Tourismus : Straffer Zeitplan vermiest Kindern das Wandern

Wenn Kinder Wandern doof finden, liegt das oft an den Eltern.  
Wenn Kinder Wandern doof finden, liegt das oft an den Eltern.  

Wenn Kinder maulen, wenn's zum Wandern geht, kann das an den Eltern liegen. Eigentlich liegen der Entdeckergeist und die Lust zum Laufen im Ur-Instinkt der Kleinen. Mit einem zu straffen Zeitplan kann ihnen der Spaß daran jedoch genommen werden.

shz.de von
09. September 2013, 16:16 Uhr

Wenn Kinder ständig gemaßregelt würden und nicht mal rechts und links vom Weg laufen dürften, dann könne das den Kindern die Lust am Wander verderben. «Kinder müssen einfach nur entdecken dürfen. Das ist das A und das O», sagte sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbands, Ute Dicks zur Wander- und Treckingmesse TourNatur (6. bis 8. September).

Eltern sollten bei Wanderungen mit Kindern etwa die Hälfte der regulären Wanderzeit dazurechnen. «Kinder laufen doppelt so viel wie die Eltern, laufen vor und wieder zurück, möchten berichten, was sie gefunden haben», sagte Dicks. Eltern sollten Kinder auch in die Planung mit einbeziehen.

Selbst wenn Kinder das Wandern noch als langweilig empfänden, könnte die Lust später doch noch kommen. Etwa wenn sie mit Freunden unterwegs sind. Selbst Jugendliche, die immer nur drin sitzen, könne die Freude am Wandern noch packen - vielleicht mit dem Einstieg ins Berufsleben, wenn man einen Großteil des Tages drinnen verbringen.

Webseite der TourNatur

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