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Tourismus : Reedereien sagen Kreuzfahrten wegen Lage in Ägypten ab

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Wegen der Proteste in Ägypten nehmen Aida Cruises und Costa Kreuzfahrten im Roten Meer aus dem Winterprogramm. Wer bereits eine dieser Touren gebucht hat, kann zum Beispiel kostenlos umbuchen.

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 15:28 Uhr

Ursprünglich sollte die «Aida Mar» in der Wintersaison 2013/14 entlang der ägyptischen Küste unterwegs sein, teilt Aida Cruises mit. Wegen der unsicheren Lage im Land streicht die Reederei alle Touren im Roten Meer und bietet stattdessen zwischen Oktober 2013 und Mai 2014 Mittelmeer-Rundreisen mit der «Aida Mar» ab Palma de Mallorca an. Die Fahrten führen Gäste unter anderem zu den griechischen Inseln, nach Rom, Florenz und Barcelona.

Aida-Gäste, die bereits eine Kreuzfahrt im Roten Meer gebucht haben, können kostenlos umbuchen und bekommen ein Guthaben an Bord als Entschädigung. Die Höhe des Guthabens variiert je nach der Reise, auf die der Gast umbucht. Aida Cruises äußerte sich nicht zu der Frage, ob Gäste den Reisepreis zurückbekommen, wenn sie sich nicht umbuchen lassen wollen. Reiserechtler Paul Degott weist darauf hin, dass ein Veranstalter seinem Kunden den Preis für ein Ticket erstatten muss, wenn er eine fest gebuchte Reise nicht mehr anbieten kann. «Sie können die Leute nicht dazu zwingen, umzubuchen.»

Die Schiffe «Aida Aura» und «Aida Diva» sollten ursprünglich ebenfalls ägyptische Häfen ansteuern und ändern jetzt ihre Routen. Port Said und Safaga werden ersetzt durch Dubrovnik in Kroatien, Eilat und Ashdod in Israel sowie Akaba in Jordanien.

Auch Costa sagt für den Winter 2013/14 alle Kreuzfahrten im Roten Meer sowie alle Anläufe ägyptischer Häfen ab. Gäste, die die siebentägige Kreuzfahrt durch das Rote Meer gebucht haben, werden auf eine siebentägige Kreuzfahrt durch die Vereinigten Arabischen Emirate umgebucht. Das teilt das Unternehmen mit. Die Zwischenstopps in Port Said und Alexandria, die zwei Costa-Schiffe ursprünglich auf Fahrten durch das östliche Mittelmeer machen sollten, werden ersetzt durch Anläufe in den israelischen Häfen Ashdod und Haifa. Die Reederei MSC kündigte bereits im Juli an, das Rote Meer wegen der Proteste in Ägypten nicht ins Winterprogramm aufzunehmen.

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