Tourismus : Clownfisch statt Nashorn: Queensland setzt auf klein und niedlich

Nemos Freunde zwischen den Tentakeln einer Seeanemone: Der Clownfisch ist einer der «Great Eight», die Tauchern im Great Barrier Reef begegnen.
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Nemos Freunde zwischen den Tentakeln einer Seeanemone: Der Clownfisch ist einer der «Great Eight», die Tauchern im Great Barrier Reef begegnen.

Prächtig, anmutig, groß und gefährlich: So lassen sich die berühmten «Big Five» beschreiben. Manche Touristen reisen nur wegen ihnen nach Afrika. Australien kontert jetzt mit den «Great Eight» - die acht Wasserbewohner sind vor allem hübsch und witzig.

shz.de von
18. November 2013, 11:16 Uhr

Was für Afrika Löwe und Nashorn, sind für Queensland Clownfisch und Schildkröte: Unter «Great Eight» fassen die Australier die acht populärsten Wasserbewohner zusammen, die Tauchern am Great Barrier Reef an der Nordostküste Australiens begegnen. Die Bezeichnung, die übersetzt «Großartige Acht» heißt, entstand in Anlehnung an die berühmten «Big Five», also die «Großen Fünf», denen Safari-Urlauber in Afrika auf der Spur sind. Das teilt Tourism Queensland mit. Nicht weniger beeindruckend als eine Afrika-Safari mit Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard, ist eine Wasser-Safari in Queensland mit den «Great Eight»:

Meeresschildkröte: Weltweit gibt es nur sieben Arten, sechs davon leben am Great Barrier Reef. Die Chance, beim Tauchen oder Schnorcheln einem der anmutigen Panzertiere zu begegnen, ist damit recht hoch. Zwischen November und März kommen sie zur Eierablage in der Dämmerung auch an Land.

Clownfisch: Berühmt wurde der kleine Meeresbewohner, der auch Anemonenfisch heißt, spätestens mit dem Kinofilm «Findet Nemo». Im Riff finden Taucher das auffällige orange-weiße Tier meist in den Tentakeln der Seeanemonen.

Napoleonfisch: Er heißt auch Maori Wrasse und ähnelt farblich dem Riff. Am liebsten schwimmt er dort, wo Menschen sind. Besonders viele Exemplare finden sich daher an Schnorchel- und Tauchspots etwa rund um Cairns und Port Douglas oder in den Whitsundays. Der Napoleonfisch schwimmt gern nah an die Taucher heran - um sich streicheln zu lassen.

Manta-Rochen: Bis zu sieben Meter Spannweite erreicht das kräftige Tier. Die eleganten Gleiter tummeln sich vor allem um Lady Elliot Island im Süden des Riffs. In den australischen Wintermonaten schwimmen dort bis zu 350 Exemplare.

Riesenmuschel: Als «Mütter aller Weichtiere» bezeichnet Tourism Queensland die großen Muscheln. Sie leben von Algen und sind am ganzen Riff zu finden.

Zackenbarsch: Ein großer, silberner Körper mit dunklen Streifen und Punkten, der sich geschmeidig durch das Wasser schlängelt - das ist der Zackenbarsch. Wie der Napoleonfisch treibt er sich gern in der Nähe von Menschen herum - immer mit weit geöffnetem Maul.

Wal: Nicht gerade klein und auch nicht wirklich niedlich, aber bei Touristen sehr beliebt ist der Buckelwal. Die bis zu 45 Tonnen schweren Tiere kommen nach Queensland, um sich zu paaren. Beobachtungstouren mit Booten treten Touristen vor allem von der Sunshine Coast, der Gold Coast und ab Brisbane an.

Hai: Immerhin kleiner als der Wal, aber nicht niedlicher ist der Hai. Die eindrucksvollen Tiere gleiten meist allein durch das Wasser am Riff. Die Arten vor Queenslands Küste sind für Menschen in der Regel ungefährlich.

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