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Tipps vom Hausarzt : Grippe oder Erkältung: So werden Sie wieder gesund - oder gar nicht erst krank

vom
Aus der Onlineredaktion

Das nasskalte Winterwetter setzt vielen Deutschen zu und greift die Immunsysteme an. Wie man sich vor Erkrankungen schützen kann oder als Betroffener schnellstmöglich wieder gesund wird, verrät Dr. Thomas Maurer.

shz.de von
erstellt am 29.Jan.2016 | 05:15 Uhr

Ob am Arbeitsplatz im Büro oder im heimischen Wohnzimmer - es wird wieder gehustet, geschnieft und geschnäuzt, was das Zeug hält. Kein Zweifel, die Zeit der Wintererkrankungen mit Erkältung, Grippe & Co. ist zurück.

Doch soweit muss es nicht zwangsläufig kommen, denn mit einigen kleinen Maßnahmen im Alltag kann das Risiko einer Erkrankung gesenkt werden, sagt Dr. Thomas Maurer aus Leck, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Schleswig-Holstein. „Für die Vorbeugung sind ganz klassische Dinge wie viel Bewegung an der frischen Luft, eine ausgewogene und gesunde Ernährung sowie viel Schlaf zu empfehlen.“ Gerade die Bewegung an der frischen Luft sei im Winter sehr wichtig, damit Sonne an die Haut komme. „Dadurch produziert der Körper Vitamin D“, sagt Maurer.

Tipp: Freundlich lächeln statt Händeschütteln

Umgekehrt rät er davon ab, auf auf Experimente zu setzen und Industrieprodukte zu verwenden, denen angeblich heilende Wirkung zugesprochen wird. „Das bringt in der Regel nichts.“ Sinnvoller sei es stattdessen, auf Hygienemaßnahmen zu setzen. „So werden beispielsweise in unserer Arztpraxis die Türgriffe häufiger desinfiziert, um Übertragungen von Krankheitserregern auf diesem Wege zu vermeiden“, sagt Maurer. „Eine weitere Möglichkeit ist, seltener Hände zu schütteln, manchmal reicht auch ein freundliches Lächeln bei der Begrüßung.“

Zusätzlich könne man sich gegen Grippe impfen lassen. Doch weder eine Impfung noch die übrigen Ratschläge garantieren einen hundertprozentigen Schutz gegen die Krankheitserreger. „Jeder von uns begegnet in seinem Alltag Menschen, da ist immer eine Ansteckungsgefahr gegeben“, sagt er.

„Ärzte sind keine Wunderheiler“

Wer tatsächlich erkrankt, sollte sich vor allem schonen und sich erholen. Der Gang zum Arzt sei nicht unbedingt notwendig. „Erst, wenn sich jemand nicht mehr arbeitsfähig fühlt, sollte man einen Arzt aufsuchen“, sagt Maurer. „Dann erwarten viele Patienten jedoch eine Art Wunderheilung oder hoffen auf ein Geheimrezept des Arztes.“ Dies gebe es allerdings nicht, „sonst wäre das Geheimrezept auch nicht mehr geheim.“

Der Arzt könne feststellen, ob es sich um eine schwerwiegendere Erkrankung handele und gegebenenfalls Medikamente verschreiben. In der Regel kämen auch nur Patienten zum Arzt, die wirklich krank seien. „Das Vorurteil des deutschen Arbeitnehmers als Faulenzer, der sich bei jeder Kleinigkeit krankschreiben lässt, kann ich überhaupt nicht bestätigen“, betont Maurer.

Bei Erkältungen empfiehlt Maurer „Omas Hausrezept“: Heißen Zitronensaft und insgesamt viel trinken, damit sich der Schleim löst. „Und gegen Nasentropfen ist nichts einzuwenden, um eine freie Nase zu bekommen.“

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