Gesperrt und vergessen : Überraschung beim Geldabheben - Wenn der Geldautomat die Karte frisst

<p>Immer wieder kommt es vor, dass man beim Geldabheben vergisst, die Scheine aus dem Fach zu nehmen. Dabei ist hier Eile gefordert: Nach 20 bis 30 Sekunden schließt sich das Geldfach in der Regel wieder. </p>

Immer wieder kommt es vor, dass man beim Geldabheben vergisst, die Scheine aus dem Fach zu nehmen. Dabei ist hier Eile gefordert: Nach 20 bis 30 Sekunden schließt sich das Geldfach in der Regel wieder.

Plötzlich ist der Schreck da: Wird die Geldkarte vom Automaten eingezogen oder das Geld im Scheinfach vergessen, sollte schnell gehandelt werden.

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04. Juli 2018, 03:58 Uhr

Mittlerweile findet ein deutscher Erwachsener im Schnitt alle zwölf Tage den Weg zum Geldautomaten, um das Portemonnaie mit Bargeld zu füllen. Bei den 58.000 Geldautomaten, die in der Bundesrepublik stehen, sind nicht selten kleine Dramen vor den Maschinen zu beobachten: Menschen vergessen ihre Geldscheine im Ausgabefach oder ihre Karte im Schlitz und registrieren den Verlust zu spät - wenn sich die Klappe wieder geschlossen hat, oder die Karte eingezogen wurde. Ärgerlich ist es auch, wenn die EC-Karte bereits direkt nach dem Reinstecken einbehalten wird und man verzweifelt und bargeldlos vor dem Automaten steht. Sollte das Geldabheben wie in diesen Fällen mal nicht ganz reibungslos verlaufen, gilt in erster Linie: Ruhe bewahren!

Karteneinzug durch falsche PIN

Wird die Karte eingezogen, ist das ein Zeichen dafür, dass sie gesperrt ist. Die Ursachen hierfür sind unterschiedlich: In den meisten Fällen hat der Kunde sie selbst sperren lassen, weil sie verloren oder verlegt wurde und dann aber doch wieder aufgetaucht ist. Gesperrt wird eine Karte aber natürlich auch dann, wenn die PIN (englische Abkürzung für „personal identification number“) zu häufig falsch eingegeben wurde. Grund für das Einziehen kann auch eine abgelaufene Karte sein, wenn man vergessen hat, die neue ins Portemonnaie zu stecken. In diesen Fällen sollte immer sofort das jeweilige Bankinstitut informiert werden, empfiehlt der Bundesverband Deutscher Banken.

<p>Sollte das vergessene Geld von einer anderen Person eingesteckt werden, ist es ratsam, die Polizei zu kontaktieren. Denn vergessenes Geld einfach einzustecken ist strafbar.</p>
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Sollte das vergessene Geld von einer anderen Person eingesteckt werden, ist es ratsam, die Polizei zu kontaktieren. Denn vergessenes Geld einfach einzustecken ist strafbar.

 

Die Bank unmittelbar kontaktieren

Ratsam ist es außerdem, am Geldautomaten immer voll bei der Sache zu sein. Denn zu schnell ist man durch eingehende Nachrichten auf dem Smartphone oder durch die Begleitung abgelenkt und dann ist die Überraschung groß, wenn sich die Klappe des Geldscheinfachs wieder geschlossen hat. Die Kunden haben hier allerdings Glück im Unglück: Geldautomaten protokollieren jeden Vorgang und gleichen ihre Bargeldmenge mit den Buchungen ab. Daher kann dem Kunden der Betrag in der Regel automatisch wieder gutgeschrieben werden. Und auch bei der Geldkarte sollte beachtet werden, dass diese nach einer gewissen Zeit aus Sicherheitsgründen wieder eingezogen wird, wenn sie nicht rechtzeitig entnommen wird. Wenn die Filiale der Bank gerade geöffnet ist, kann man sich dann direkt am Schalter melden, um das Problem zu klären. Ansonsten sollte man mit der eigenen Bank direkt Kontakt aufnehmen. 

Richtiges Verhalten auf einen Blick:

  • Bei Unregelmäßigkeiten am Automaten sofort die Bank kontaktieren
  • Im Falle eines Kartenverlusts: Karte sofort sperren lassen. Sperrnotruf: +49 116 116 (kostenfrei)
  • Kontoauszüge regelmäßig prüfen

(Mit Material von Bundesverband deutscher Banken e.V.)

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