aktion von der bundesweit tätigen Beatrice-Nolte-Stiftung für Natur und Umweltschutz. Sie schenkt den Schulen und Kitas die Nisthilfen, dafür müssen sich die Kinder um die Kästen und ihre Bewohner kümmern. Ähnliche Aktionen gab es bereits in anderen Städten, wie Hamburg, Frankfurt und Bremen.

Aktion basiert auf wichtigen Hintergründen

Der Bestand der geselligen Haussperlinge, die am liebsten in größeren Kolonien brüten, ist nach Angaben von Naturschutzverbänden in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Als Gründe nennen Naturschützer fehlende Nahrung und Nistplätze. "Denn obwohl der Spatz eigentlich ein Allesfresser ist, braucht er für die Aufzucht seiner Jungen Insekten, die es in aufgeräumten Stadtgärten oft nicht mehr gibt. Außerdem finden Spatzen als Höhlenbrüter an glatten Neubauten und energieeffizient sanierten Häusern keine Nistmöglichkeiten mehr", sagte Goris.

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