Wintersport : Vom Helm bis zur Ernährung - sechs Tipps für den Skiurlaub

Wer seinen Skianzug einpackt um den Winter in den Bergen zu genießen, sollte so manches beachten, um den sportlichen Urlaub optimal auszukosten.

shz.de von
03. Januar 2018, 04:12 Uhr

Tipp 1: Gut ernährt auf der Piste

  • Frühstück: Das Frühstück sollte leicht verdaulich sein und viele Kohlenhydrate enthalten, um den Körper mit Energie zu versorgen. Sonst ist er zu sehr mit der Verdauung beschäftigt und kann die erforderlichen Kraftreserven nicht mobilisieren. Müsli eignet sich deshalb sehr gut. Optimalerweise liegt der Abstand zwischen sportlicher Betätigung und Mahlzeit übrigens bei mindestens zwei Stunden.
  • Mittagessen: Dieses sollte eher fettarm gestaltet werden. Wer zwischendurch Hunger bekommt, kann sich als Zwischenmahlzeit einen Müsliriegel gönnen.
  • Abendessen: Beim Abendessen darf man sich ohne schlechtes Gewissen für den sportlichen Tag belohnen. Hier darf richtig geschlemmt werden.

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Foto: Florian Schuh
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Tipp 2: Genügend trinken - aber bitte keinen Alkohol

Obwohl man sich beim Wintersport mit Kälte umgibt, schwitzt der Körper aufgrund der sportlichen Betätigung. Dieser Flüssigkeitsverlust muss durch reichliches Trinken kompensiert werden. Idealerweise trinkt man darum schon, bevor das Durstgefühl anklopft. Optimal geeignet sind Mineralwasser, Saftschorle und Früchtetees – also Getränke mit einem hohen Wasseranteil und einem niedrigen Zuckeranteil. Auf Alkohol sollte während des Fahrens dringend verzichtet werden - nicht nur für das eigene Wohl, sondern auch zur Sicherheit der Skikollegen. Außerdem erweitert Alkohol die Blutgefäße, wodurch man Wärme verliert und schneller friert.
 

Tipp 3: Für eine gute Ausrüstung sorgen

  • Skistöcke: Die Skistöcke sollten etwa dreiviertel so hoch sein wie die eigene Körpergröße, um damit die Balance zu halten. Gute Skistöcke haben eine Sicherheitsöffnung, damit das Verletzungsrisiko im Falle eines Sturzes minimiert wird.
  • Schuhe: Nur wenn die Skischuhe richtig passen, sind sie zu gebrauchen, denn sonst wird die Kraft auf den Ski nicht angemessen übertragen. Auch Verletzungen können die Folge falscher Skischuhe sein. Darum sollte man sich beim Kauf und beim Leihen von Skischuhen professionell beraten lassen. Die Bindung muss fest angezogen sein und die Auslösung korrekt funktionieren. Einmal pro Jahr sollte die Bindung fachmännisch überprüft werden, schließlich wird das Material auch dann alt, wenn es monatelang ungenutzt im Keller liegt.
  • Skikleidung: Die Kleidung sollte wasserdicht, kompakt und atmungsaktiv sein. Darunter kann man sich nach dem Zwiebelprinzip kleiden, um schnell auf Wetterumschwünge reagieren zu können. Wichtig dabei: Man sollte sich in der Skibekleidung noch gut bewegen können, das Material darf also nicht zu starr sein. Für die Hose empfiehlt sich eine Polsterung am Hosenboden, weil ein Sturz so besser abgefedert wird.
  • Skibrille: Schnee blendet und kann sogar zu Augenschäden führen, darum sollte man die Augen mit einer speziellen Skibrille schützen.
  • Helm: Ein Skihelm schützt bei Stürzen und ist besonders bei Kindern besonders wichtig. Aber auch Erwachsene sollten darauf nicht verzichten. Helme müssen einen guten Halt aufweisen, dürfen aber nicht zu sehr spannen. Nach einem Sturz muss der Helm sicherheitshalber ausgetauscht werden, selbst wenn keine Risse zu erkennen sind.
Skifahrer in Niseko, im Hintergrund der 1898 Meter hohe Mt. Yotei, ein beliebter Berg für Skitourengeher - allerdings nichts für Anfänger.  /dpa
Foto: Bernhard Krieger
Skifahrer in Niseko, im Hintergrund der 1898 Meter hohe Mt. Yotei, ein beliebter Berg für Skitourengeher - allerdings nichts für Anfänger.  /dpa
 

Tipp 4:  Regelmäßige Pausen machen

Besonders bei Intensivsportarten wie dem Wintersport ist es unablässig, genügend Pausen einzulegen. Das Skifahren und Snowboarden ist eine kraftraubende Angelegenheit, die manchmal von Hobbysportlern unterschätzt wird. Entsprechend empfiehlt es sich, die Tage auf der Piste zunächst kürzer zu halten, um eine Kondition aufzubauen. Bei Pausen im Freien sollte man darauf achten, nicht auszukühlen. Außerdem ist es erholsam, nicht jeden Tag die Piste zu stürmen, sondern auch nach vielen anstrengenden Tagen Ruhe zu suchen, sich in der Saune zu erholen und länger zu schlafen. Pro Skiwoche sollten ein bis zwei Pausentage eingeplant werden.

Tipp 5:  Gut vorbereitet in den Urlaub

Dehnübungen sollten nicht nur vor dem Training, sondern auch danach durchgeführt werden, um die Beweglichkeit weiter zu verbessern. Für ungeübte Skifahrer empfiehlt es sich unbedingt langsam zu beginnen, um sich sukzessive im Laufe des Skiurlaubs zu steigern. Wer zu schnell auf der Piste steht, riskiert Sportverletzungen. Rumpf, Rücken und Beine werden beim Skifahren und Snowboarden besonders beansprucht. Gut vorbereitet sind die, die bereits zwei Monate vor der Abfahrt mit mildem Ausdauer- und Krafttraining angefangen haben. Als Sportarten bieten sich Jogging, Skigymnastik und Schwimmen an.

Tipp 6: Anfänger sollten einen Kurs belegen

Einen Ski- oder Snowboardkurs zu belegen kann eine gute Investition sein. Dort lernt man nämlich nicht nur die richtige Technik für die Sportart, sondern erfährt oft auch weitere hilfreiche Gesundheitsregeln, die bei der Ausübung des Wintersports helfen. So manche Zerrung oder Fissur könnte durch eine fachgerechte Anleitung vermieden werden. Darüber hinaus gibt der Ski- oder Snowboardlehrer wichtige Instruktionen für die eigene Sicherheit und berät bei der notwendigen Ausrüstung.
 

Quelle: Arag-Presseservice

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