Anzeige : Neues von der Marschbahn: So macht die Deutsche Bahn ihre Züge für die Fahrgäste fit

Aktuell sind nach und nach insgesamt 90 Reisezugwagen und 15 Diesel-Lokomotiven in der Revision.

Aktuell sind nach und nach insgesamt 90 Reisezugwagen und 15 Diesel-Lokomotiven in der Revision.

Einblick in den Maschinenraum: So läuft die Arbeit gemäß Instandhaltungsregelwerk.

Avatar_shz von
29. Dezember 2020, 00:00 Uhr

Die Marschbahn wird fit gemacht. Dafür erneuert die Deutsche Bahn Gleise, Weichen und Bahnübergänge auf der beliebten Strecke nach Sylt. Doch um die Fahrgäste zuverlässig vom Festland auf die Insel und wieder zurück zu bringen, braucht es nicht nur eine funktionierende Schieneninfrastruktur: Auch die Züge müssen voll funktionsfähig und sicher sein. Damit das so bleibt, gehen die Loks und Wagen regelmäßig in die Instandhaltung. Die Vorgaben dazu erfolgen über ein Instandhaltungsregelwerk, das Arbeitsinhalte und Zuführungstermine in regelmäßigen Abständen definiert.

Denn: Jedes Eisenbahnfahrzeug bekommt einen eigenen Instandhaltungsplan, der Fälligkeitsintervalle und Inhalte der jeweiligen Instandhaltungsstufe festlegt. Die Zuführungen erfolgen nach einer Vorgabe, die abhängig von den gefahrenen Kilometern, den geleisteten Motorbetriebsstunden und festen Zeitwerten erfolgt. Das reicht von einer Nachschau über die Frist bis zur größten Instandhaltungsstufe, der Revision.

  • Untersucht werden dabei immer die Bereiche Laufwerk (Drehgestelle, Radsätze und Federung), die Sicherheitseinrichtungen (zum Beispiel die Sicherheitsfahrschaltung für den Lokführer), Bremsen, Türen sowie Zug- und Stoßeinrichtungen (Kupplungen, Stützlager).
     
  • Bei der Revision werden viele Großkomponenten, darunter Dieselmotoren und Bremsanlagen, in ihre Einzelteile zerlegt, aufgearbeitet oder ausgetauscht. Aufgrund des hohen Aufwands werden diese Arbeiten in Werken der schweren Instandhaltung durchgeführt, was Zeit kostet und logistischen Aufwand bedeutet.

Zudem verlangt auch der Gesetzgeber gemäß der Eisenbahn-Bau-Betriebsordnung (EBO) eine Untersuchung – sowohl bei der Neuzulassung von Fahrzeugen als auch im Betrieb nach sechs oder durch Sonderüberprüfungen nach acht Jahren. „Die EBO gibt uns vor, dass wir alle Loks und Wagen in regelmäßigen Abständen von unseren Fachleuten überprüfen lassen müssen“, erklärt Christoph Ströh, Verkehrsvertragsmanager Netz West bei DB Regio Schleswig-Holstein. Diese erfolgt nach festen Vorgaben (Checkliste) und dient der Feststellung und dem Nachweis für den sicheren Eisenbahnbetrieb. So beinhaltet die Revision immer eine Untersuchung nach EBO.

Aktuell sind verlängerte Werkstattaufenthalte möglich

Auch im Netz West sind regelmäßig Züge in der Revision. Aktuell betrifft das nach und nach insgesamt 90 Reisezugwagen und 15 Diesel-Lokomotiven. Die Fahrzeuge, die jeweils in der Werkstatt sind, stehen dann nicht dem Fahrbetrieb zur Verfügung. Hier kann es, bedingt durch Corona, aktuell zu verlängerten Werkstattaufenthalten kommen.

Die Untersuchungen werden voraussichtlich im März 2022 abgeschlossen sein. Um Ausfälle zu vermeiden und die Unannehmlichkeiten für Sie so gering wie möglich zu halten haben wir Ersatzloks und -wagen aus anderen Regionen im Einsatz. Christoph Ströh, Verkehrsvertragsmanager Netz West bei DB Regio Schleswig-Holstein
 

„All das tun wir, damit unsere Fahrzeuge immer sicher und zuverlässig fahren können. Denn das ist uns wichtig: Wir geben auch 2021 wieder alles für unsere Fahrgäste. Kommen Sie gut ins neue Jahr und bleiben Sie gesund!“, wünscht Christoph Ströh.

Zu Änderungen im Fahrplan und Störungsinformationen informiert die Deutsche Bahn Reisende über den DB Navigator, den Twitter-Kanal @DBRegio_SH und auf bahn.de/aktuell. Aktuelle Infos rund um die Marschbahn gibt es außerdem auf der Seite bahn.de/netz-west.
zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert