Oberlandesgericht München : Portal darf Haftung für falsche Angaben nicht ausschließen

Das Oberlandesgericht München hat entscheiden: Reiseportale können zu Schadenersatz verpflichtet werden, wenn sie die Angaben der Leistungsträger eins zu eins übernehmen und wissen, dass diese falsch sind.
Das Oberlandesgericht München hat entscheiden: Reiseportale können zu Schadenersatz verpflichtet werden, wenn sie die Angaben der Leistungsträger eins zu eins übernehmen und wissen, dass diese falsch sind.

Manche Reiseportale übernehmen die Angaben von Airlines oder Hotels eins zu eins. Haften wollen sie dafür meist nicht. Doch eine entsprechende Klausel in den AGB's ist nicht immer wirksam.

shz.de von
06. November 2018, 11:56 Uhr

Für falsche oder irreführende Angaben von Airlines oder Hotels darf ein Reiseportal im Internet nicht generell die Haftung ausschließen. Eine solche Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ist unzulässig. Das zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts München (Az.: 29 U 2137/17).

Über die Entscheidung berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift «ReiseRecht aktuell». Das vermittelnde Portal kann zu Schadenersatz verpflichtet sein. Das gilt etwa, wenn das Portal die Angaben eines Leistungsträgers wie Fluggesellschaft oder Hotel zwar eins zu eins wiedergibt, jedoch weiß, dass die Informationen falsch sind.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert