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Modenschauen in Husum : Mit Video: Top Models 2016 feiern Premiere auf dem Laufsteg

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Zehn Frauen und drei Männer jenseits der 45, mit Lust am Leben und an Mode, präsentierten sich am Freitag in Husum.

Es war eine ausgesprochen gelungene Modenschau im Hause CJ Schmidt – und eine Show mit unerwarteten Überraschungen, denn die Top Models 2016 liefen nicht nur zum ersten Mal bei einer großen Modenschau über den Laufsteg, sie zeigten zum Teil auch ganz andere Qualitäten. So eröffnete Viola Preuß die erste der drei ausverkauften Modenschauen am Freitagabend mit einer kleinen musikalischen Einlage, während Bernd Paulsen das Finalbild am Ende gesanglich begleitete. Als „16. Kandidat“ zählte er zwar nicht offiziell zu den Top Models, machte deren Auftritt in großer Robe mit seiner gefühlvollen Darbietung von „Wonderful World“ aber zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Doch zurück zum Anfang: Während Husums Mode-Chef Peter Cohrs gemeinsam mit sh:z-Redakteurin Anja Werner die Zuschauer im Modehaus CJ Schmidt herzlich willkommen hieß und sich wünschte, „dass der Saal bebt, wenn unsere Models gleich auf den Laufsteg kommen“, standen die zehn Frauen und drei Männer fürchterlich aufgeregt hinter der Bühne und fächelten sich gegenseitig Luft zu. Visagisten liefen mit Puderquasten von einem zum anderen und versprühten großzügig Haarspray. Vor allem bei den Damen gingen Stoßgebete zum Himmel („Bitte, bitte, lass mich nur nicht stolpern“) und besorgte Blicke hinunter zu den Nylons: Laufmaschen so kurz vor dem großen Auftritt wären eine Katastrophe, schließlich saßen die Zuschauer unmittelbar am Laufsteg und würden jedes Problem sofort erkennen.

Doch diese Sorge war ebenso unbegründet wie die Angst vor Patzern in der sorgfältig einstudierten Choreographie: Alles lief glatt und das Publikum belohnte die gezeigten Bilder durchweg mit Applaus.

Neben den 15 neuen Top-Models liefen auch zwei bekannte Gesichter aus dem Vorjahr mit: Ilka Hansen und Silke Plambeck übernahmen den Part der „großen Größen“, denn die fehlten in diesem neunten Jahrgang komplett. Markus Tirok, der die Schau gekonnt moderierte, wies deshalb besonders darauf hin, dass sich die Jury im nächsten Jahr auch auf mutige Bewerberinnen jenseits der Größe 44/46 freuen würde. Gemeinsam mit den beiden Vorjahressiegerinnen zeigten die Top-Models des Jahres 2016 eine Stunde lang viele schöne und tragbare Stücke. Den Anfang machte die frische Seaside-Mode in Farb-Kombinationen, die so gut zu Husum passen wie die Sonne zum Frühling. Auf maritime Streifen-Shirts, Jeans und Jacken in Blau, Weiß und Rot folgten federleichte Daunen- und Funktionsjacken in zarten Bonbonfarben. „Candy Colours – ganz süß, aber ohne Kalorien“ beschrieb Markus Tirok diese Bilder. Edle Weiß- und Grautöne erweckten ebenso die Aufmerksamkeit der Zuschauer wie elegante schwarze Kleider mit bunten Mustern, die laut Tirok „aus jeder Frau eine Lady machen“.

Sichtlich viel Freude hatten alle am Retro-Look der 70er Jahre mit Plateau-Sohlen, Schlaghosen und frechen Fransen und an der Feststellung „Frauen sollten viel mehr Hüte tragen“ – denn das, was zum Beispiel Elisabeth Hagopian auf dem Kopf trug, schmeichelte der hübschen 62-Jährigen ungemein. Sie strahlte in der kurzen Pause nach der ersten Schau ebenso übers ganze Gesicht wie ihre 47-jährige Mitstreiterin Imke Castenholz: „Es war unglaublich toll“, sagten beide immer wieder, froh darüber, dass die erste Aufregung überstanden war. Den anschließenden zweiten und dritten Lauf wollten sie „nur noch genießen und jede Sekunde auf dem Laufsteg auskosten.“

Auch die Organisatoren des Castings dürften Grund zur Freude haben, wenn ihnen zu Ohren kommt, was während der Schau im Publikum zu hören war – die Erkenntnis nämlich, dass die eigenen weiblichen Rundungen für viele Frauen plötzlich gar kein Problem mehr sind, weil ihnen an diesen „ganz normalen“ Models klar geworden ist: Egal ob kräftige Oberschenkel, etwas mehr Bauch oder eine starke Oberweite: Es kommt nur auf die richtige Verpackung an. Da CJ Schmidt für solche Zwecke ein „Personal Shopping“ anbietet, bei dem eine begleitende Beraterin des Hauses für jede Problemzone die richtige Antwort findet, nutzten viele Gäste anschließend die Gelegenheit, sich im Geschäft nach den neuen Kollektionen umzuschauen. „Geöffnet ist heute so lange Sie wollen“, lud Peter Cohrs zum ausgiebigen Latenight-Shopping ein.

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erstellt am 15.Apr.2016 | 19:17 Uhr

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