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Tourismus : Selbstmordanschlag in Tunesien: Keine kostenlosen Stornierungen

vom

Ein Selbstmordattentäter hat einen Sprengsatz vor einem Hotel im tunesischen Badeort Sousse gezündet. Große Verunsicherung bei den Gästen spüren die Veranstalter bislang nicht - und behalten die üblichen Reise- und Zahlungsbedingungen bei.

Nach dem Selbstmordanschlag in Tunesien bieten Veranstalter den Gästen des betroffenen Hotels an, in ein anderes Haus umzuziehen. Kunden, deren Tunesienreise noch bevorsteht, dürfen in der Regel nun aber nicht kostenlos umbuchen oder stornieren. DER Touristik, zu der die Marken Dertour, Meier's Weltreisen, ADAC Reisen, ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg gehören, habe derzeit rund 100 Gäste in dem Hotel im Küstenort Sousse, vor dem am Mittwoch (30. Oktober) ein Mann einen Selbstmordanschlag verübte.

Der Veranstalter bot ihnen an, in ein anderes Hotel umzuziehen. In Anspruch genommen habe das Angebot niemand, sagt eine Sprecherin. Alle Ausflüge auf dem Festland seien bis einschließlich Freitag (1. November) abgesagt worden. Kostenlose Stornierungen und Umbuchungen bevorstehender Reisen bietet DER Touristik nicht an. Bislang habe dies auch noch kein Kunde angefragt.

So handhaben es auch Thomas Cook und Neckermann. Einige Gäste des Veranstalters seien in dem betroffenen Hotel untergebracht, niemand nahm das Angebot an, in ein anderes Hotel umzuziehen. Da das Auswärtige Amt seine Reisehinweise nicht grundsätzlich deutlich verschärft habe, könnten Kunden anstehende Reisen nicht kostenlos umbuchen oder stornieren, sagte ein Sprecher.

Das Auswärtige Amt änderte seinen Hinweis zu Tunesien am Mittwoch leicht: Es empfahl Reisenden lediglich, im gesamten Land vorsichtig zu sein, und wies auf verstärkte Polizeikontrollen hin.

24 Gäste von dem zur Tui gehörenden Veranstalter 1-2-Fly wohnen laut einer Tui-Sprecherin derzeit in dem Hotel in Sousse. Zwei von ihnen nahmen das Angebot an umzuziehen. Zwar bietet Tui Gästen nicht direkt an, kostenlos von einer anstehenden Reise zurückzutreten oder umzubuchen. Man bemühe sich aber, verunsicherten Gästen entgegenzukommen, sagte die Sprecherin - und entscheide im Einzelfall. Bislang habe es noch keine Anfragen gegeben.

Auswärtiges Amt zu Tunesien

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erstellt am 31.Okt.2013 | 13:16 Uhr

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