Anzeige: sh:z-DamplandTALK : Andreas Altenburg über seine Ideen, kriminelle Energien und die Zukunft von „Wir sind die Freeses“

Von seinen zahlreichen Charakteren kann Andreas Altenburg sich am meisten mit „Bianca Freese“ identifizieren, verrät er im Gespräch mit Moderator York Lange.

Von seinen zahlreichen Charakteren kann Andreas Altenburg sich am meisten mit „Bianca Freese“ identifizieren, verrät er im Gespräch mit Moderator York Lange.

Die Ideen zu den Sendungen stammen aus typischen Alltagssituationen, erzählte Andreas Altenburg in der Bar „Hammaburg“ im Ostsee Resort Damp.

schoppmeier_jule-.jpg von
21. Februar 2020, 14:26 Uhr

Damp | Andreas Altenburg, Erfinder und Stimme von „Wir sind die Freeses“ und „Frühstück bei Stefanie“, war am Donnerstagabend beim DamplandTALK in der Bar „Hammaburg“ im Ostsee Resort Damp zu Gast. Bei dem kleinen Bar-Schnack erhielt das Publikum ein authentisches Bild davon, was für ein Typ Mensch eigentlich hinter den Charakteren steckt und wie echte Kult-Comedy entsteht.

Der Alltag wird in den Folgen verarbeitet

Trotz leicht angeschlagener Stimme war Andreas Altenburg die etwa 144 Kilometer von Hamburg nach Damp gefahren, um in exklusiver Atmosphäre mit den Gewinnern der DamplandTALK-Karten und Moderator York Lange zu plaudern. Eine der ersten Fragen, die man sich wohl stellt, wenn man an die Freeses denkt: „Wie kommt man auf sowas?“

Altenburg vergleicht den Prozess mit einem Handwerk: „Es gibt Themen, da denkt man länger drüber nach und bei anderen, da schreibt man es so 'runter.“ Eine bedeutende Rolle bei der Ideenfindung spielt auch seine Familie und sein soziales Umfeld. Zum Beispiel bei der Serie „Frühstück bei Stefanie“:

Die Steffi setzt sich aus mehreren Damen zusammen, die ich kenne. Andreas Altenburg, Stimme und Autor von „Wir sind die Freeses“
 

Nicht ganz unbedeutend sei da auch der Einfluss der drei Söhne der Altenburgs im Alter von 24, 27 und 33 Jahren. Die Situationen, die er in den Radiosendungen verarbeitet, erlebt er zum Teil so im Alltag, erzählt Altenburg.

Seine Frau Andrea Altenburg verrät, dass ihr manches bekannt vorkommt, wenn sie die neue Folge ein paar Tage später zufällig im Radio hört. Trotzdem vergeht ihr das Lachen auch nach über 1000 Folgen nicht.

Was für ein Mensch steckt hinter den Stimmen?

„Wir sind beide sentimentale Typen“, sagt Andreas Altenburg über sich und seinen Kollegen Harald Wehmeyer. Der Abschied fiel nicht leicht, als die Sendung „Frühstück bei Stefanie“ 2013 endete, weil Kollege, Sprecher und Autor Harald Wehmeyer den NDR verließ. Auch nicht, obwohl Altenburg bereits wusste, dass Wehmeyer „den Abflug machen wird“. Andreas Altenburg lacht:

Ich hatte schon als Kind einen Kloß im Hals, wenn nach einer Klassenfahrt einer aus dem Bus stieg. Andreas Altenburg, Stimme und Autor von „Wir sind die Freeses“
 

Seine eigene Persönlichkeit spiegelt sich besonders in einem seiner Charaktere wider: „Ich bin traurigerweise wie Bianca Freese“, sagt er und lacht.

Humorvoll spricht er mit Moderator York Lange auch über den Anteil an krimineller Energie, die ihm zufolge in ihm schlummert. Das typische „was wäre, wenn...“ sei da in seinem Kopf, erzählt Altenburg. Natürlich werde das dann nicht umgesetzt – dafür aber in einer seiner Folgen. Zum Beispiel in „Frühstück bei Stefanie“, als der arbeitslose Udo Martens von seinem Versuch erzählt, eine Pfandflasche am Band mehrere hundert Male in den Automaten zu stecken und wieder heraus zu ziehen. Dafür bekommt er Hausverbot im Supermarkt. Was der Charakter Udo Martens in den Folgen sonst noch so von sich gibt, nennt Andreas Altenburg „philosophische Extremsituationen“. Und meint: „Er hat ja in vielem Recht!“

Der Trailer zum DamplandTALK mit Andreas Altenburg:

Das ganze Video ist hier zu finden.

Was machen die Freeses in der Zukunft?

„Endlos geht es nicht weiter“, sagt Altenburg. Jetzt sind die Freeses schon im sechsten Jahr, das hätte er sowieso nicht gedacht.

Mein Traum war es immer und ist es, Svenni noch 18 werden zu lassen. Andreas Altenburg, Stimme und Autor von „Wir sind die Freeses“
 

Dann müsste es die Freeses noch mindestens bis zum 11. November 2021 geben. Svenni hätte dann sein Abitur in der Tasche und es würde spannend werden: Geht er, wie vorher angekündigt, in die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker? „Obwohl ich selbst eigentlich gar nicht weiß, was das genau ist“, gibt Andreas Altenburg zu. Und wer weiß, vielleicht geht es sogar noch weiter.

Eine ideale Folge, die noch in ihm schlummert und noch nicht veröffentlicht wurde, die gibt es nicht – die hätte er schon gemacht, sagt Altenburg. Persönlich mag er Folgen, die auch mal vom Schema abweichen und Pausen zulassen. Selbst macht er gern „Pause“ auf Mallorca in einem großen Haus mit der ganzen Familie. Da schaltet er auch mal ab: „Im Sommer bin ich tatsächlich 'raus!“ Das ist er auch jetzt, denn der Talk ist vorbei. Zum Abschluss entgegnet York Lange: „Manchmal ist die Stimme ja schöner, wenn man das Gesicht dazu nicht kennt“. „Ja, das kenne ich“, antwortet Andreas Altenburg.

Wer beim nächsten Talk am 19. März um 17 Uhr mit „Die immer lacht“-Sängerin und Liedtexterin Kerstin Ott dabei sein möchte, kann ab dem 6. März online unter shz.de/damplandTalk Karten gewinnen.

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