zur Navigation springen

Plateauschuhe und 3D: Abba-Museum in Stockholm eröffnet

vom

Kopenhagen/Stockholm (dpa) - Abba ist endgültig museumsreif: In Stockholm können Fans des legendären Popquartetts ab jetzt in Erinnerungen schwelgen. Das neue Abba-Museum hat Originalkostüme und sogar eine Küche von Sängerin Anni-Frid.

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 11:33 Uhr

Kopenhagen/Stockholm (dpa) - Abba ist endgültig museumsreif: In Stockholm können Fans des legendären Popquartetts ab jetzt in Erinnerungen schwelgen. Das neue Abba-Museum hat Originalkostüme und sogar eine Küche von Sängerin Anni-Frid.

Das neue Stockholmer Abba-Museum hat kein «Yellow Submarine», ein gelbes U-Boot, vor dem Eingang zu bieten wie das für die Beatles in Liverpool. Dafür können drinnen Fans des schwedischen Popquartetts seit Dienstag an (7. Mai) zu den Klängen des Abba-Welthits «Dancing Queen» tanzen. Oder als «fünftes Mitglied» mitsingen - auf einer Bühne umgeben von den Original-Abbas Anni-Frid, Agnetha, Benny und Björn in 3D als lebensgroße Hologramm-Figuren. Bis zur Auflösung der Gruppe 1982 wurden weltweit etwa 180 Millionen Platten verkauft - mit Welthits von «Waterloo» über «SOS» bis «Money, Money, Money».

Gut 30 Jahre nach der musikalischen Trennung ist Björn Ulvaeus (68) finanziell maßgeblich am Abba-Museum im Stockholmer Djurgarden beteiligt. Auf 5000 Quadratmeter können Besucher allerlei Erinnerungsstücke aus der Zeit des Abba-Erfolgsmärchens von 1974 bis 1982 bestaunen: Die legendären Plateauschuhe ebenso wie andere Originalkostüme im kultig gewordenen 70er-Stil. Und sogar eine mal von Anni-Frid genutzte Küche ist zu sehen.

Das berühmte, aber zeitweilig aus Stockholm verschwundene Polar-Aufnahmestudio ist auch wieder da. Ausstellungskuratorin Ingmarie Halling fand das Mixerpult «im Internet», wie sie der Zeitung «Svenska Dagbladet» sagte. Halling ist mit Abba wegen ihrer Arbeit als Stylistin für die Bandmitglieder verbunden.

Das Interesse der Mitglieder am Museum scheint unterschiedlich auszufallen. Agnetha Fältskog (63) kommt weder zur offiziellen Eröffnung noch einen Tag vorher zum Presse-Termin. «Sie ist in London zur Promotion ihrer neuen Solo-CD», wich Museumssprecherin Lotta Balodis der Frage nach dem Warum aus. Immerhin für Fotos der Medien erscheinen Anni-Frid Lyngstad (67) und Benny Andersson (66).

Als einziger beantwortet Björn Fragen. Wie immer, wenn es um Abba geht, auch die unausweichliche nach einer möglichen Wiedervereinigung auf der Bühne. Hatte doch die bisher als chronisch Abba-müde geltende Fältskog gerade in einem Interview mit dem «Zeitmagazin» zu ihrer Solo-CD «A» erklärt, an ihr solle es nicht liegen: «Vielleicht ein Konzert für einen wohltätigen Zweck?» Ulvaeus dazu im «Svenska Dagbladet»: «Dann mach ich jetzt mal die Tür zu.»

Zum Erfolg des neuen Museums sagte er in diesem Interview: «Wenn du ausländischer Tourist bist, kennst du eben ein paar schwedische Markennamen wie Ikea und Abba. Stockholmer sind wohl weniger interessiert.» Bei der Initiative zum Museum hat deutlich der Erfolg des Beatles-Museums in Liverpool Pate gestanden. Musikalisch lehnt Ulvaeus alle Vergleiche mit John, Paul, George und Ringo ab: «Sie sind die Größten, und sie sind Götter.»

Homepage von «Abba The Museum» (eng.)

Fältskog-Äußerungen im «Zeitmagazin»

Abba Webseite

Biografie im Internet (eng.)

Abba ist eine der erfolgreichsten Bands in der Geschichte der Plattenindustrie. 180 Millionen verkaufte Schallplatten weltweit waren es bis zur Auflösung der Gruppe Ende 1982. Schätzungen zufolge könnten es bis heute mehr als das Doppelte sein. Eine Auswahl der größten Erfolge:- Waterloo (erschienen 1974)- SOS (1975)- Mamma Mia (1975) - Fernando (1976) - Dancing Queen (1976) - Money, Money, Money (1976) - Knowing Me Knowing You (1977) - The Name Of The Game (1977) - Take A Chance On Me (1978) - Thank You For The Music (1978) - Chiquitita (1979) - Does Your Mother Know (1979) - Voulez Vous (1979) - Gimme Gimme Gimme (1979) - I Have A Dream (1979) - The Winner Takes It All (1980) - Super Trouper (1980) - One Of Us (1981)

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen