Anzeige: Umweltprojekt : Stadtwerke Kiel säen Bienenwiesen: Tausende Honigbienen gedeihen auf Gut Drült in Angeln

Imker Bernhard Gaebel aus Karschau betreut vier Bienenvölker, die auf Gut Drült in den Bienenwiesen leben.
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Imker Bernhard Gaebel aus Karschau betreut vier Bienenvölker, die auf Gut Drült in den Bienenwiesen leben.

Vier Bienenvölker leben in den Bienenwiesen auf Gut Drült in Stoltebüll. Das Projekt „Blühende Bienenwiesen“ wächst.

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11. September 2020, 00:01 Uhr

Stoltebüll | Es summt, brummt, zwitschert und hoppelt in den schleswig-holsteinischen Bienenwiesen. Für Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Tiere sorgen die Stadtwerke Kiel gemeinsam mit Landwirten mit dem Projekt „Blühende Bienenwiesen“, bei dem bienenfreundliche Pflanzen gesät werden. Nun ist mit Frederik Schack von Rumohr, Gutsherr auf dem Angelner Gut Drült in Stoltebüll und Unternehmer, ein weiterer Projektpartner hinzugekommen – und mit etwa 150.000 Honigbienen zahlreiche fleißige Bewohner für die Bienenwiesen des Gutslandes.

Familiengut mit langjähriger Tradition

Seit über 500 Jahren ist das Gut Drült in Familienbesitz, erzählt Frederik Schack von Rumohr. Vor drei Jahren erbte er den Betrieb von seinem Vater. Auf die gut zehn Hektar große Blühfläche zogen zwei Bienenvölker. Mittlerweile konnten diese von Imker Gaebel geteilt werden, sodass nun schon vier Völker durch die Blütenwiesen des Guts in Schleinähe summen. Eine Wohngemeinschaft, bei der die Mitbewohner Wildbienen sind, deren Leibspeise die Obstbäume des Guts sind, erzählt von Rumohr.

Wenn es den Tieren gutgeht, geht es auch den Menschen besser, ist sich Gutsherr Frederik Schack von Rumohr sicher.
Manuel Weber

Wenn es den Tieren gutgeht, geht es auch den Menschen besser, ist sich Gutsherr Frederik Schack von Rumohr sicher.

 

Mit dem Bienenwiesen-Projekt verbindet der Gutsherr wirtschaftlichen Nutzen mit Nachhaltigkeit:

Das Projekt soll dazu beitragen, ehemals konventionell bewirtschaftete Flächen auf eine nachhaltige und ökologische Landwirtschaft umzustellen. Frederik Schack von Rumohr, Unternehmer und Gutsherr des Guts Drült in Stoltebüll

Den idealen Weg dorthin will er mit verschiedenen nachhaltigen Projekten ausloten. Das Projekt „Blühende Bienenwiesen“ der Stadtwerke Kiel kam ihm dabei sehr gelegen – so fiel ihm schon früher auf, dass die Anzahl der Bienen in den letzten Jahren drastisch zurückging. Bienenwiesen nennt von Rumohr selbst aber „Bienenweiden“ und erklärt auch gleich, warum: „Das Wort weiden bedeutet ernähren und die Blüten sollen Bienen und andere Tiere ernähren – das passt also sehr gut.“

Ein produktiver Kreislauf

Nachdem die Bienen und Insekten im Laufe der Blüte von Pollen und Nektar zehren konnten, geben die Pflanzenreste dem Boden nach dem Verblühen Nährstoffe zurück, indem sie einfach untergepflügt werden, erklärt von Rumohr. Ein produktiver Kreislauf, bei dem für Bienenweiden-Paten das ein oder andere Glas Honig herauspringt. Auf seinem Hof realisiert der Unternehmer zudem seit einigen Jahren erfolgreich artgerechte Hühnerhaltung – die Tiere haben mehr Platz, Zeit und ökologisches Futter.

Wenn es den Tieren gutgeht, ist von Rumohr überzeugt, geht es den Menschen besser: Sie schützen die Umwelt, handeln moralischer und essen besseres Fleisch. Zum Thema Bienen ist ihm das berühmte Zitat Einsteins eine Mahnung:

Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. angeblich Albert Einstein, um 1949

Auch interessant: Blühende Bienenwiesen in Schleswig-Holstein: Landwirte über ihre Motivation für das Projekt

Bienen lieben es süß

Den Bienen auf Gut Drült geht es gut. „In unseren Bienenweiden wachsen eine ganze Reihe an unterschiedlichsten blühenden Pflanzen“, berichet Tanja Teuber, die auf dem Gut als studierte Gartenbauingenieurin für die Bepflanzung und Pflanzen-Pflege zuständig ist. „Hier wachsen zum Beispiel Buchweizen, Phacelia, Lein, Dill, Malve, Ringel- und Sonnenblume sowie verschiedene Kleesorten.“

Ob Huhn oder Honigbiene – an Nahrung gibt es für alle genug auf Gut Drült.
Manuel Weber

Ob Huhn oder Honigbiene – an Nahrung gibt es für alle genug auf Gut Drült.

Die violette Blüte Phacelia, die aufgrund ihres hohen Nektargehalts auch als „Imkerpflanze“ bezeichnet wird, besteht somit auch bei den Angelner Bienen hoch im Kurs. Reiner Phacelia-Honig ist genauso wie der Nektar eher dünnflüssig, erklärt Imker Gaebel. „Rührt man den Honig aber nicht regelmäßig, wird er steinhart!“ Den Bienen ist das natürlich egal – Hauptsache, der Nektar ist süß genug.

Zu den Wildbienen sind noch etwa 150.000 Honigbienen auf das Gut Drült gezogen.
Manuel Weber

Zu den Wildbienen sind noch etwa 150.000 Honigbienen auf das Gut Drült gezogen.

 

Seit 27 Jahren Imker

Der Imker Gaebel aus Karschau bei Kappeln sorgt für das Wohl der vier Bienenvölker auf Gut Drült. Seit 27 Jahren kümmert er sich um Bienen, teilweise hatte er 20 Völker gleichzeitig.

Vom Modefotografen zum Imker: Bernhard Gaebel setzt sich seit 27 Jahren für die Honigbiene und Artenvielfalt ein.
Manuel Weber

Vom Modefotografen zum Imker: Bernhard Gaebel setzt sich seit 27 Jahren für die Honigbiene und Artenvielfalt ein.

 

Geht es einem Bienenvolk gut, dann kann es sich auch ordentlich vergrößern: „Ist ein Bienenvolk stark und kräftig genug, dann kann man es teilen und zwei Völker daraus machen“, erklärt Gaebel. Und:

Eine gute Königin kann pro Tag zwischen 1500 und 2000 Eier legen, aus denen dann die Larven schlüpfen. Imker Gaebel aus Karschau
 

Alle drei Wochen schlüpfen dann neue Bienen. Wie viele Bienen zu einem Bienenvolk gehören, hängt unter anderem von der Jahreszeit und dem Nahrungsvorkommen ab. Zur Rapsblütenzeit kann ein Bienenvolk 60.000 bis 80.000 Bienen beherbergen. Der Imker schätzt, dass aktuell etwa 40.000 Tiere zu einem Bienenstock gehören – in der Summe schwirren auf Gut Drült also mindestens zwischen 150.000 und 160.000 Honigbienen umher, dazu kommen noch die Wildbienen und tausende weitere Insekten.

Chemische Spritzmittel wie Glyphosat sind dagegen sehr gefährlich für die pelzigen Tierchen und andere Tiere – das Pflanzengift schädigt und setzt ihnen stark zu. Dass tote Bienen vor ihren Kästen lagen, hat Imker Gaebel bereits erlebt. Ein trauriger Anblick, der ihn wütend macht. Im Gespräch macht er deutlich, wie sehr die Prozesse in der Natur zusammenarbeiten. Projekte wie das der Stadtwerke Kiel sind dabei ein guter und wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Auch interessant: Augenweide und Nahrungsquelle: So gut entwickeln sich die Bienenwiesen der Stadtwerke Kiel

Jeder kann etwas für die Biene tun

Um die Honigbiene aber vorm Aussterben zu retten, müssen alle an einem Strang ziehen. Auch Gartenbesitzer tragen eine Verantwortung. Mähroboter vernichten zum Beispiel radikal wichtige Blüten und Lebensraum. Und: Je kälter die Temperaturen werden, desto mehr Futter benötigen die Bienen.

Bei mir auf dem Grundstück blüht alles! Das ist nicht nur schön anzusehen, sondern hilft den Bienen enorm. Imker Gaebel aus Karschau
 

Dazu gehören zum Beispiel eine Buchenhecke, die im Frühjahr Nektar und Pollen für die Bienen bringt, und zahlreiche weitere Blüten. Im Knick sind außerdem Weiden, Kornelkirsche, Schlehen und Weißdorn zu finden, ergänzt Gaebel. „Auf meinem Land ist alles für die Bienen gedacht“, erzählt er. Rehe oder auch auch Singvögel wie Stieglitze und Distelfinken gehören ebenfalls zu den gern gesehenen Gästen. Der Imker rät: Vor dem Kauf informieren, welche Pflanze viel Nektar und Pollen bietet und möglichst dafür sorgen, dass die meiste Zeit des Jahres etwas blüht.

Den richtigen Strom beziehen und helfen

Mit dem Umweltfonds finanzieren die Stadtwerke Kiel landesweit Umweltschutzprojekte wie das Aussäen der „Blühenden Bienenwiesen“. Dabei fließen 0,6 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde aus dem Tarif StromNatur in den Umweltfonds. Und auch der Strom kommt vollständig aus der Region: Schleswig-Holsteinische Windkraftanlagen nutzen den Wind und wandeln ihn in Strom um.

Insekten, die ökologische Artenvielfalt und das Klima kann somit jeder schützen und stärken, der Strom aus dem Tarif StromNatur von den Stadtwerken Kiel bezieht. Frische Wechsler erhalten einen attraktiven Bonus. Für mehr Informationen geht es hier zum Tarifrechner der Stadtwerke Kiel.

Im Video sprechen Imker Thomas Harder und die kooperierenden Landwirte über das Projekt „Blühende Bienenwiesen“ der Stadtwerke Kiel als Baustein für ein Umweltbewusstsein und mehr Artenvielfalt:

Ein Projekt von:

Stadtwerke Kiel AG

Uhlenkrog 32
24113 Kiel

Telefon: 0800/247 1 247
Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr
E-Mail: email@stadtwerke-kiel.de

Hier geht es zur Website.
Hier geht es direkt zum Tarifrechner.

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