Anzeige: Flensburger Fahr Rad Sommer : Eine Prämie für Viel(rad)fahrer

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Die Siebtklässler der Kurt-Tucholsky-Schule und die Fahrradstadt Flensburg bauen aus einem rostigen Fahrrad ein Kunstwerk.

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10. Juni 2021, 10:45 Uhr

Flensburg | „Richtig toll wären Radwege-Autobahnen. Dann könnte man vielleicht auch längere Strecken schaffen“, überlegt die 14-jährige Annemarie. Seit Anfang des Schuljahres sind die Themen Nachhaltigkeit und Flensburg als Fahrradstadt für 16 Schülerinnen und Schüler der Kurt-Tucholsky-Schule ein richtiges Lernfach. Vier Stunden in der Woche steht „Fit for Future“ auf dem Stundenplan der Siebtklässler. Da kam der bevorstehende erste Flensburger Fahr Rad Sommer gerade richtig und wurde von der Kursbeauftragten Mareike Bruhn gleich mit in den Lehrplan übernommen.

Für „Fit for Future“ haben sich die Teilnehmer/innen unter anderem auf den Weg durch Flensburgs Straßen gemacht und dabei besonders den Stadtteil ihrer Schule genauer unter die Lupe genommen. „Hier ist es morgens immer chaotisch. Fahrradfahrer, Autos und Fußgänger müssen sich die Wege teilen. Da geht es manchmal kreuz und quer“, weiß die 13-jährige Lotta. Gemeinsam wurden gefährliche und unübersichtliche Stellen gesucht und mit Handyfotos dokumentiert. „Ich finde, dass viele Verkehrsteilnehmer sehr rücksichtslos sind und denken, dass ihnen schon nichts passiert“, sieht auch Lana (13). Das gelte für Auto- wie für Radfahrer gleichermaßen. Sie wünscht sich mehr Respekt und ein netteres Miteinander. Annemarie wohnt in der kleinen Gemeinde Satrup. „Doch selbst da habe ich oft beim Fahrradfahren ein mulmiges Gefühl“, erzählt sie.

Auch das Zentrum Flensburg ist für die drei ein wichtiges Thema. „Vor allem an der ZOB-Kreuzung weiß keiner so genau, wie er fahren soll“ findet Lotta. Auch würde sie sich mehr Fahrradständer in der Stadt wünschen und weniger E-Scooter. „Die stehen überall im Weg und viele fahren viel zu schnell damit,“ ist man sich einig. Ganz oben auf der Liste steht ein besseres Beleuchtungskonzept für Flensburgs Straßen. „Besonders im Winter mag ich bestimmte Wege nicht mit dem Rad fahren, weil sie viel zu dunkel sind“, sagt Lotta. Viele kreative Ideen haben die Siebtklässler in den letzten Wochen zusammengetragen.

Beispielsweise wären sie für eine Prämie für fleißige Radfahrer. So könnte ein Chip am Fahrrad die gefahrenen Kilometer aufzeichnen und Punkte gesammelt werden, für die es zur Belohnung beispielsweise Einkaufsgutscheine oder Rabatte im Fahrradladen geben könnte. Auch eine App, die das Fahrrad mit GPS orten kann, wäre hilfreich.

Extra für den Flensburger Fahrrad Sommer haben die Schülerinnen und Schüler ein altes Fahrrad als Übungsobjekt geliefert bekommen. Mit bunten Post-its wurden sämtliche Einzelteile beschriftet und jetzt soll aus dem rostigen Exemplar ein Kunstwerk entstehen. „Vielleicht wickeln wir es in Wolle ein oder machen eine Lichterkette daraus“, überlegen Lotta, Lana und Annemarie. Das Ergebnis wird dann im Yachting Heritage Centre Robbe & Berking Museum während des Flensburger Fahrrad Sommer zu sehen sein.

Flensburger Fahr Rad Sommer: Sonderausstellung vom 12. Juni bis 22. September im Yachting Heritage Centre Robbe & Berking Museum, Am Industriehafen 5 in Flensburg. Eintritt 4 Euro, für Kinder bis 10 Jahren frei.
Weitere Informationen und noch mehr Programm: www.shz.de/fahrradsommer
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