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Bezwingung des Boxbergs : Die Homfelder Westwand

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So flach wie der Norden? Von wegen! SH ist nicht nur tiefgründig (Ostsee), sondern hat auch regelrechte Höhenflüge. So wie den Boxberg bei Aukrug mit atemberaubenden - ähm - 77 Metern. (Es kommt nicht auf die Größe an.)

Aukrug | Nicht einmal für schleswig-holsteinische Verhältnisse ist er ein besonders hoher Berg. Wäre der Bungsberg mit seinen majestätischen 168 Metern so etwas wie der nordische Mont Blanc, würde er nur dem Alphubel entsprechen – Platz 32 der Hitlist. Doch der Blick vom „Gipfel“ des Boxbergs bei Aukrug-Homfeld entschädigt für das im Norden nie ganz wegzudrängende Gefühl, dass das Bergwandern hier seinen Namen nicht recht verdient.

Wir bezwingen den Westhang, im Winter eine beliebte Rodelpiste. Fast 77 Höhenmeter gilt es ohne Sauerstoffgerät zu erklimmen – auf einem Strandsand-Weg durch die Heide. Selbst an diesem schönen Sonntag haben sich nur wenige Bergsteiger hierher verirrt. Ein Mann mit brauner Schlabberjacke sitzt mit dicken schwarzen Kopfhörern auf einer Bank und sölt (eine Mischung aus singen und grölen) vor sich hin. Das Lied ist nicht erkennbar. Aber laut. Noch auf halbem Weg zum Gipfel ist es vernehmbar.

Wer seine Nahrungsmittelvorräte auf dem schweren Anstieg nicht aufgebraucht hat, sollte sich auf einer der Bänke ganz oben ein Picknick gönnen. Der Blick geht weit über den Naturpark Aukrug: Wälder und Felder, alles so wunderbar grün. Ein Gipfelbuch sucht man leider vergebens, dafür gibt es ein Foto mit dem Gipfel-Findling. Der etwas sanfter (also fast gar nicht) abfallende Osthang ist stark bewaldet. Also doch unterhalb der Baumgrenze! Hier gibt es eine schöne Möglichkeit, auf einem modernen Fitness-Parcours die Möglichkeit zum Training für den nächsten Aufstieg.

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erstellt am 06.05.2012 | 01:30 Uhr

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