Grillen im Park : Verdreckte Parks und Grünflächen: Wer am meisten Müll zurücklässt

Vermüllte Grünflächen sind im Sommer allgegenwärtig. 21- bis 31-Jährige gelten als die größten Sünder.

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19. Mai 2018, 05:29 Uhr

Zu bequem, zu faul oder einfach gleichgültig - das sind die Gründe, warum manche Menschen ihren Müll im Park und in Grünanlagen liegen lassen. Obwohl die meisten Abfallbehälter in Laufnähe sind, sind alte Getränkeflaschen, dreckige Einweggrills oder Plastikverpackungen von Chips und Eis am Stiel allgegenwärtig. Für diese Vermüllung gibt es sogar einen Namen: „Littering“ heißt es, wenn Abfall im öffentlichen Raum bewusst oder unbewusst liegengelassen oder achtlos hingeworfen wird.

Die Humboldt-Universität Berlin forschte von 2005 bis 2017 zu genau diesem Thema und befragte dafür mehr als 5.000 Menschen aus den Großstädten Berlin, Frankfurt am Main, Köln und Hamburg. In Fragebögen, Interviews und psychologischen Experimenten wurden die Probanden zu ihren Einstellungen und Motiven befragt.

Mülltüten, Handschuhe und Pieker stehen in Wedel zur Verfügung.
dpa (Symbolfoto)

Kein schöner Anblick. So manch dreister Parkbesucher lässt gerne mal seinen unansehnlichen Abfall zurück.

 

Dabei zeigte sich, dass vor allem junge Erwachsene im Alter von 21 bis 30 Jahren zu den größten Umweltsündern gehören. An zweiter Stelle stehen Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren, gefolgt von älteren Erwachsenen über 50 Jahre. Viele Großstädter stören sich an dem herumliegenden Müll in ihrer Umgebung, wobei Einmal-Verpackungen, die man nach ihrem Gebrauch entsorgen kann, offenbar ein großes Problem sind, informiert der Verband Kommunaler Unternehmen.

Zum Vergleich: Noch vor zehn Jahren spielten Einwegbecher und Mitnahme-Snacks aus Gastronomie und Einzelhandel in der Wahrnehmung von Müll im öffentlichen Raum kaum eine Rolle (sechs Prozent). Im Jahr 2016 nahmen sie mit 20 Prozent nach Zigarettenkippen (35 Prozent) bereits den höchsten Anteil ein.

Was man gegen die Vermüllung tun kann

Wer die fett markierte Zwischenüberschrift liest, dem sollte sofort ein Gedanken kommen: Gegen Müll im Park hilft eines am besten - den Müll im passenden Eimer oder Container entsorgen. Oder noch besser: Das Essen und die Getränke schon zu Hause zubereiten, in eigenen Verpackungen verstauen und diese wieder mit nach Hause nehmen. Aber auch Restaurants, Verpackungshersteller und Imbisse können etwas tun. Denn auch eine Reduzierung des Verpackungsmülls, der Einweg-Behälter sowie ökologischere Verpackungen sind wichtige Ansätze.

(Mit Material der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung)

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