Russland-Beziehungen : Im Gespräch bleiben

Chef der Staatskanzlei reist nach Moskau

shz.de von
31. Mai 2018, 20:45 Uhr

Der Chef der Schweriner Staatskanzlei, Reinhard Meyer (SPD), will in den nächsten Tagen Gespräche in Moskau führen. Geplant seien ein Treffen mit Vertretern des Deutsch- Russischen Forums sowie Gespräche im Energieministerium und im Ministerium für Industrie und Handel, teilte ein Regierungssprecher gestern in Schwerin mit. Neben der Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit soll die Reise auch der Vorbereitung des Russlandtages im Oktober in Rostock dienen.

Außerdem will Meyer am Donnerstag die Ausstellung „Auf dem Weg in die digitale Transformation“ eröffnen. Zu sehen seien Gemälde, Skulpturen und Installationen von russischen und deutschen Künstlern, die zeigten, wie sie die Digitalisierung erleben. Die Abreise nach Moskau war für gestern Abend geplant. Am Freitag soll Meyer zurückkehren.

Die Russische Föderation ist trotz der Sanktionen einer der wichtigsten Handelspartner für Mecklenburg-Vorpommern. Mit einem Anteil von rund zehn Prozent am Außenhandel liege Russland auf Platz drei der wichtigsten Wirtschaftspartner. Im Seeverkehr entfielen ebenfalls rund zehn Prozent des Güterumschlags auf Russland.

Meyer betonte die Wichtigkeit des Dialogs. „Auch wenn wir gelegentlich unterschiedliche Auffassungen haben: Unser Land möchte dazu beitragen, dass wir weiter im Gespräch bleiben und zusammenarbeiten.“ Aus diesem Grund habe sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bereit erklärt, den deutschen Vorsitz der Deutsch-Russischen Freundschaftsgruppe von Bundesrat und Russischem Föderationsrat zu übernehmen.

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