Startnummer 13 : Stefanie Gorka

Stefanie Gorka hat die Startnummer 13. Foto: Ruff
Stefanie Gorka hat die Startnummer 13. Foto: Ruff

Mit guter Haltung schritt die Mutter von drei Kindern über den Laufsteg. Sie reist gerne - nach Menorca - und gibt auch Lesen als Hobby an.

shz.de von
12. März 2012, 10:26 Uhr

Großenwiehe | Immer wieder sah Stefanie Gorka die Top-Ten-Models der vergangenen Jahre an sich vorbeiziehen. An jedem Wochenende der letzten Dekade bekam sie die Zeitung nach Hause geliefert, und immer sagte sie sich: "Dieser Wettbewerb ist genau das Richtige für mich, doch leider bin ich noch zu jung, um mich anzumelden." In diesem Jahr aber erfüllt die 46-jährige, in Hamburg geborene alleinerziehende Mutter von drei Kindern endlich die Voraussetzungen - und zwar nicht nur vom Alter her, das hat ihr Einzug unter die besten 36 schon bewiesen. "Ich habe überhaupt keine Erfahrung als Model", sagt Gorka.
An Mode sei sie aber schon interessiert - vor allem, seit eine befreundete Kosmetikerin sie beraten habe. Jetzt grübelt sie schon länger darüber, was denn das passende Outfit sei und welches Make-Up am besten damit kombiniert wird. Dieses Hobby teilt sie mit ihrer Tochter, die selbst ganz begeistert von Mode ist. Da sie oft gemeinsam einkaufen gehen, kennen sie die gegenseitigen Geschmäcker gut. Allzu viel Zeit dafür bleibt Gorka aber nicht, denn zwischen dem Beruf im Marketing-Bereich eines Unternehmens für erneuerbare Energien und ihren drei Kindern muss sie aufpassen, überhaupt noch Zeit für sich zu haben.
Arbeitskollegen "an den Rand des Wahnsinns gebracht"
Wenn ihr dies gelingt, setzt sie sich gern in den Garten und schneidet Skulpturen aus Speckstein. "Das geht aber nur im Sommer, wenn das Wetter mitspielt", sagt sie aus Erfahrung. Hauptsächlich fertigt sie Engelsfiguren. Mit Tieren hatte sie zwar begonnen, aber "dann sind die Engel einfach zu mir gekommen", beschreibt sie ihre Ideenfindung. Wenn das Wetter nicht so gut ist, malt sie auch gern und beschäftigt sich mit dem Steinlabyrinth im Garten, das sie kontinuierlich vergrößert und das schon einen Durchmesser von acht Metern aufweist.Auf einen Platz in den "Top Ten" spekuliert die Speckstein-Künstlerin mit der Startnummer 14 aber nicht. Insbesondere, weil sie nicht wisse, welche Strategien die anderen Teilnehmerinnen verfolgen, aber auch, weil sie keinen direkten Einfluss auf die Wähler hat. "Es kommt eben drauf an, was den Leuten gefällt", sagt Gorka. Sie selbst hat auf jeden Fall alle Räder in Bewegung gesetzt, und damit schon ihre Arbeitskollegen "an den Rand des Wahnsinns gebracht".
Ob die starke Unterstützung ihrer Freunde und Bekannten aber ausreicht, ist noch unklar. Selbstbewusst bleibt Stefanie Gorka aber dennoch: "Ich hätte ja nicht mitgemacht, wenn ich mir die ,Top Ten nicht zutrauen würde."

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