Grünes Rezept : Für Arzneimittelabgabe benötigen Steuerzahler einen Nachweis

Damit das Finanzamt den Abzug der Arzneikosten akzeptiert, sollten Steuerzahler ihrer Steuererklärung ein grünes oder rosafarbenes Rezept beifügen. dpa
Damit das Finanzamt den Abzug der Arzneikosten akzeptiert, sollten Steuerzahler ihrer Steuererklärung ein grünes oder rosafarbenes Rezept beifügen. dpa

Ausgaben für Medikamente können in vielen Fällen von der Steuer abgesetzt werden. Doch welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit das Finanzamt die Kosten als außergewöhnliche Belastung anerkennt?

shz.de von
08. Juni 2018, 13:31 Uhr

Patienten können die Ausgaben für Medikamente bei Vorliegen bestimmter Bedingungen von der Steuer absetzen. Das Finanzamt erkennt die Kosten als Außergewöhnliche Belastungen an, wenn die individuelle Belastungsgrenze überschritten wurde.

Diese ist abhängig von Einkommen, Familienstand und Kinderzahl des Betroffenen. Abgesetzt werden können die gesetzlichen Zuzahlungen bis zehn Euro pro rezeptpflichtigem Medikament ebenso wie die Kosten für die Selbstmedikation zum Beispiel mit Allergiemitteln, erklärt der Deutsche Apothekerverband. Neben dem Zahlungsbeleg muss im Zweifel auch die medizinische Notwendigkeit nachgewiesen werden.

Bei den gesetzlichen Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente ist ein rosafarbenes Rezept bereits die Voraussetzung für eine Arzneimittelabgabe. In der Selbstmedikation kann diesen Nachweis ein grünes Rezept erbringen, welches der Arzt für ein nicht von der Krankenkasse übernommenes Arzneimittel ausgestellt hat.

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