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Aktion „Küchenlust“ : Traumküche ist vergeben

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Spannend und auf hohem Niveau verlief das Koch-Duell beim großen Finale unserer Küchenlust. Nach drei Stunden stand fest: Die Traumküche gewinnt Monika Samways aus Malente.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Schleswig | Erstmal einen Sekt. Zwei Stunden, bevor das große Finale unserer Küchenlust beginnt, zeigen sich die beiden Finalistinnen noch ganz locker. „Wir sind uns auf Anhieb sympathisch“, sagt Monika Schnoor aus Osterstedt bei Itzehoe. „Wir waren ganz schnell beim Du“, sagt Monika Samways aus Malente. Im hellen Scheinwerferlicht, neben einem großem, festlich geschmückten Tannenbaum im Saal des Ringhotels Waldschlösschen in Schleswig schnippeln und schneiden die beiden Lehrerinnen die Zutaten für ihr Menü in die erforderliche Form. Opern-Sängerin Sylvia Wieland – der kulturelle Genussbeitrag des Abends – singt ihre Sopranstimme in Form. Vor den geschlossenen Türen sind die Stimmen der ersten Gäste der Gala zu hören. Spätestens, als die Mitglieder die Jury den Saal betreten, wird den beiden Monikas bewusst, dass dieser Nikolausabend nur für eine von beiden schon zur großen Bescherung wird.

Landfrauenpräsidentin Marga Trede, Gitti Drolshagen aus der Geschäftsleitung von Förde-Küchen, Klaus-Peter Willhöft, Präsident des Schleswig-Holstein Gourmet-Festivals, Waldschlösschen-Küchenchef Matthias Baltz und sh:z-Redakteurin Anja Werner werden in drei Stunden entscheiden, wer eine Traumküche von Förde-Küchen im Wert von 10.000 Euro gewinnt. Bisher einte Monika Schnoor und Monika Samways die Gewissheit, den großen Sprung durch die Vorauswahl der Jury und das Voting unserer Leser ins Finale geschafft zu haben. Doch nun werden sie zu Konkurrentinnen. Die Türen öffnen sich, die mehr als 120 Gäste strömen zu ihren mit weißen Hussen überzogenen Plätzen an den runden, weihnachtlich geschmückten Tafeln. Das Duell beginnt, NDR-Moderator Jan Malte Andresen legt los: „Nun kommen Sie hierher, um mal nicht in der Küche zu stehen, und was sehen Sie – eine Küche!“ Oder besser gleich zwei Kochstellen, an denen die Finalistinnen nun die Menüs zubereiten, mit denen sie sich bei dem landesweiten Kochwettbewerb, den das Schleswig-Holstein-Journal zusammen mit Förde-Küchen ausrichtet, so erfolgreich präsentiert haben. Ein Film, der die Höhepunkte der Koch-Besuche bei den acht Kandidaten zeigt, die in die Zwischenrunde gewählt wurden, unterstreicht, gegen welch gute Konkurrenz sich die beiden Hobbyköchinnen durchgesetzt haben – und macht den Gala-Gästen den Mund wässrig. Während diese nun zum Vorspeisen-Büfett des Waldschlösschens strömen, tupft Monika Schnoor hauchdünne, kurz in Fett angebratene Zucchinistreifen mit Küchentuch ab. Die Pädagogin wickelt die Streifen um ihr aus rohem Fisch zubereitetes Lachstatar. Monika Samways stellt ihren Möhrenflan ins Wasserbad und schneidet frische Kresse für die dazugehörige leichte Sahnesoße.

Schon nach dem ersten Gang zum Büfett zieht es einige Gäste nach vorne an die Kochstellen. Viele Fragen – auch vom Moderator, der sich mit der schlagfertigen Monika Schnoor einige kecke Wortduelle liefert – und staunende Blicke begleiten die fixen, sicheren Handgriffe der Finalistinnen. Diese gewöhnen sich schneller an die Aufmerksamkeit als an die für beide neue Induktionstechnik der Kochstellen. Kaum sind die Teller für die Jury angerichtet, geht es weiter mit dem Hauptgang. In dessen Zubereitungszeit fällt der zweite von drei mitreißenden Auftritten von Sylvia Wieland. Professionell singt und erzählt die langjährige Solistin des Landestheaters gegen die Arbeitsgeräusche von Nudelmaschine und Stabmixer an. Viele schöne, humorvolle und hintergründige Texte und Lieder rund um das Thema „Essen und Trinken“ hat die Flensburgerin mit nach Schleswig gebracht. Am Jurytisch zeigt sich Sylvia Wieland angetan vom kulinarischen Können der Finalistinnen. Auch die Gäste, die Kostproben von Monika Schnoors Lammfilet mit Raukebandnudeln und Schokosoße mit Kirschen oder von Monika Samways Hähnchen-Involtini mit Fenchel-Möhrengemüse ergattern, geraten ins Schwärmen. Eine der ersten Proben ist für Anika Kammer aus Kappeln bestimmt, die vor einem Jahr die Traumküche gewann. „Ich genieße den heutigen Abend und drücke beiden Frauen die Daumen“, sagt sie dem Moderator.

Die Jury macht sich fleißig Notizen. Nachdem auch noch die Desserts – die Zimt-Grießknödel mit Pflaumenkompott sowie die süßen Kürbisspalten mit Walnüssen verkostet sind, zieht sich das Gremium zur Beratung zurück. Unendliche Minuten für die Finalistinnen vergehen. „Gleich bleibt mir die Luft weg“, sagt Monika Schnoor. Bevor es dazu kommt, verkündet Jan Malte Andresen, dass die Traumküche an Monika Samways geht. Die Zweitplatzierte freut sich nach kurzer Enttäuschung über einen Galaabend für zwei Personen beim Gourmet-Festival mit dem Zwei-Sterne-Koch Wolfgang Becker.

„Entschieden haben Kleinigkeiten“, sagt Marga Trede. „Eine sehr gute Leistung von beiden“, findet Matthias Baltz. „Ein schöner Wettbewerb mit einem tollen Finale“, lobt Klaus-Peter Willhöft. Große Erleichterung und ein paar leise Freudentränchen bei der Siegerin. „Dieser Preis kommt genau zur rechten Zeit“, sagt Monika Samways, „im nächsten Jahr ziehen wir ins eigene Haus und brauchen dafür eine neue Küche.“
 

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