Eigene Reiseapotheke schützt vor gefälschten Medikamenten

 Bevor es auf Reisen geht, sollten Urlauber die üblichen Notfallmedikamente einpacken. Im Ausland könnte es schwierig sein, an zuverlässige Medikamente zu kommen. Foto: Norbert Försterling
Bevor es auf Reisen geht, sollten Urlauber die üblichen Notfallmedikamente einpacken. Im Ausland könnte es schwierig sein, an zuverlässige Medikamente zu kommen. Foto: Norbert Försterling

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wer in die Ferne reist, achtet meist darauf, dass er nicht zu viel Gepäck dabei hat. Doch eines sollten Reisende unbedingt mitnehmen: Eine gut ausgestattete Reiseapotheke. Denn die am Urlaubsort angebotenen Medikamente könnten gefälscht sein.

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12. August 2013, 02:22 Uhr

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wer in die Ferne reist, achtet meist darauf, dass er nicht zu viel Gepäck dabei hat. Doch eines sollten Reisende unbedingt mitnehmen: Eine gut ausgestattete Reiseapotheke. Denn die am Urlaubsort angebotenen Medikamente könnten gefälscht sein.

Urlauber in Entwicklungs- und Schwellenländern sollten auf den Kauf von Arzneimitteln vor Ort verzichten. Stattdessen rät das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf, eine eigene Reiseapotheke mit Notfallmedikamenten mitzuführen. Denn in vielen Ländern Afrikas, Lateinamerikas oder Asiens sind nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 10 bis 30 Prozent der Medikamente gefälscht.

Gefälschte Medikamente zeichnen sich laut WHO durch falsche oder fehlende Wirkstoffe aus, durch abweichende Konzentrationen der Inhaltsstoffe oder Verunreinigungen. Fehlende oder falsche Inhaltsstoffe könnten zu ernsthaften Erkrankungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen, erläutert Thomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM. Sollten Reisende vor Ort doch auf Medikamente angewiesen sein, kaufen sie diese am besten nur originalverpackt in lizenzierten Apotheken und nicht auf dem Markt.

Hinweise für gefälschte Medikamente sind laut CRM unter anderem ein niedriger Preis, ein ungewöhnliches Aussehen, ungewöhnlicher Geruch, Geschmack oder Konsistenz. Oft sei die Fälschung für einen Laien aber nicht erkennbar.

Broschüre der WHO (engl.)

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