zur Navigation springen

Eine Wissenschaft für sich: Tipps für den Mietwagenurlaub

vom

München (dpa/tmn) - Spontan am Urlaubsort oder von langer Hand am heimischen Computer geplant: Das Mieten eines Leihwagens ist eine Wissenschaft für sich. Besonders, wenn der Preis am Ende stimmen soll.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 05:33 Uhr

München (dpa/tmn) - Spontan am Urlaubsort oder von langer Hand am heimischen Computer geplant: Das Mieten eines Leihwagens ist eine Wissenschaft für sich. Besonders, wenn der Preis am Ende stimmen soll.

Ob die große Tour durch die USA oder nur für die Fahrt vom Flughafen zum Ferienhaus in Spanien: Ohne Mietwagen geht vielerorts nichts. Doch das Ausleihen eines Autos ist mitunter komplizierter als das Buchen der Reise selbst. «Man muss eine ganze Reihe von Bedingungen beachten, bevor man ein Auto leiht», sagt Jochen Österle, Sprecher des ADAC in München.

Oft sei das auf den ersten Blick billigste Angebot nicht das günstigste. Am besten miete man das Auto von zu Hause aus über eine deutsche Webseite, so Österle. «Denn so bekommt man den Mietvertrag in deutscher Sprache und weiß, was man unterschreibt.» Das sei wichtig, um genau zu erfahren, welche Leistungen eingeschlossen sind - und welche zusätzlichen Policen man getrost ablehnen kann. «Die großen Autovermieter informieren in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie auf ihren Internetseiten ausführlich über die Kostenstruktur», sagt Florian Weis, Leiter Qualitätsmanagement beim Vermieter Sixt in München.

Ob man möglichst kurz vor Reiseantritt oder schon lange im Voraus ein Auto bucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab: «Es kommt darauf an, ob ich zum Beispiel als Familie an Ferienzeiten gebunden oder als Geschäftsreisender unterwegs bin», sagt Doris Schinagl Holiday Autos in München. Wer in der Hochsaison verreist, sollte sich den Mietwagen so früh wie möglich sichern und kann bei Frühbucherangeboten gute Schnäppchen machen.

Ob allerdings der Weg über das Internet oder über die Vermieter direkt der günstigste ist - da gibt es keinen allgemeinen Rat, wie ADAC-Fachmann Österle sagt. Eine Alternative sind zudem sogenannte Broker wie holidayautos.de, billiger-mietwagen.de.

«Wichtig ist, sich die Bedingungen genauestens durchzulesen und auf das zu achten, was für einen selbst wichtig ist.» Sollte man einen Zweitfahrer eintragen - und wenn ja, was kostet das? Ist dieser Fahrer unter 25? «Das kann die Kosten immens in die Höhe treiben.» Auch Einwegmieten, wenn man also das Auto an einem Ort in Empfang nimmt und an einem anderen wieder abgibt, können die Reisekasse schwer belasten. «Da hilft nur vergleichen und unter Umständen eine andere Route wählen», so Österle. Während die Mietwagenfirmen diese Kosten meist gleich mit einkalkulieren, berechnen sie Autovermittler extra. Sie müssen direkt bei der Partnerautovermietung vor Ort gezahlt werden.

Auch das Thema Versicherung für den Mietwagen kann eine Wissenschaft sein. Denn: Man kann sowohl die eigene Autoversicherung um eine Auslandsversicherung ergänzen oder die verschiedensten Absicherungen der Verleihfirmen nutzen. Bei den Versicherungen sollte man vor allem auf die Selbstbeteiligung im Schadensfall achten, rät der ADAC. «Am besten ist, wenn sie bei null Euro liegt», sagt Österle. Die Deckungssumme sollte dagegen möglichst hoch sein.

Bei den Tankregelungen gibt es ebenfalls verschiedene Modelle: «Man kann zwischen Full-Full und Full-Empty wählen», sagt Schinagl. Ersteres bedeute, dass der Mieter das Fahrzeug vollgetankt in Empfang nimmt und ebenso wieder zurückgibt. Bei der zweiten Option nimmt man seinen Mietwagen vollgetankt entgegen und gibt es mit leerem Tank zurück. Hier gibt es Preisunterschiede.

Österle rät zudem, sich vor der Reise mit den Regeln und Gepflogenheiten im Urlaubsland vertraut zu machen: Temporegeln, Besonderheiten wie Lichtpflicht oder auch spezielle Vorfahrtsregeln wie etwa der 4-Way-Stop in Nordamerika, bei dem an einer Kreuzung zuerst der weiterfährt, der als erster gekommen ist. «Da tappt man schnell in die Knöllchenfalle - und das Geld kann man im Urlaub besser ausgeben.»

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen