Die Inder und ihre Hupe

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10. August 2013, 05:59 Uhr

Neu Delhi | Da erblassen selbst die Italiener vor Neid: Die Inder veranstalten das größte Hupkonzert der Welt. Sie benutzen ihre Hupe als Blinker beim Verlassen der Parklücke, zur Begrüßung des Nachbarn, aus Frust vor der roten Ampel, und als Warnung an den Rikscha-Fahrer, wenn sie überholen wollen. Weil Indien eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt ist, entsteht daraus ein fast unerträglicher Dauerton. Immer wieder versuchen Bürgerbewegungen, durch "Nicht hupen"-Schilder den Lärm zu stoppen - bislang erfolglos. Das Signalhorn bleibt die Allzweckwaffe im Gedränge auf den Straßen. Wenn der Vordermann in der dritten Reihe parkt wird genauso gehupt wie im Stau und wegen des Vogels auf der Straße - schließlich könnte man als Tier wiedergeboren werden. Die meisten Fahrer glauben daran, dass das Signal sie vor Unfällen mit Ochsenkarren, Fußgängern oder Ziegen bewahrt. In Fahrschulen wird Hupen sogar gelehrt.

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