Tauschen oder spenden : Kronen, Kuna, Lira - was mit dem restlichen Geld aus dem Urlaub getan werden kann

<p>Generell gilt: Dort, wo es akzeptiert wird, ist die bargeldlose Bezahlung mit Kreditkarte dem Geldabheben vorzuziehen. Dies gilt vor allem für Kreditkarten, die im gewünschten Währungsraum nur geringe bis gar keine Gebühren für die Bezahlung verlangen.</p>

Generell gilt: Dort, wo es akzeptiert wird, ist die bargeldlose Bezahlung mit Kreditkarte dem Geldabheben vorzuziehen. Dies gilt vor allem für Kreditkarten, die im gewünschten Währungsraum nur geringe bis gar keine Gebühren für die Bezahlung verlangen.

Wer außerhalb der Eurozone verreist, sollte nicht nur auf seine Kreditkarte vertrauen, sondern auch immer etwas Bargeld der fremden Währung dabeihaben. Was zu tun ist, wenn am Ende des Urlaubs noch Scheine übrig sind.

shz.de von
07. August 2018, 04:03 Uhr

Egal ob es nach Schweden, in die Türkei oder nach Kroatien gehen soll: Zur Vorbereitung auf den Urlaub gehört immer der Wechsel von Euro in die jeweilige Landeswährung. In dieser Hinsicht sind die meisten Banken in Deutschland entgegenkommend und so fällt der Geldwechsel vorm Urlaubsantritt - nach rechtzeitiger Ankündigung des Tauschvorhabens - in der Regel leicht. Nach Urlaubsende sieht die Lage allerdings ganz anders aus und man sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein Umtausch in Euro schwierig sein oder auch sehr teuer werden kann.

Den schwankenden Kurs bedenken

Wer Bargeld aus dem Urlaub mitbringt, findet zwar auch in Deutschland Wechselstuben und Banken, die zumindest die Scheine in Euro umtauschen. Aber die Gebühren für diesen Service sind hoch und die Wechselkurse oft ungünstig, weshalb sich der Tausch gerade bei kleineren Beträgen kaum lohnt. Münzen werden grundsätzlich nicht angenommen. Deshalb sollten im eigenen Interesse auch andere Möglichkeiten in Erwägung gezogen werden. Bei Reiseländern, bei denen die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sie in naher Zukunft wieder besucht werden, lohnt es sich zum Beispiel, das Geld bis zur nächsten Reise ins entsprechende Land einfach aufzubewahren. Das kann sich durchaus anbieten, wenn man regelmäßig dort seine Ferien verbringt oder wenn Verwandte oder Freunde in Kürze eine Reise dorthin planen. In manchen Ländern unterliegen Währungen aber starken Schwankungen – so wie derzeit die türkische Lira. Es ist also möglich, dass die Reisekasse dann nicht mehr so viel wert ist.

<p>Günstiger als der Geldwechsel in Deutschland oder im Urlaubsland ist in der Regel die kostenlose Geldabhebung vor Ort. Diese ist jedoch nicht bei allen deutschen Banken möglich.</p>
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Günstiger als der Geldwechsel in Deutschland oder im Urlaubsland ist in der Regel die kostenlose Geldabhebung vor Ort. Diese ist jedoch nicht bei allen deutschen Banken möglich.

 

Um das lästige Herumgetausche oder die Gefahr, dass das Geld bis zur nächsten Reise im alltäglichen Haushaltschaos abhanden kommt, zu vermeiden, hier ein simpler Tipp: Im besten Fall wird der Urlaub so gestaltet, dass sich am Abreisetag keine Scheine oder Münzen der fremden Währung mehr im Portemonnaie befinden. Und wenn doch noch etwas übrig bleibt, freuen sich auch gemeinnützige Organisationen über eine Spende – an Flughäfen und bei Banken finden sich häufig dafür vorgesehene Sammelbehälter. Wer die exotischen Münzen und Scheine nicht als Andenken aufbewahren will, kann sie so für einen guten Zweck verwenden.

Tipps für die Reise: Günstig Geld abheben im Ausland:

  • Vor der Reise darüber informieren, ob das gebührenfreie Geldabheben mit der Kreditkarte problemlos möglich ist.
  • Auslandslimit überprüfen: Viele Automatenbetreiber im Ausland begrenzen den täglich verfügbaren Rahmen. Häufig sind dies 250 oder 300 Euro - unabhängig vom Kartenlimit der Hausbank.
  • Bei Geldautomaten oder auch an elektronischen Kassen mit dem Angebot, das Geld in Euro umzurechnen, immer lieber die Landeswährung wählen. Für die Umrechnung in Euro wird eine zusätzliche Gebühr berechnet und zudem bekommt man häufig einen schlechteren Wechselkurs.

(Mit Material des Deutschen Bankenverbands)

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