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Aufgepasst! : Teure Mitgliedschaft: Kreditkarte ohne Schufa als Lockmittel

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Eine Kreditkarte bekommt man in der Regel nicht sofort. Oft wollen die Anbieter erst die Bonität der Kunden prüfen. Wenn sie darauf verzichten, ist Vorsicht angebracht. Denn eine Kreditkarte ohne Bonitätsprüfung kann am Ende teuer werden.

Manche Angebote klingen zu gut, um wahr zu sein: Ein Unternehmen wirbt derzeit im Internet mit einer Kreditkarte ohne Schufa. Darauf macht das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Sachsen aufmerksam.

Die Werbung erweckt bei Verbrauchern den Eindruck, dass sie sowohl die Kreditkarte als auch den Kredit ohne Bonitätsprüfung erhalten können. Allerdings geht es dem Anbieter offenbar in erster Linie darum, Kunden in eine Clubmitgliedschaft zu locken und ihnen weitere Verträge zu verkaufen.

Die Kosten für eine Mitgliedschaft setzen sich aus der Aufnahmegebühr von 98 Euro, der ersten Jahresgebühr für die Prepaid-Kreditkarte von 49,90 Euro und einer Nachnahmegebühr von 2 Euro zusammen. Nach Zahlung des Gesamtbetrages von 149,90 Euro per Nachnahme, erhält der Verbraucher die Clubzugangsdaten und einem Code für die Bestellung der Kreditkarte und den Sofortkredit.

Darüber hinaus stellt der Anbieter den Clubmitgliedern ein Portal für Kreditvergleiche zur Verfügung und bietet einen Service zur Überprüfung der Bonität an. Wer diesen Service in Anspruch nehmen will, geht aber gleichzeitig einen weiteren Vertrag mit einer Laufzeit von zwei Jahren ein. Die Kosten dafür betragen insgesamt weitere 192 Euro und müssen im Voraus bezahlt werden. Die Kündigung muss spätestens drei Monate vor Ablauf des Vertrages ausgeübt werden, sonst verlängert sich dieser nochmals um zwölf Monate.

Generell gilt Vorsicht bei derartigen Angeboten, raten die Verbraucherschützer. Denn oft sind die Angebote überteuert. Einen Bonitätscheck können Verbraucher bei führenden Auskunfteien einmal im Jahr kostenlos durchführen lassen.

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erstellt am 29.Jun.2017 | 04:49 Uhr

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