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Vibrierend über die Berge des Los Padres Forest

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Shutdown in Amerika macht auch Motorradfahren zum Politikum – doch es gibt Ausweichstrecken

von
erstellt am 04.Okt.2013 | 00:36 Uhr

California Dream heißt eine Motorradreise für Leser: Auf einer Harley-Davidson geht es von Los Angeles zu den Nationalparks in der Sierra Nevada, nach San Francisco und auf dem berühmten Highway 1 an der Pazifik-Küste zurück. Traumstraßen in einer traumhaften Landschaft, traumhafte Blicke auf den Pazifik oder lieber Traumstrände und sonnen in Santa Barbara. Aber das wäre schon fast das Ende der Tour, die Redakteur und Motorradfahrer Rolf Blase begleitet und von der er auf shz.de und in unserer Zeitung berichtet.

Der Mittwoch startete mit einer guten und einer schlechten Nachricht. Und so hörte er auch auf. Endlich geht es los auf zwei Rädern, aber die Nationalparks sind geschlossen. Shutdown in Amerika macht auch Motorradfahren zum Politikum. Aber an diesem Morgen will niemand schlechte Nachrichten hören. Vielleicht einigen die sich doch noch bis morgen? Vielleicht machen sie die Durchfahrtsstraßen auf? Fromme Wünsche, die niemand erhören wird. Dass es so ist, war die schlechte Nachricht am Abend. „Aber wir kennen ein paar gute Ausweichstrecken“, machen die Guides Mut.

Die gute Nachricht des ersten Fahrtags: Er verlief unfall- und fast pannenfrei. Nur eine Road King, ausgerechnet die Getauschte, wollte nach dem Tanken nicht mehr anspringen. Die Kontaktprobleme an der Batterie konnten aber mit Bordmitteln behoben werden. Bis dahin musste man erst mal den Moloch der Los Angeles hinter sich lassen, keine Stadt, sondern ein Konglomerat aus Cities, Beaches und Valleys. Nur die vielen Baustellen kamen einem irgendwie bekannt vor. Dann rechts ab in die Hügelkette entlang der Küste. Die bricht zwar keine Höhenrekorde, ist aber zum Einfahren und Eingewöhnen an die Maschine genau richtig.

Die Bergkette des Los Padres Forest stellt schon höhere Ansprüche. Immer neue Ausblicke, kaum Verkehr, gute Straßen, viele Kurven: So macht Motorradfahren Freude. Das Kontrastprogramm folgt im Tal, wenn es geradeaus durch die ausgedehnten Obstplantagen und Baumwollfelder geht: Die Bewässerung frisst die meiste Energie im sowieso energiefressenden Staat Kalifornien, was Guide Christian schon am Morgen erläutert hatte. Bevor er auf die Besonderheiten der amerikanischen Straßenverkehrsordnung zu sprechen kam. Mit den konnten alle recht schnell gut umgehen, genauso wie mit den Harleys. „Das ist anders als eine 600er. Man spürt die Vibrationen und die Kraft und die Masse, die man bewegt“, sagt nicht nur Matthias, und: „Das macht schon Spaß.“

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