Anzeige : Hilfe für die Bienen: Stadtwerke Kiel lassen Schleswig-Holstein erblühen

Etwa 80 Prozent der Wild- und Nutzpflanzen werden von der Honigbiene bestäubt. Schmetterlinge, Hummeln, Fliegen und andere Insekten bestäuben den Rest.

Etwa 80 Prozent der Wild- und Nutzpflanzen werden von der Honigbiene bestäubt. Schmetterlinge, Hummeln, Fliegen und andere Insekten bestäuben den Rest.

Aus dem Umweltfonds finanzieren die Stadtwerke Kiel landesweit Umweltprojekte. Die ersten Bienenwiesen wurden im April gesät.

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18. Juni 2020, 00:00 Uhr

Kiel | Klein, aber oho: Die Honigbiene gilt nach Rind und Schwein als das drittwichtigste Nutztier in Deutschland. Bienen sorgen zusammen mit Hummeln, Fliegen, Schmetterlingen und anderen Insekten für eine ökologische Artenvielfalt sowie eine ertragreiche Ernte und sichern damit unsere Nahrungsgrundlage. Doch das bedrohliche Massensterben von Insekten hat in den letzten Jahren weiter zugenommen – dagegen gehen die Stadtwerke Kiel jetzt mit einem besonderen Projekt vor, denn schon Albert Einstein warnte einst:

Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr. Albert Einstein, 1949, publiziert in Zeitschrift „The Irish Beekeeper“ im Jahre 1966
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Unsplash/Guilherme Stecanella
 

Ein Blumenmeer für die Artenvielfalt

Um den fleißigen Insekten, von denen das Ökosystem so abhängig ist, den Lebensraum zurückzugeben, lassen die Stadtwerke Kiel Bienenwiesen an verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein entstehen, wovon auch Kleintiere und Singvögel profitieren. In enger Zusammenarbeit mit regionalen Landwirten und Landwirtinnen wird es so schon bald auf rund 10 Hektar Fläche mehrere bunte Wiesen voller Wildblumen geben.

Die erste Aussaat erfolgte bereits im April 2020 auf den ersten vier Hektar in Felde, direkt am Westensee, auf dem Land von Martin Engel. Folgen sollen dann noch viele weitere Wiesen, zum Beispiel in Kitzeberg, Schellhorn und Schwedeneck.

Dabei ist das Projekt eine Win-Win-Situation für alle: Ehemals intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen bieten mit ihrem mageren Nährstoffgehalt die ideale Grundlage für Wildblumen, Landwirtinnen und Landwirte können wegfallende Einnahmen von Maisflächen und anderen Monokulturen ausgleichen und sich damit bei der Natur revanchieren:

Das Projekt 'Blühende Bienenwiesen' ist eine tolle Chance für uns Landwirte, der Natur ein Stück zurückzugeben und dem Bienensterben entgegenzuwirken. Martin Engel, Landwirt und beteiligt am Projekt „Blühende Bienenwiesen“

Laut der Initiative „bee-careful“ bestäubt die Honigbiene knapp 80 Prozent der Nutz- und Wildpflanzen. Hummeln, Fliegen, andere Wildbienenarten, Schmetterlinge und andere Insekten erledigen die restlichen 20 Prozent der Bestäubungsarbeit.

Lebensraum schaffen, Natur stärken und dabei selbst profitieren

Mit dem Umweltfonds finanzieren die Stadtwerke Kiel landesweit Umweltschutzprojekte. Dabei fließen 0,6 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde aus dem Tarif StromNatur in den Umweltfonds und ermöglichen somit die Aussaat der Blühflächen. Der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Kiel AG, Frank Meier, sieht darin einen wichtigen Schritt in Richtung einer globalen Entwicklung:

Aus unserem Umweltfonds finanzieren wir landesweit Projekte, die sich dem Umweltschutz widmen. Und der muss regional beginnen, um am Ende global zu wirken. Frank Meier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Kiel AG

Wie praktisch, dass es im Norden manchmal so pustig ist, dass es den Schafen die Locken aus der Wolle zieht. Schleswig-Holsteinische Windkraftanlagen nutzen den Wind und wandeln ihn in Strom um. Somit kommt der gewonnene Strom des StromNatur-Tarifs der Stadtwerke Kiel komplett aus regionaler erneuerbarer Energie.

Weiterlesen: Blühende Bienenwiesen in Schleswig-Holstein: Landwirte über ihre Motivation für das Projekt

Insekten, die ökologische Artenvielfalt und das Klima kann somit jeder schützen und stärken, der Strom aus dem Tarif StromNatur von den Stadtwerken Kiel bezieht. Frische Wechsler erhalten zusätzlich einen Bonus. Für mehr Informationen geht es hier zum Tarifrechner der Stadtwerke Kiel. Natur schützen und Lebensraum schaffen:

Die ersten Blumen sprießen schon

Welche Blumenmischungen die Landwirte nutzen, entscheiden diese selbst. Die Mischungen bestehen aus bis zu 40 verschiedenen Blumenarten.

Landwirt Martin Engel aus Felde.
Manuel Weber

Landwirt Martin Engel aus Felde.

Landwirt Martin Engel aus Felde am Westensee brachte die Saat schon im April aufs Feld und hat jetzt zwar noch keine Blüten, aber schon deutliche Ergebnisse vorzuzeigen. Warme Temperaturen und ausreichend Regen lassen die Pflanzen in den nächsten Monaten weiter sprießen:

Die Blumenmischung von Landwirt Engel aus Felde sprießt.
Manuel Weber

Die Blumenmischung von Landwirt Engel aus Felde sprießt.

Auch Landwirt Jan-Heinrich Heckel aus Schellhorn ist bei dem Projekt dabei.

Landwirt Jan-Heinrich Heckel aus Schellhorn.
Manuel Weber

Landwirt Jan-Heinrich Heckel aus Schellhorn.

Auf seinem Land, direkt am Lanker See, sind bereits grüne Sprösslinge zu sehen:

Das Feld von Jan-Heinrich Heckel mit den ersten jungen Pflanzen.
Manuel Weber

Das Feld von Jan-Heinrich Heckel mit den ersten jungen Pflanzen.

 

Annette Hinz aus Heikendorf ist Hofbesitzerin und Landschaftsgärtnerin und wird ebenfalls in Zukunft für bunte Bienenwiesen sorgen. Tiere liegen ihr schon aus beruflichen Gründen am Herzen:

Landwirtin Annette Hinz aus Heikendorf.
Manuel Weber

Hofbesitzerin Annette Hinz aus Heikendorf.

Wer auch Landwirt ist und Interesse hat, vorhandene Flächen in blühende Flächen zu verwandeln, ist herzlich willkommen und kann sich hier bei den Stadtwerken Kiel melden.

Stadtwerke Kiel AG

Uhlenkrog 32
24113 Kiel

Telefon: 0800/247 1 247
Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr
E-Mail: email@stadtwerke-kiel.de

Hier geht es zur Website.
Hier geht es direkt zum Tarifrechner.

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