Stiftung Warentest : Flexible Immobilienkredite passen sich Lebenssituation an

Die getesteten Kredite mit flexiblen Tilgungsrechten sind nicht oder nur geringfügig teurer als Angebote mit starrer Rückzahlung.
Die getesteten Kredite mit flexiblen Tilgungsrechten sind nicht oder nur geringfügig teurer als Angebote mit starrer Rückzahlung.

Die Stiftung Warentest hat flexible Immobilienkredite unter die Lupe genommen. Im Ergebnis schneiden die mit variablen Raten und Sondertilgungsrechten ausgestatteten Angebote gut ab. Verbraucher sollten aber auf ein paar Dinge achten.

shz.de von
21. August 2018, 10:54 Uhr

Immobilienkredite mit variablen Raten und Sondertilgungsrechten sind sinnvoll und erschwinglich. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach einer Analyse von entsprechenden Angeboten.

So kosten die Tilgungswahlrechte nichts oder nur wenig. Bei vielen Banken seien jährliche Sondertilgungen bis zu fünf Prozent der Kreditsumme und eine variable Tilgung von zwei bis fünf Prozent im Standard-Zinssatz enthalten, berichtet die Zeitschrift «Finanztest» (Ausgabe 9/2018). Die Kredite an sich waren nicht oder nur geringfügig teurer als Angebote mit starrer Rückzahlung.

Die Flexibilität lässt sich in vielen Situationen nutzen: Etwa für die Einzahlung von Prämien oder Weihnachtsgeldern sowie für das Baukindergeld. Aber auch für Zeiten mit geringerem Einkommen wie durch Elternzeit oder bei Selbstständigkeit eignen sich die Angebote.

Allerdings sollte man bedenken, dass die Banken oft eine Mindestsumme pro Sondertilgung verlangen. Und die Anzahl der Ratenwechsel sei oft begrenzt - und das mit teils großen Unterschieden bei den Angeboten. Manches Institut lässt den Wechsel beispielsweise nur zweimal innerhalb der Kreditbindung zu, andere einmal pro Jahr.

Wiederum andere Banken haben keine Begrenzung, verlangen dafür aber Gebühren ab einer bestimmten Anzahl. Die Warentester raten außerdem, die flexiblen Tilgungsrechte im Kreditvertrag präzise beschreiben zu lassen.

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