Mitmachen : „Albatros“-Crew in Gefahr

Jana Löwe (links) und Nadine Kohrs helfen den Crews auf der „Albatros“, wenn es nötig ist.
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Jana Löwe (links) und Nadine Kohrs helfen den Crews auf der „Albatros“, wenn es nötig ist.

Eingesperrt im Frachtraum eines Schiffs: Wie Redakteurin Mira Nagar aus dem Escape-Room entkommt.

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24. April 2018, 23:59 Uhr

Der fensterlose Frachtraum hängt voller Netze. Holzkisten und Ölfässer stehen an der Wand. Ein verschlossener Koffer, klemmende Kisten – und kein Weg hinaus. Die Crew der „Albatros“ wurde von Piraten überfallen und eingesperrt. Jetzt treibt sie mit dem Dampfer auf ein Riff zu.

Zu allem Überfluss wurde auch noch der Kapitän entführt. Offenbar der einzig fähige Mann an Bord, denn wir, die fünfköpfige Kina-Crew, sind angesichts der Seenot völlig verwirrt. Die Zeit ist knapp: Es bleibt eine Stunde Zeit, den Motor anzuwerfen und den Kurs zu ändern, bevor die „Albatros“ zerschellt. Das ist die Geschichte, die wir in dem Dampfer erleben.

Neue Abenteuer auf dem alten Schiff

Doch eigentlich liegt die „Albatros“ seit Jahrzehnten am Strand von Damp. Mit einem neuen Escape-Room erlebt der alte Fördedampfer ab Mai noch einmal neue Abenteuer, zumindest in der Fantasie von Rätselfreunden. Sie stellen sich dabei verschiedenen Aufgaben, um am Ende – wenn sie alle gelöst haben – wieder in Sicherheit von Bord zu gehen.

Escape heißt „entkommen“ und die Escape-Rooms werden immer beliebter. Flensburg, Kiel und Lübeck haben bereits solche Rätselräume. Jeder erzählt seine eigene Geschichte und ist anders ausgestattet.

Die Rätsel auf der „Albatros“ kommen meist aus der Seefahrt: Die Crew muss Leuchtturm, Morsecode und Flaggenalphabet richtig kombinieren, um weiterzukommen. Aus den Lautsprechern hören wir die tosende See – und fragen uns zwischendurch, ob das Schiff nicht sogar schwankt.

Das Abenteuer ist am besten im Team zu lösen. Vier Personen sind ideal, maximal dürfen sechs Leute mitspielen. Bei Jugendlichen unter 16 Jahren sollten Erwachsene mitkommen. Denn die Rätsel sind sehr kniffelig. Ziel ist es, versteckte Schlüssel und Hinweise zu finden und zu lösen. Denn wenn die Crew diese Kisten, Flaschen und Fässer genauer betrachtet, erkennt sie darin Codes.

Irgendwann macht es „Klack“

Und tatsächlich, irgendwann klackt es und die Tür zum Maschinenraum öffnet sich für die Kina-Crew. Ein riesiger Motor steht dort. Doch nirgendwo steht, wie man das Ungetüm zum Laufen bringt. Oder doch? Unsere tollpatschige Crew braucht ein wenig, aber dann poltert der Motor los. Jetzt müssen wir nur noch den richtigen Kurs einstellen. Nur noch? Wo soll es langgehen?

Am Ende schafft es aber auch die dusseligste Crew, das Ruder an sich zu reißen, selbst wir. Denn wenn die Rätselfreunde völlig ratlos sind, gibt es kleine Hinweise auf Monitoren, die in zwei der drei Räume hängen. Darauf steht auch die Zeit, die man noch hat, bis das Schiff dem Untergang geweiht ist.

Während wir suchen, werden wir von Nadine Kohrs überwacht. Sie achtet darauf, dass eine Gruppe sich nicht etwa an einer Stelle verfranst oder gar etwas im Eifer kaputt macht. „Ihr seid am Anfang wirklich unkontrolliert durch den Raum gelaufen“, amüsiert sich am Ende Nadine Kohrs. „Aber dann habt ihr euch gefangen und wart wirklich schnell.“



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