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Hohe Zinsen auf Steuernachforderungen nicht akzeptieren

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Berlin (dpa/tmn) - Bei Steuernachzahlungen erhebt der Fiskus viel höhere Zinsen als es der Verbraucher bei Geldanlagen oder Krediten gewöhnt ist. Dagegen wird derzeit geklagt. Betroffene können sich darauf berufen und auf eine künftige Änderung des Zinssatzes hoffen.

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erstellt am 26.Mai.2013 | 05:33 Uhr

Berlin (dpa/tmn) - Bei Steuernachzahlungen erhebt der Fiskus viel höhere Zinsen als es der Verbraucher bei Geldanlagen oder Krediten gewöhnt ist. Dagegen wird derzeit geklagt. Betroffene können sich darauf berufen und auf eine künftige Änderung des Zinssatzes hoffen.

Steuerzahler müssen auf Nachforderungen vom Finanzamt Zinsen zahlen. «Dabei wird ein Zinssatz von sechs Prozent pro Jahr erhoben», erklärt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler. Dies gilt selbst dann, wenn den Steuerzahler gar keine Schuld an der verspäteten Steuerfestsetzung trifft. «Da dieser Zins am Markt schon lange nicht mehr erzielt werden kann, ärgern sich viele Steuerzahler über diesen hohen Zinssatz», sagt Käding.

Bislang hat der Bundesfinanzhof den Zinssatz zwar bestätigt (Az.: I R 80/10). Mittlerweile ist aber erneut Klage gegen die sogenannte Vollverzinsung vor dem Finanzgericht Düsseldorf eingelegt worden (Az.: 12 K 2497/12 AO). «In Fällen, in denen es zu einer Steuernachforderung mit Verzinsung gekommen ist, sollten Betroffene rechtzeitig Einspruch gegen die Zinsfestsetzung einlegen und das Ruhen des Verfahrens beantragen», rät Käding. Zur Begründung sollte das Verfahren beim Finanzgericht Düsseldorf genannt werden. Zwar werden die Zinsen dann zunächst trotzdem fällig, der Steuerbescheid kann gegebenenfalls aber später noch geändert werden.

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