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Das Prinzip Glück : Sieben Alltagstipps zum Glücklichsein

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Psychologin Felicitas Heyne weiß, wie das Leben einfacher wird.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2017 | 01:00 Uhr

Einmal Glück und Erfolg, bitte. Ganz schnell. Doch so einfach funktioniert das Prinzip Glück nicht. Aber es gibt Tipps, wie das Glücklichsein im Alltag leichter von der Hand geht und länger anhält. Eine Checkliste von Felicitas Heyne.

1. Mache das, was du gern und mit Leidenschaft tust!

Berufliche oder private Aktivitäten, die uns das Gefühl vermitteln, dass wir ganz in ihnen versinken und aufgehen, erzeugen einen so genannten „Flow“ in uns - und der macht glücklich. Er entsteht durch eine optimale Auslastung des Gehirns. Flow bedeutet, dass wir völlig in einer Tätigkeit aufgehen und in ihr versinken, während alles andere nebensächlich wird. Viele Menschen erleben das Glück des Flow auch in ihren Hobbys wie dem Musizieren. Und ganz besonders Glückliche finden den Flow in ihrer Arbeit.

Foto: Pixabay
 

2. Beweg dich regelmäßig!

Bewegung ist ein ganz wichtiger Glückslieferant. Das lässt sich sogar wissenschaftlich belegen, denn Bewegung wirkt sich direkt auf das Gehirn aus, indem es das Wachstum und sogar die Neubildung von Neuronen fördert. Das hat der kalifornische Neurowissenschaftler Gage festgestellt, indem er Ratten und Mäuse mit und ohne Laufrad auf ihre Lernfähigkeit hin testete. Diejenigen unter ihnen, die regelmäßig in ihren Laufrädern unterwegs waren, schnitten später bei Gedächtnistests viel besser ab. Als Gage die Tiere später obduzierte, stellte er fest, dass die sportlichen Nagetiere sehr viel mehr Neuronenwachstum aufwiesen als die faulen.

Foto: Fotolia
 

3. Hilf anderen!

Anderen zu helfen, macht auch uns selbst glücklicher und zufriedener. Ehrenamtliches Engagement kann sich sogar auf die Lebenserwartung positiv auswirken! Schon in den 90er Jahren wiesen Forscher der Universität Michigan in einer Studie an über tausend Personen nach, dass Personen, die sich freiwillig in irgendeiner Form für andere Menschen engagierten, sich besonders glücklich und wohl fühlten.

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4. Lerne das Unvorhersehbare schätzen!

Der amerikanische Psychologe Richard Wiseman begann damit, zu untersuchen, was Menschen, die sich selbst als Glückspilze bezeichneten, von Menschen unterscheidet, die sich selbst als Pechvögel einstuften.

1. Menschen, die mehr Glück zu haben scheinen als andere, sind in der Regel besonders geschickt darin, günstige Gelegenheiten zu erkennen und zu nutzen.

 2. Vom Glück scheinbar Begünstigte sind meist Menschen, die über eine sehr gute Intuition und ein sicheres Bauchgefühl verfügen.

3. Erwarte Gutes, dann wird dir auch Gutes widerfahren. Eine grundsätzlich positive Lebenseinstellung ist eine Art Motor, der wiederum positive Erlebnisse produzieren kann.

4. Glückliche Menschen wechseln leichter die Perspektive, wenn ihnen etwas vermeintlich Unangenehmes widerfährt.

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5. Lächle und lache bei jeder Gelegenheit!

Lachen hat so viele positive Effekte auf Körper und Seele, dass manche Therapien mittlerweile sogar gezielt mit „grundlosem“ Lachen gegen Krankheiten und Depressionen vorgehen. In dem Augenblick, in dem du zu lächeln oder zu lachen beginnst, passiert in deinem Körper eine ganze Menge Positives: dein Immunsystem wird gestärkt, der Sauerstoffgehalt in deinem Blut steigt an, der Gehalt an Stresshormonen in deinem Blut dagegen sinkt ab.

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6. Sei dankbar!

Sich immer wieder bewusst zu machen, wofür man in seinem Leben alles dankbar sein kann, erhöht die persönliche Zufriedenheit messbar und drastisch. Im Jahr 2002 führten Mike McCullough und Robert Emmons eine Studie durch, in der sie ihre Versuchspersonen in drei Gruppen aufteilten. Alle mussten zwei Wochen lang Glückstagebuch führen, entweder gezielt über Ereignisse, für die sie dankbar waren, über ihren ganz normalen Alltagskram oder über Lebensereignisse allgemein. Die Werte der Dankbarkeitsgruppe zum Thema Glück und Zufriedenheit waren nach diesen zwei Wochen erheblich höher als zuvor!

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7. Achte auf deine Körperhaltung!

In einem Experiment wurde Versuchspersonen vorgegaukelt, sie nähmen an einer Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Muskelreaktion und Hautleitfähigkeit teil. Sie wurden dazu angehalten, eine bestimmte Körperhaltung einzunehmen — die Hälfte der Teilnehmer saß gekrümmt, die andere Hälfte aufrecht. Anschließend legte man den Versuchspersonen einen Test vor, der vermeintlich Ergebnisse zum räumlichen Denken liefern sollte und aus komplizierten, allesamt unlösbaren Puzzleaufgaben bestand. Die Gruppe, die vorher gekrümmt sitzen musste, gab sehr viel früher auf als die Gruppe, die aufrecht gesessen hatte. Vermutlich deshalb, so die Forscher, weil sie zuvor durch ihre Körperhaltung unbewusst auf Themen wie Depression, Aufgeben und Mutlosigkeit „programmiert“ worden war.

Foto: Fotolia
   

 

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