Anzeige : Woher kommt gutes Fleisch? Vier Fleischer über artgerechte und regionale Haltung

Fleischer Bernd Carstensen begutachtet regelmäßig die Lebensbedingungen der Rinder und Schweine bei seinen Züchtern.

Fleischer Bernd Carstensen begutachtet regelmäßig die Lebensbedingungen der Rinder und Schweine bei seinen Züchtern.

Die Herkunft von Fleischwaren ist oft schwer nachvollziehbar – ein Grund für den Einkauf im Fleischerfachgeschäft.

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19. August 2021, 00:01 Uhr

Flensburg/Kreis Schleswig-Flensburg | Regionales Obst und Gemüse bekommt man als Kunde heutzutage in zahlreichen Lebensmittelgeschäften – selbst in den Discountern prangt immer auf immer mehr Waren das firmeneigene Regionalitäts-Siegel. Bei Fleischwaren jedoch sieht das anders aus – die Lieferketten in diesem Bereich nachzuvollziehen, fällt hier häufig schwer und ist meist nur mithilfe einer auf der Verpackung angegebenen Identifikationsnummer und anschließender Recherche im Internet möglich. Gerade wenn Fleisch von der Schlachtung über die Zerlegung und weitere Veredelung bis hin zur Verpackung an verschiedenen Standorten verarbeitet wird, ist die Herkunft für den Endverbraucher kaum zu durchblicken. Einer von vielen Gründen, beim Fleischer des Vertrauens einzukaufen, bei dem man sich genau über die Herkunft und die einzelnen Schritte der Verarbeitung der Fleischwaren informieren kann. Vier Top-Adressen aus Flensburg und Umgebung hierfür sind die Fleischereien Clausen aus Flensburg-Engelsby, Bruhn aus Niesgrau, Lassen aus Ahneby und Carstensen aus Tarp.

Kleinere Viehbestände und kurze Transportwege sind den vier starken Fleischerfachgeschäften im Norden wichtig und tragen zur Qualität des Fleisches bei.
AdobeStock/C. Schüßler

Kleinere Viehbestände und kurze Transportwege sind den vier starken Fleischerfachgeschäften im Norden wichtig und tragen zur Qualität des Fleisches bei.

Die Fleischereifachgeschäfte sind weit über die Grenzen ihrer jeweiligen Ortschaften hinaus bekannt für die Qualität ihrer Ware. Und dies nicht erst seit gestern: Die Fleischerei Carstensen etwa eröffnete bereits im Jahr 1955, damals noch am Standort Jerrishoe, der Nachbargemeinde von Tarp, in der bis heute das betriebseigene Schlachthaus seinen Standort hat. Der Flensburger Fleischer Clausen feiert dieses Jahr sein 80-jähriges Bestehen. Die Fleischereien Bruhn und Lassen sind sogar bereits in jeweils fünfter Generation in Familienbesitz und somit seit über 100 Jahren nicht aus Niesgrau und Ahneby wegzudenken. In einer Zeit, in der alte Handwerkstraditionen immer mehr dem Massenkonsum weichen müssen, sind langjährige Erfolgsgeschichten wie diese nicht mehr alltäglich, deswegen haben wir nachgefragt: Warum vertrauen die Konsumenten diesen Fleischern bereits seit Jahrzehnten?

Uns ist nicht nur die Beziehung zu unseren Kunden wichtig, sondern auch die zu den Züchtern. Bernd Carstensen, Fleischer aus Tarp

Daher fährt er auch regelmäßig zu den Höfen, um sich ein Bild von den Lebensbedingungen der Tiere zu machen und sucht eigenhändig die Tiere für die Schlachtung aus. Gerade sein Schweinefleisch kommt häufig von privaten Haltern, die nur wenig Vieh haben und auch einen hohen Wert auf gute Lebensbedingungen für die Tiere legen. Die Schweine und Rinder, deren Fleisch man hier erstehen kann, kommen aus einem Umkreis von etwa 25 Kilometern rund um Tarp. Ähnlich bei Bruhns in Niesgrau: Das Fleisch, das hier verkauft wird, kommt ausschließlich von Tieren, die ihr Leben auf Weiden in Angeln verbracht haben. Auch Thies Lassen aus Ahneby schlachtet und verarbeitet in seinem Betrieb Rinder und Schweine aus der nächsten Umgebung.

Kleinere Viehbestände sind entscheidend für das Tierwohl, denn sie tragen zu mehr Bewegungsfreiheit für das einzelne Tier bei. Ebenso ist die regionale Beschaffung ein Pluspunkt in Sachen Tierwohl, denn kurze Transportwege von der Weide zum Schlachthof sorgen für weniger Stress beim Tier – was sich auch auf die Qualität des Fleisches auswirkt: Das in Stresssituationen freigesetzte Adrenalin sorgt für eine Übersäuerung des Fleisches, diese Qualitätsminderungen können sogar dazu führen, dass Teile des Tieres nicht mehr verwertet werden können. Außerdem zieht die Übersäuerung des Fleisches auch eine verringerte Haltbarkeit nach sich.

Frisch ist frisch: Schinken und Wurst schmecken besonders gut, wenn sie für jeden Kunden extra aufgeschnitten werden.
Lorenz

Frisch ist frisch: Schinken und Wurst schmecken besonders gut, wenn sie für jeden Kunden eigens aufgeschnitten werden.

Es gibt also viele Gründe, zu regionalem Fleisch zu greifen – und das bekommt man beim Fleischer um die Ecke garantiert.

Kontakt

Hier geht's zur gemeinsamen Website der vier starken Fleischerfachgeschäfte im Norden.

Fleischer Lassen aus Ahneby A. Lassen & Sohn Landschlachterei GmbH
Osterstr. 4
24996 Ahneby
Telefon: 04637/350
E-Mail: info@lassenahneby.de
Fleischer Carstensen aus Tarp Fleischerei Carstensen
Dorfstr.  7
24963 Tarp
Telefon: 04638/451
E-Mail: carstensen-tarp@t-online.de
Fleischer Bruhn aus Niesgrau Landschlachterei Bruhn
Röhrmooser Weg 1
24395 Niesgrau
Telefon: 04632/329
E-Mail: buero@schlachterei-bruhn.de
Fleischer Clausen aus Flensburg-Engelsby Fleischereifachgeschäft Jacob Clausen GmbH
Engeĺsbyer Straße 53
24937 Flensburg
Telefon: 0461/63259
Email: info@fleischerei-clausen.de

Nicht nur die Herkunft, sondern auch die Verarbeitung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität von Fleisch- und Wurstwaren – lesen Sie demnächst hier auf shz.de mehr über das Traditionshandwerk Fleischerei.

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