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Anzeige : Weißes Gold aus Kiel - zu Besuch in einer Porzellan-Manufaktur

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In Ihrem Laden formt, brennt, bemalt und stempelt Daniela Abendroth Geschirr, Vasen und Deko aus Porzellan.

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2017 | 04:12 Uhr

In den Räumen einer ehemaligen Bäckerei in Kiel geht es emsig zu: Zwischen Werkbank, Skalpell und Modellen wird hier nicht etwa operiert, sondern geformt: Daniela Abendroth ist mittendrin in ihrem Element, dem Herstellen handgefertigten Porzellans. Ihre Werke fertigt sie in Kleinserien an.

Mit dem Porzellan kam die gebürtige Berlinerin während ihres Produktdesign-Studiums in Wismar in Berührung. Eine Porzellanarbeit von ihr erhielt den Lilienthal-Designförderpreis, gleichzeitig wurde sie für den Nachwuchspreis des Designpreises der Bunderepublik Deutschland nominiert. Mit dem „Master of Arts“ in der Tasche gründet die Designerin ihre Marke Abendroth-Porzellan, um 2012 ihre Werkstatt in Kiel zu eröffnen. Das Geschäft folgte ein Jahr später.

<p>Man sieht es ihr an, wie stolz sie auf ihren Laden ist: Daniela Abendroth</p>

Man sieht es ihr an, wie stolz sie auf ihren Laden ist: Daniela Abendroth

Foto: abendroth porzellan
 

Porzellan war ursprünglich der Name einer Meeresschnecke mit weiß glänzender, porzellanartiger Schale. Als „Weißes Gold“ bekannt ist ein durch Brennen hergestelltes, feinkeramisches Erzeugnis mit weißen, porenfreien und dünnschichtigen Scherben. So beschreiben Nachschlagewerke das, was aus Kaolin, Quarz und Feldspat unter Brennen entsteht.

Daniela Abendroth macht in ihrem kleinen Laden vom Entwurf bis zum Vertrieb alles selbst. Die Herstellung ihres Porzellans ist aufwendig und besteht im Wesentlichen aus drei großen Schritten:

  1. Nach der Zeichnung erstellt sie ein Gipsmodell, das sie mit Schellack lackiert. Die daraus entstandene Gussform befüllt sie mit der flüssigen Rohmasse. Die Gipsform entzieht der Masse Feuchtigkeit, an der Wand der Form härtet die Masse dann aus. Beim Trocknen schrumpft die Masse und löst sich aus der Form.
     
  2. Bevor das Werkstück aushärtet, wird es geputzt, um die restlichen Gussnähte zu entfernen. Mit dem Skalpell und dem Bohrer schneidet und bohrt Daniela Abendroth freihändig florale Muster in die Windlichter und Lampen. Der erste Brand bei 920 Grad entzieht die restliche Feuchtigkeit - Becher, Tasse und Vase verlieren bis 15 % an Größe. Jetzt kann glasiert werden.
     
  3. Ein abschließender Brand bei 1260 Grad im Elektro-Ofen bildet den Abschluss. Daniela Abendroth arbeitet mit Weichporzellan, das bei niedrigeren Temperaturen als das Hartporzellan gebrannt wird, dessen Wände dünner und feiner sind. Farben, die der Masse beigesetzt sind bleiben erhalten und verbrennen nicht. Daniela Abendroths Unikate spielen oft mit zwei Farben und der Oberflächenstruktur, denn nach der Glasur schimmert die Oberfläche hochglänzend.
<p>Mit Blick für das Detail hat Daniela Abendroth ihren Laden in Kiel eingerichtet.</p>

Mit Blick für das Detail hat Daniela Abendroth ihren Laden in Kiel eingerichtet.

Foto: abendroth porzellan

abendroth-porzellan ist nur einer von zahlreichen Anbietern, der im Onlineshop „Lieblingswelt“ zu finden ist. Seit dem 1. November 2017 ist mit der E-Commerce-Plattform lieblingswelt.de das erste digitale Gemeinschaftsprojekt von NOZ MEDIEN und mh:n MEDIEN online. Das sorgfältig zusammengestellte Sortiment bietet Kunden eine besondere Mischung aus hochwertigen Produkten etablierter Marken sowie Produkte ausgewählter Manufakturen.

<p>Vom Anfang bis zum Ende wird in der Porzellan-Manufaktur alles händisch hergestellt.</p>

Vom Anfang bis zum Ende wird in der Porzellan-Manufaktur alles händisch hergestellt.

Foto: abendroth porzellan
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