Hype um Tiere : Lifestyle-Trends: Tschüß Einhorn, hallo Flamingo und Alpaka

Dazu gehört Mut: So mancher Hersteller hat Flamingos als lebensgroße Skulptur für den Wohnraum aktuell im Sortiment. /dpa-tmn
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Dazu gehört Mut: So mancher Hersteller hat Flamingos als lebensgroße Skulptur für den Wohnraum aktuell im Sortiment. /dpa-tmn

Einhörner sind auf dem absteigenden Ast. So mancher Fan des Fabelwesens hat sich längst sattgesehen und ist auf der Suche nach einem Nachfolge-Trend. Auf der Messe Ambiente deutet sich an: Flamingo und Alpaka liegen vorn.

shz.de von
13. Februar 2018, 05:02 Uhr

Es ist vorbei mit dem Einhorn. Noch nicht vollständig, aber das Ende vom Trend um das Farbelwesen deutet sich an. Bei der Konsumgütermesse „Ambiente“ in Frankfurt am Main, die noch bis zum Dienstag, den 13. Februar läuft, kann man sich ein Bild von den neuen Trendtieren machen, denn die Schau gilt als internationales Leittreffen der Branche. In diesem Jahr präsentieren sich laut Veranstalter mehr als 4.400 Aussteller aus 89 Ländern in Frankfurt. Hier werden Kleinmöbel, Dekorationen und modische Accessoires für das aktuelle Jahr gezeigt und von Händlern weltweit geordert. Kurzum: Was hier im Trend ist, könnte sich schon bald in den Läden türmen.

Party mit dem rosa Vogel: Vor allem bei den Dekorationen für Geburtstags- und Mottofeiern könnte der Flamingo dem Einhorn 2018 den Rang ablaufen. /dpa-tmn
Franziska Gabbert
Party mit dem rosa Vogel: Vor allem bei den Dekorationen für Geburtstags- und Mottofeiern könnte der Flamingo dem Einhorn 2018 den Rang ablaufen. /dpa-tmn
 

Bühne frei für den Flamingo

Das nächste große Trendtier dürfte der rosarote Flamingo sein. Der Wasservogel wurde bereits 2017 als heißer Kandidat für die Einhorn-Nachfolge gehandelt. Auf Konsumgütermessen spielt der Flamingo schon länger eine Rolle, konnte sich im Handel aber nicht gegen das Einhorn behaupten. Doch nun haben sich die Firmen auf den langsamen Umstieg zum Flamingo vorbereitet - und zeigen eine riesige Produktpalette: Mal wird der Flamingo abstrakt auf Postkarten dargestellt, mal als Comic auf Kissen und Handtaschen gedruckt oder sogar wirklichkeitsgetreu als lebensgroße Skulptur für den Wohnraum nachgebildet. Es gibt den Flamingo zum Beispiel als Sektglas, als Badeente oder als Partydekoration.

Fröhliche Dekoration für den Esstisch: Der Flamingo trägt einen Dessertbecher bei der italienischen Firma Cose Belle Cose Rare. /dpa-tmn
Franziska Gabbert
Fröhliche Dekoration für den Esstisch: Der Flamingo trägt einen Dessertbecher bei der italienischen Firma Cose Belle Cose Rare. /dpa-tmn
 

„Der Flamingo ist exotisch, und das steht für das Lebensgefühl von Miami bis in die Karibik“, sagt Ambiente-Leiterin Nicolette Naumann. Er spiegele eine Sehnsucht der Menschen nach Ferne und Wärme wider. Damit ist er nicht allein: Zur Südsee-Welle gehören gerade auch Ananas, Palmen und Melonen als beliebte Motive.

Auch das Alpaka mischt sich in den Vordergrund

Doch beim Flamingo soll es nicht bleiben, es deutet sich ein zweiter Trend oder bereits das Trendtier nach dem Flamingo an: Das Alpaka. Alpakas und Lama sind vermehrt auf der Messe zu finden. Zwar setzen in blanken Zahlen gesprochen noch relativ wenige Unternehmen auf das Tier, dafür aber die trendbewussten, wie etwa Firmen für Raumdekoration oder für Backbedarf.

Auf Kekse in Lamaform setzt die Firma für Backbedarf Städter mit diesem neuen Ausstecher. /dpa-tmn
Franziska Gabbert
Auf Kekse in Lamaform setzt die Firma für Backbedarf Städter mit diesem neuen Ausstecher. /dpa-tmn
 

Als Erklärung für den Hype werden zum Beispiel die großen Augen des Tieres angeführt. Hier greife das Kindchenschema, weshalb viele Menschen Lamas und Alpakas als niedlich empfinden.

Es ist rosa, es ist niedlich: Das Alpaka bringt alles mit, was das Einhorn bietet - und könnte das Trendtier nun ablösen. /dpa-tmn
Franziska Gabbert
Es ist rosa, es ist niedlich: Das Alpaka bringt alles mit, was das Einhorn bietet - und könnte das Trendtier nun ablösen. /dpa-tmn
 

Auf der „Ambiente“ fällt auf, dass Lamas und Alpakas bisher vornehmlich auf Kinderprodukten zu finden sind. So war es vor einigen Jahren aber auch bei Einhörnern, die bekanntermaßen mittlerweile eine große Produktpalette zieren. Nicolette Naumann erwartet darum eine ähnliche Enwicklung: „Klar ist, die Firmen suchen jetzt gerade stark nach dem neuen Trendtier - und sie werden das Thema bewerben“, prognostiziert sie.

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