Verbote im Urlaub : Alkohol, FKK und Zollvorschriften: Diese Regeln gelten im Ausland

Der Auslandsurlaub kann teuer werden und sogar im Gefängnis enden, wenn man die Gesetze des jeweiligen Landes nicht kennt und dagegen verstößt.

<p>Lisa-Marie Spring</p> von
08. Oktober 2018, 04:12 Uhr

Wer seinen Urlaub im Ausland verbringt, genießt es, es sich weit weg von Zuhause einfach mal so richtig gutgehen zu lassen, Neues kennenzulernen und auszuprobieren. Wer dabei nicht unangenehm auffallen oder sogar hohe Strafen kassieren möchte, sollte sich bereits vor dem Urlaub mit den Vorschriften des jeweiligen Landes auseinander setzen, denn: andere Länder, andere Sitten.

Alkohol in der Öffentlichkeit ist hier nicht erlaubt

Gerade im Urlaub trinken die Deutschen häufiger und mehr Alkohol als sonst. Strafbar macht man sich, wenn man zum Beispiel in den USA, Kanada, den Philippinen, Polen, Saudi Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Öffentlichkeit trinkt. Außerdem spielt das Alter, mit dem man die Volljährigkeit erreicht hat, beim Ausschank von Alkohol auch im Ausland eine Rolle: Nicht nur in einigen der Vereinigten Staaten gilt man erst mit 21 als rechtlich erwachsen, auch in Ägypten, an der Elfenbeinküste, in Kamerun und anderen Ländern ist dies der Fall.

<p>Auf den kühlen Alkoholgenuss am Strand muss man in einigen Ländern verzichten.</p>
Pixabay

Auf den kühlen Alkoholgenuss am Strand muss man in einigen Ländern verzichten.

 

Vorsicht beim Fotografieren

Genauso wie der Alkoholgenuss gehört für die meisten auch die Kamera zum Urlaub dazu. Das Fotografieren militärischer Anlagen ist aber in Ländern wie zum Beispiel Algerien, Ägypten, Griechenland, Katar, Kenia, Südkorea, Madagaskar und auf Zypern streng verboten. Wer alles richtig machen möchte, achtet beim Knipsen der Urlaubsfotos ebenfalls darauf, dass er respektvoll mit den Motiven umgeht. Eine anzügliche Pose neben einer Buddha-Statue zu machen, finden manche vielleicht lustig, es gehört sich aber nicht.

FKK-Verbot für Frischluft-Lieber

FKK ist bei den Deutschen weit verbreitet, in manchen Ländern aber strafbar. Auf nahtloses Bräunen am Strand muss zum Beispiel in Brasilien, der Dominikanischen Republik, Hongkong, Kenia, Südafrika oder auch den USA verzichtet werden. Für diejenigen, für die die Freikörperkultur ein absolutes Muss im Urlaub ist, könnten Nudistencamps und FKK-Urlaube interessant sein. Diese gibt es auf der ganzen Welt.

<p>Nicht in jedem Land ist FKK gerne gesehen. Wer einen Fauxpas vermeiden möchte, sollte sich vor Reiseantritt schlau machen.</p>
Pixabay

Nicht in jedem Land ist FKK gerne gesehen. Wer einen Fauxpas vermeiden möchte, sollte sich vor Reiseantritt schlau machen.

 

Gleichgeschlechtliche Liebe noch oft ein Tabu

Homosexuelle Beziehungen werden vor allem in weniger aufgeklärten Ländern nicht gern gesehen und sind teilweise sogar verboten. Gleichgeschlechtlichen Paaren wird daher empfohlen, sich im Voraus über die gesellschaftliche Haltung und die Gesetze zum Thema Homosexualität zu informieren und zum Beispiel in Algerien, Indien, Jamaika, Katar, auf den Malediven, Marokko, Saudi Arabien, Sri Lanka, Tansania, Tunesien und den Vereinigten Arabischen Emiraten vorsichtig zu sein. In Russland sind homosexuelle Beziehungen zwar nicht verboten, bei positiven Äußerungen zu diesem Thema vor Minderjährigen oder in den Medien drohen aber Geld- und sogar Gefängnisstrafen, da dies als Propaganda gilt.

Hohe Zölle auf Souvenirs

Damit die eingekauften Mitbringsel aus Nicht-EU-Ländern auf der Rückreise keine hohen Zölle oder Strafen verursachen, sollten die Zollvorschriften dringend beachtet werden. Es gibt Güter, die gar nicht oder nur bis zu einem bestimmten Wert eingeführt werden dürfen. Für EU-Länder gibt es nur Richtmengen, keine Zölle. Wer zum Beispiel aus einem Nicht-EU-Land mit dem Flugzeug oder Schiff nach Deutschland reist, hat einen Freibetrag in Höhe von 430 Euro.

Über die für Urlauber wichtigsten Gesetze und Normen kann man sich online beim Auswärtigen Amt informieren, beim Buchen im Reisebüro oder auch in Reiseführern sowie vor Ort in der Touristeninformation oder beim zuständigen Reiseleiter.

(Mit Material des Arag-Presseservice)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen