Steuern : Bundesfinanzhof: Nachlassregelung steuerlich abziehbar

Der Bundesfinanzhof gab der Klägerin Recht: Sie darf die Kosten für die Regelung der Erbschaft nun in voller Höhe als Anschaffungsnebenkosten geltend machen.
Der Bundesfinanzhof gab der Klägerin Recht: Sie darf die Kosten für die Regelung der Erbschaft nun in voller Höhe als Anschaffungsnebenkosten geltend machen.

Wer eine Erbschaft zu regeln hat, dem entstehen mitunter auch Kosten. Können diese steuerlich geltend gemacht werden? Darüber hatte jetzt der Bundesfinanzhof zu entscheiden.

shz.de von
18. September 2013, 13:16 Uhr

Kosten für die Regelung einer Erbschaft können steuerlich abziehbar sein. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat einer Klägerin Recht gegeben, die zusammen mit ihrem Bruder mehrere Grundstücke und Häuser von ihren Eltern geerbt hatte. Den Nachlass teilten sie auf, die Klägerin erhielt vermietete Wohnhäuser. Die Notar- und Grundbuchkosten machte sie bei den Mieteinkünften geltend. Das Finanzamt lehnte dies ab, da Kosten bei einem kostenlosen Erwerb generell nicht abziehbar seien.

«Dies entsprach der langjährigen, durch ein Schreiben des Bundesministers der Finanzen geregelten Rechtspraxis», erklärte der Bundesfinanzhof - gab aber der Klägerin trotzdem Recht: Die Kosten dienten dem Erwerb des Alleineigentums an dem Vermietungsobjekt. Sie seien deshalb wie bei einem Kauf in voller Höhe als Anschaffungsnebenkosten abziehbar, heißt es in dem am Mittwoch (18. September) in München veröffentlichten BFH-Urteil.

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