zur Navigation springen

Verbraucher : Immobilienpreise in Großstädten steigen voraussichtlich weiter

vom

Die steigende Nachfrage nach Wohnraum in städtischen Ballungsgebieten treibt die Immobilienpreise immer weiter in die Höhe. Für Häuser und Wohnungen müssen Käufer 2014 voraussichtlich noch mal deutlich mehr bezahlen, erwarten Experten.

Wer seine Immobilie in einem begehrten Stadtgebiet jetzt veräußern möchte, darf sich zumeist freuen. «Es sind goldene Zeiten für Verkäufer», erklärt Dirk Scobel, Immobilienexperte von der Verbraucherzentrale Hamburg. «Die Preise für Immobilien befinden sich auf einem Rekordhoch.» Eine Ursache für die weiter steigenden Preise: In Großstädten wie Hamburg oder München konzentriere sich die Nachfrage auf beliebte Stadtteile.

Angefeuert wird die hohe Nachfrage durch niedrige Zinsen, die für Immobilienkredite verlangt werden. Sollte sich am Zinsniveau nichts ändern, ist für Scobel kein Ende der Entwicklung in Sicht. Käufer sollten sich dennoch nicht von Maklern unter Zeitdruck setzen lassen - auch wenn in Bundesländern wie Schleswig-Holstein und Berlin zum 1. Januar 2014 die Notargebühren für Immobilienkäufer steigen werden. Ebenso geplant: eine Erhöhung der Grunderwerbssteuer. Diese soll in Berlin zum Jahreswechsel um ein Prozent steigen.

Neben diesen «Kaufnebenkosten» sollten Immobilienkäufer unbedingt eine Reserve von 3000 bis 5000 Euro einplanen, um die Kosten für anfallenden Reparaturen am Haus zahlen zu können, rät die Verbraucherzentrale Hamburg. Diese Kosten werden bei Kauf von Immobilen oft vergessen. Die Finanzierung müsse für 10 bis 15 Jahre im Voraus geplant werden und auch Faktoren wie einen eventuellen Wechsel des Arbeitsplatzes berücksichtigen.

Während die Preise in Großstädten auf Rekordniveau klettern, bleiben viele Verkäufer in ländlichen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern oder Nordhessen auf ihren Immobilien sitzen. «Wenn Infrastruktur und Arbeitgeber in der Region fehlen, finden sich kaum Käufer», warnt Scobel.

zur Startseite

von
erstellt am 22.Okt.2013 | 16:16 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen