Service : 3G-Regel auch für Events auf Reisen wichtig

Unter anderem in der Gastronomie gilt in Bayern ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 die 3G-Regel.
Unter anderem in der Gastronomie gilt in Bayern ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 die 3G-Regel.

Veranstaltungen rücken mit zunehmender Zahl an Geimpften und ausgefeilten Hygienekonzepten wieder in den Fokus von Menschen. Auch Reisen sind wieder ein Thema. Doch was ist aktuell überhaupt möglich?

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09. Oktober 2021, 00:01 Uhr

Osnabrück | Ob Wochenend-Trip oder längere Reise, nur in der Unterkunft vor Ort herumzuhängen, dafür ist der Urlaub doch nicht gedacht. Man möchte von der Umgebung etwas sehen – und vielleicht bei dem ein oder anderen Veranstaltungsbesuch ein Highlight erleben. Doch egal ob Museums-, Konzert- oder Theaterbesuch: Corona hat die Voraussetzungen für einen Eintritt gehörig durchgeschüttelt. Und recht regelmäßig gibt es neue Erlasse. Ein kleiner Überblick:

3G-Regel wird zum Standard

Grundsätzlich: Seit Montag, 23. August, gilt bundesweit die 3G-Regel. Genesene, geimpfte oder getestete Personen dürfen demzufolge beispielsweise Veranstaltungen in Innenräumen aufsuchen und Beherbergung in Anspruch nehmen. „Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, benötigen einen Antigenschnelltest (max. 24 Stunden alt) oder PCR-Test (max. 48 Stunden alt)“, heißt es von Seiten der Bundesregierung. Sprich, auch auf Reisen sind entsprechende Nachweise mitzuführen, weil Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätzen oder anderen gewerblichen Unterkünften sonst nicht möglich sind. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss alle 72 Stunden – drei Tage – einen weiteren negativen Test vorlegen.

Auch für die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen wie Theater, Musical oder Konzert sowie Besuchen von Museen, Kinos oder gastronomischen Einrichtungen gilt die 3G-Regel. In Hamburg wird aktuell das 2G-Modell (geimpft, genesen) erprobt. Privaten Betreibern wird aber die Entscheidung überlassen, ob sie nach der 2G-Regel vorgehen möchten.

Wegfallen kann die 3G-Regel in Landkreisen und Städten vollständig, wenn die 7-Tage-Inzidenz stabil unter dem Wert von 35 liegt. Keine Anwendung findet die 3G-Regel bei Kindern bis zum sechsten Lebensjahr sowie Schülerinnen und Schülern, die aufgrund des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden.

Masken nach wie vor verpflichtend

Mittlerweile scheint sich der Großteil der Bevölkerung an Masken gewöhnt zu haben. Auch andere Krankheitserreger konnten so sicherlich in den vergangenen Monaten erfolgreich zurückgehalten werden. Ob Flug- oder Bahnreise, Aufenthalt in öffentlichen geschlossenen Räumen: Ein Mund-Nasen-Schutz wird uns noch ein wenig begleiten, vor allem in Hinblick auf die anstehenden Herbst- und Wintermonate. So erklärt auch die Bundesregierung, dass „im öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften […] die Verpflichtung [besteht], eine medizinische Maske zu tragen“. Darüber hinaus gelten für geimpfte und genesene Personen, wie für alle anderen auch, Hygiene- und Abstandsregelungen zu beachten.

Für die Fahrt mit einem Reisebus gibt die Bundesregierung an, sich beim jeweiligen Anbieter darüber zu informieren, ob die geplante Fahrt stattfinden kann sowie über die geltenden Hygienemaßnahmen. Aus den Coronaschutzverordnungen der Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen geht hervor, dass auch für touristische Busreisen die 3G-Regel gilt und während der Fahrt ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss.

Ob zukünftig die 3G-Regel auch im innerdeutschen Bahn- und Flugverkehr Einzug hält, wird derzeit noch diskutiert. Bei Auslandsflügen besteht diese Pflicht bereits. In Frankreich besteht derweil seit Anfang August die 3G-Regel für die Inanspruchnahme öffentlicher Verkehrsmittel.

Impfung: Weg frei für unbeschwerten Urlaub

Der sicherste Weg, um unkompliziert und ohne großen Aufwand an kulturellen Veranstaltungen jeglicher Art partizipieren zu können, ist demnach wohl die Impfung. Auch, um auf Reisen die Dinge tun zu können, die man sich vorgestellt hat. Zumal ab dem 11. Oktober Bürgerinnen und Bürger die Kosten für einen Schnelltest selbst bezahlen müssen. Außer jene, die nicht geimpft werden können. Die Regelungen der einzelnen Bundesländer sowie ausländischen Staaten sollten dabei aber stets im Blick behalten werden.

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