zur Navigation springen

Sommer im Glas : Obstsäfte selbst herstellen - so geht's

vom

Der Sommer verwöhnt uns mit einer Fülle von Früchten. Sie schmecken pur, als Kuchenbelag, werden zu Marmelade eingekocht und sind das Tüpfelchen auf so manchem Dessert. Eine weitere Möglichkeit ist das Entsaften.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2017 | 04:17 Uhr

Saft schmeckt, erfrischt und versorgt uns im Idealfall mit vielen gesunden Inhaltsstoffen. Wer ihn selber macht, weiß genau, was drin steckt und kann sich immer seine liebsten Kombinationen zusammenmischen. Ganz nach Geschmack und saisonalem Angebot kommen in den selbst gemachten Saft nur ausgewählte Zutaten.

Besonders wichtig bei der Herstellung von Saft sind Hygiene in der Küche und der Reifegrad der Früchte: Unreife Früchte haben weniger Aroma und Süße, so dass der Saft oft stark nachgesüßt werden muss. Überreife Früchte führen zu Fehlaromen und bergen die Gefahr von Fäulnis und Schimmel.

Eine Frage der Auswahl: Sind Pfirsiche und Aprikosen für den eigenen Saft noch unreif, sind sie meistens nicht süß genug. Überreife Früchte können dagegen faul sein. /dpa-tmn
Eine Frage der Auswahl: Sind Pfirsiche und Aprikosen für den eigenen Saft noch unreif, sind sie meistens nicht süß genug. Überreife Früchte können dagegen faul sein. /dpa-tmn Foto: Franziska Gabbert

 

Mit Pürierstab und Passiertuch ans Werk: Johannisbeer-Kirschsaft

Wenn die Früchte ausgewählt sind, geht es ans Entsaften. Vor allem für weiche Früchte wie Beeren und sommerliches Steinobst, etwa Kirschen, Aprikosen und Pfirsiche, sind nicht viel mehr als ein Pürierstab und ein Passiertuch notwendig.
 

  • Für 1 Liter Johannisbeer-Kirsch-Saft benötigt man 1 Kilogramm schwarze Johannisbeeren und 700 Gramm Kirschen.
     
  • Die gewaschenen Früchte von den Stielen befreien, sorgfältig verlesen und entsteinen.
     
  • Dann die Früchte getrennt mit dem Pürierstab zu Mus verarbeiten. Die beiden Fruchtbreie auf je ein Passiertuch geben, das Tuch zu einem Sack formen und an der Öffnung immer enger zusammen drehen, so dass ein hoher Druck auf die Früchte entsteht und der Saft herausfließt.
     
  • Wenn keine Flüssigkeit mehr austritt, je nach Geschmack mit Traubenzucker süßen, und fertig ist ein wohlschmeckender Saft mit besonders viel Vitamin C. Härtere Früchte wie Äpfel oder Birnen werden statt mit dem Pürierstab mit einer Reibe zu Mus verarbeitet.

 

Wie macht man Saft haltbar?

Vor allem, wer größere Mengen an Früchten verarbeiten will, muss sich über eine längere Haltbarkeit Gedanken machen. Wer sich einen Vorrat bis zur nächsten Ernte anlegen möchte, muss Saft und Sirup einkochen, um schädliche Keime abzutöten.

Ratsam ist es, den Saft dafür zunächst in sterile Flaschen abzufüllen und diese stehend und unverschlossen im Wasserbad für etwa 20 Minuten bei 80 Grad Wassertemperatur zu erhitzen. Die Flaschen sollten dabei nicht randvoll sein. Nach dem Einkochen die Flaschen sofort verschließen und an einem kühlen Ort aufbewahren. Der Saft ist so mindestens ein Jahr haltbar. Die eingekochten Säfte bewahren den Geschmack des Sommers, haben aber den Nachteil, dass beim Erhitzen ein Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe zerstört wird.

Frische Säfte bewahren Vitamine und Nährstoffe

Frische, unerhitze Säfte haben den Vorteil, das Maximum an Vitaminen und Nährstoffen zu bewahren. Für diejenigen, die öfter Saft selbst herstellen, lohnt sich ggf. die Anschaffung eines Kaltentsafters, auch Slow Juicer genannt. Im Unterschied zum Zentrifugalentsafter wird Obst und Gemüse damit unter hohem Druck und mit minimaler Umdrehungszahl entsaftet. So wird weder Hitze erzeugt, noch viel Sauerstoff zugefügt. Außerdem lässt sich mit einem Kaltentsafter auch aus harten Früchten sowie Gemüse und Kräutern eine Menge Saft gewinnen. Ein kaltgepresster Saft sei dann etwa drei bis fünf Tage lang haltbar, wobei der Vitamingehalt stetig abnimmt.

Ideal für die Gesundheit ist deshalb der frisch gepresste Saft, sofort getrunken und mit etwas Öl gemischt. Denn mit ein paar Tropfen Öl kann der Körper beispielsweise das fettlösliche Vitamin A leichter aufnehmen - und keine Sorge: Ein paar Tropfen ändern auch kaum etwas am Geschmack.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert