zur Navigation springen

Küchenlust 2015 : Das Finale in Glücksburg: Michael Sierk ist Hobbykoch des Jahres in SH

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Michael Sierk heißt Schleswig-Holsteins Hobbykoch des Jahres. Beim Finale bot auch Christiane Danielsen Höchstleistungen am Herd. Den Gästen der Gala wurden ein spannendes Koch-Duell, beste Kulinarik und Musik geboten.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 17:22 Uhr

Glücksburg | Mit verdammt coolen Finalisten beginnt das hochwertigste Finale, das eine Küchenlust jemals hervorgebracht hat. Vier Stunden und einem genussreichen Abend später steht fest, das Michael Sierk aus Itzehoe den Kochwettbewerb, den unsere Zeitung zusammen mit dem Unternehmen Förde-Küchen ausrichtet, für sich entschieden hat. Der 51-jährige Polizist ist damit Schleswig-Holsteins amtierender „Hobbykoch des Jahres“ und Gewinner einer Traumküche von Förde-Küchen im Wert von 10  000 Euro. Gefeiert wurde die spannende Live-Kochshow in diesem Jahr im Vitalhotel „Alter Meierhof“ in Glücksburg.

„In das Finale dieses Wettbewerbes kommen nur Kandidaten, die Küchenlust versprühen“, sagt sh:z-Verlagsleiterin Britta Pilz zur Begrüßung der Gäste. Lust aus Leben, auf Genuss und das Verarbeiten hochwertiger Lebensmittel – die haben die beiden Hobbyköche, die unsere Leser und die Küchenlust-Jury ins Finale gewählt haben, reichlich – und das strahlen sie auch aus.

„Was machst du gerade?“, fragt Moderatorin Karin Henningsen Christiane Danielsen aus Achterwehr. „Schweine-Popcorn“, antwortet diese ganz ruhig. Noch ein kleiner Clou, mit dem sie ihre Vorspeise – ein Rote Bete Tabouléh – weiter aufwerten möchte. Michael Sierk bereitet mit Seelenruhe erstmal einen Käse-Probierteller für die Gäste der Koch-Gala zu. Dann macht er sich an sein Lachstatar – zum Teil aus rohem Fisch in Sushi-Qualität.

Der Käseteller lockt denn auch schon früh die ersten Zuschauer an die Koch-Bühne mit Bosch-Geräten, die eigens für das Finale im Saal des Hotels aufgebaut wurde. Wie wird ein Baconchip knusprig?

Was steckt in dem Rösti drin? Wie ist man überhaupt zum Kochen gekommen? Kann man mal dies oder jenes probieren? Viele Fragen und großen Interesse strahlt das Publikum der finalen Koch-Gala aus. Die beiden Finalisten antworten gerne, und haben auch reichlich Proben ihres Könnens.

Beeindruckt vom Geschmack zeigen sich alle Gäste an der Kochstation. Exzellent sind natürlich aus die kulinarischen Köstlichkeiten, die Meierhof-Küchenchef und Jury-Koch Dirk Luther für die Besucher des Finales bereitet hat – vom hausgeräucherten Stremellachs über Samtsuppe vom Knollensellerie und geschmorten Kalbsbäckchen bis hin zu auf der Zunge schmelzenden Dessert-Variationen.

Rinderfilet steht beim Hauptgang im Mittelpunkt

Von Beginn an beobachtet und begleitet Dirk Luther die Küchenlust, saß schon einige Male in der Jury. Nun ist sein direkt an der Flensburger Förde gelegenes Haus erstmals Gastgeber des Finales. „Dieser Wettbewerb ist im Land einmalig und fördert die Esskultur. Es ist eine Ehre, den Höhepunkt dieses Wettbewerbs ausrichten zu dürfen“, sagt der mit zwei Sternen ausgezeichnete Fernsehkoch.

Schon von den Vorgängen ist Dirk Luther beeindruckt: „Geschmacklich und optisch hervorragend!“ Auch die übrigen Jury-Mitglieder sind angetan. „Ein toller frischer Auftakt“, sagt Britta Pilz zum Lachstatar. „Zwei ganz unterschiedliche Gerichte, aber beide sehr gut“, befindet auch Gitti Drolshagen, Geschäftsleitung von Förde-Küchen.

Während die Gäste das Büfett erkunden, erhöht sich der Arbeitstakt in der Küche – die Intensivphase für die Zubereitung der Hauptgänge steht an. In beiden Fällen Rinderfilet, doch erneut ganz unterschiedlich zubereitet. Während Christiane Danielsen ihr Fleisch mit PakChoi und Teriyaki-Sauce asiatisch anrichtet, bringt Michael Sierk sein Filet mit Waldpilz-Risotto und einer über Tage reduzierten Jus auf den Teller.

Nachdem beide Hobbyköche ihre Teller der Jury serviert haben, steht fest: Heute wird die Entscheidung ganz schwer fallen, Nuancen werden über Sieg und zweiten Platz entscheiden. Auch nach dem Dessert fällt die Wahl nicht leichter, muss dann aber gegen 22.30 Uhr getroffen werden. Die Jury zieht sich dazu in die Bodega zurück.

Dirk Luther sitzt auch beim nächsten Mal in der Jury

Kurze Zeit später herrscht Spannung pur im Saal. Alle Augen richten sich gespannt auf die Bühne. „Ein so hochwertiges Finale habe ich noch nie erlebt, großer Respekt für die Leistung beider Köche“, betont Dirk Luther. Der Puls steigt bei den beiden spürbar. Schließlich verkündet Karin Henningsen den Sieger.

Freudentränen rinnen über die Wangen von Michael Sierk – der Vater von zwei Söhnen steht dazu. Emotionalität sei eben das, was Lebensqualität für ihn ausmache: „Das Leben ist so kurz. Deshalb ist es wichtig, möglichst jeden Tag mit allen Sinnen zu genießen – Kochen und gutes Essen spielen da für mich eine große Rolle.“

Das Schöne an diesem Finale: Auch die Zweitplatzierte freut sich ehrlich – mit dem Sieger und über ihren Preis, einen Tag mit Dirk Luther in der Küche, zu dem sie auch ihren Mann mitnehmen kann. „Mit meinem Mann macht das kulinarische Genießen am meisten Spaß“, sagt die lebensfrohe Köchin.

Beide Kandidaten sitzen noch lange mit an den Gästetischen, genießen die einfühlsamen Songs von Rasmus Hoffmeister, der dem Publikum einige schöne musikalische Zwischenzeiten beschert hat, und nach der Siegerehrung sogar ein paar wunderbare Weihnachtslieder singt. Eine vorzeitige Bescherung sind dieser Abend und seine Preise für die beide Finalisten auf jeden Fall. Auch Gastgeber Dirk Luther ist nach der Siegerehrung begeistert und kündigt an: „Ich bleibe der Küchenlust gerne auch im kommenden Jahr treu.“
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen