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Finanzen : Ratenkredit statt Dispo - Konto überziehen kann teuer werden

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Teuer, teurer, Dispo: Wenn Verbraucher ihr Konto überziehen, langen Banken gerne zu. Viele Institute stellen ihren Kunden hohe Dispozinsen in Rechnung. Die gute Nachricht: Kunden haben Alternativen.

Das Konto zu überziehen, kann teuer werden. Bis zu 14,75 Prozent Zinsen verlangen manche Banken für den Dispokredit. Das hat eine Untersuchung der Stiftung Warentest für die Zeitschrift «Finanztest» (Heft 9/2013) ergeben. Die Tester verglichen die Konditionen von 1538 Banken und stießen auf große Unterschiede. Der günstigste Anbieter verlangte für den Dispo 4,2 Prozent. Der Durchschnitt lag bei 11,31 Prozent.

Vor allem kleinere Institute im ländlichen Raum verlangten oft hohe Zinsen für ein überzogenes Konto. Kunden sollten den Dispo daher nur im Notfall nutzen, empfiehlt Stiftung Warentest. Welche Alternativen Kunden haben:

Ratenkredit: Ein Ratenkredit ist oft wesentlich günstiger als der Dispokredit. Ist das Konto länger im Minus, kann es sich daher lohnen, umzuschulden. «Verbraucher können hier unter Umständen viel Geld sparen», sagt Stefanie Pallasch von der Stiftung Warentest. Laut der unabhängigen FMH-Finanzberatung in Frankfurt müssen Kunden für einen Ratenkredit über 5000 Euro derzeit zwischen 8,32 Prozent und 2,99 Prozent Zinsen zahlen (Stand: 19.08.13). Die Laufzeit beträgt in diesem Fall 36 Monate.

Abrufkredit: Bei einem Abrufkredit handelt es sich um ein Kreditkonto, das der Kunde bis zu einem bestimmten Betrag überziehen kann. «Er funktioniert in etwa so wie auch der Dispo», sagt Pallasch. Die Zinssätze liegen allerdings unter den Dispozinsen. Der Kunde kann den Kredit jederzeit wieder neu bis zum vereinbarten Rahmen in Anspruch nehmen. Abrufkredite gibt es für Beträge zwischen 300 und 50 000 Euro. Welchen Kreditrahmen der Kunde letztlich bekommen kann, hängt in jedem Fall von seiner Kreditwürdigkeit ab.

Wertpapierkredit: Eine weitere Möglichkeit haben Inhaber eines Depots - den Wertpapierkredit. Die Bank räumt ihren Kunden hierbei auf Antrag einen Kreditrahmen ein. Der Kunde kann davon so viel nutzen, wie er gerade braucht, ohne dabei zum Beispiel Anteile aus seinem Depot verkaufen zu müssen. «Zinsen werden nur für den in Anspruch genommenen Betrag fällig», erklärt Pallasch. Nach Angaben der Stiftung Warentest von März 2013 müssen Kunden hierbei mit Zinssätzen von durchschnittlich 5,5 Prozent rechnen. Wichtig zu wissen: Der Kreditrahmen ändert sich mit dem Wert der Fonds beziehungsweise Aktien. Fallen die Kurse, verringert sich auch der Kreditrahmen.

Konto wechseln: Wer sich über die hohen Dispozinsen ärgert, kann auch das Konto kündigen und zu einer anderen Bank wechseln. Laut FMH verlangen viele Banken weniger als 8,0 Prozent Zinsen für den Dispo. Das beste Angebot liegt hier derzeit bei 5,25 Prozent (Stand: 19.03.13). «Hier kommet es aber immer auf das Gesamtpaket an», erklärt Pallasch. Neben der Höhe des Dispozinses sollten Kunden unbedingt auf andere Kosten wie Kontoführungs- oder Überweisungsgebühren achten.

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erstellt am 20.Aug.2013 | 11:16 Uhr

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