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Ostern 2016 : Das Ei, ein Alleskönner an Ostern: Tipps rund um Lagerung und Haltbarkeit

vom
Aus der Onlineredaktion

Hühnereier haben an Ostern Hochkonjunktur - ob auf dem Frühstückstisch oder als Deko. Umso mehr gilt es dann auf die richtige Lagerung zu achten. Worauf dabei zu achten ist, haben wir für Sie zusammengefasst.

Ob ausgepustet und verziert als Deko im Garten, bunt bemalt auf dem Frühstückstisch oder gebacken im Hefezopf - Eier gehören zu den beliebtesten Speisen während der Osterfeiertage. Allerdings sollten Verbraucher im Umgang mit den Eiern einiges beachten, denn sie sind hochsensible Lebensmittel und können schnell verderben. Die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erklärt, wie Ostereier möglichst lange genießbar bleiben.

Eier sind länger haltbar bei richtiger Lagerung

Der Name ist Programm: Das Eierfach in der Kühlschranktür ist der ideale Aufbewahrungsort für Eier. Wichtig ist, dass sie gekühlt und getrennt von anderen Lebensmitteln gelagert werden. Der Grund: Eier können Gerüche von stark riechenden Lebensmitteln wie Zwiebeln annehmen, weil die Eischale luftdurchlässig ist.

Länger halten Eier, wenn sie mit dem spitzeren Ende nach unten aufbewahrt werden. Dann befinden sich der Dotter in der Mitte und die Luftkammer oben. Lagert das Ei andersherum, steigt die Luftblase mit der Zeit nach oben. Dann kann es passieren, dass sich die Eihaut ablöst und Keime eindringen. Man sollte ein Ei vor der Lagerung übrigens nicht waschen. Das könnte die natürliche Schutzschicht der Schale zerstören.

Eier auspusten: Eiweiß und Dotter aufbewahren

Wer beim Basteln für den Osterstrauch Eier auspustet, muss Eiweiß und Eigelb nicht wegwerfen. Sie lassen sich zwei bis drei Tage im Kühlschrank in einer abgedeckten Schüssel aufbewahren - oder sogar bei -18 Grad Celsius tiefkühlen. Dafür gibt man etwas Salz oder Zucker dazu. So hält ein Ei ohne Schale sechs bis zehn Monate. Eiweiß alleine kann man auch ohne Zucker oder Salz einfrieren und bis zu einem Jahr lang im Gefrierschrank lagern.

Auch bei Eiern wird ein Mindesthaltbarkeitsdatum ausgewiesen. Es endet 28 Tage nach dem Legedatum. Danach sollten die Eier nur noch zum Kochen oder Backen verwendet - also bei über 70 Grad Celsius - erhitzt werden.

Frisch oder faul? Ganz einfach herausfinden per Test

Ob rohe Eier frisch sind, kann man ganz einfach testen, etwa mit dem Schwimmtest: Das rohe Ei wird in ein Glas mit kaltem Wasser gelegt. Ist es frisch, bleibt es am Boden liegen. Ein älteres Ei richtet sich auf oder schwimmt oben. Denn aus Eiern verdunstet mit der Zeit Flüssigkeit durch die Schale – und es bleibt zunehmend Luft im Inneren zurück.

Der Dottertest: Dazu muss das Ei aufgeschlagen werden. Bei einem frischen Ei sind Dotter und umschließendes Eiweiß hoch gewölbt. Bei einem älteren ist das Eiklar dünnflüssig und fließt breit auseinander. Der Dotter sieht flacher aus.

Wer zweifelt, ob man ein Ei noch essen kann, macht den Sinnestest: Dazu wird das Ei hart gekocht oder durchgebraten, sodass der Dotter gerinnt. Dadurch sterben mögliche Keime wie Salmonellen. Danach testet man mit Augen, Nase und Geschmackssinn. Denn was gut aussieht, riecht und schmeckt, ist meist auch noch gut.

Hartgekochte Eier: Abschrecken mit kaltem Wasser ist unnötig

Wird ein Ei vor dem Kochen angepikt, schützt das nicht vor dem Platzen. Besser ist es, einfach Salz oder Essig ins Wasser zu geben. Beides bewirkt, dass das Eiweiß an der geplatzten Stelle sofort gerinnt und so die Bruchstelle verschließt.

Das Abschrecken sollte man sich bei hart gekochten Eiern übrigens sparen: Es vermindert die Haltbarkeit und macht das Pellen nicht einfacher. Denn ob sich ein Ei leicht schälen lässt, hängt vom Alter ab: Je frischer das Ei, desto schlechter geht die Schale ab. Ältere, hart gekochte Eier sind damit perfekt fürs Osternest. Abschrecken sollte man nur ein weich gekochtes Ei, das man gleich essen will. Das kalte Wasserbad stoppt den Garvorgang.

Grüner Rand ums Ei ist unbedenklich

Ostereier mit grünlichem Rand um den Dotter müssen nicht in den Abfall. Man kann sie unbesorgt essen. Der Rand bildet sich durch eine Reaktion zwischen dem Eisen im Eigelb und dem Schwefel im Eiweiß, wenn Eier über zehn Minuten kochen. An der Qualität des Eis ändert sich nichts.

Speisen mit rohen Eiern wie Tiramisu, Zabaione und Co. isst man am besten nur, wenn sie ganz frisch sind. Sonst droht eine Salmonelleninfektion. Solche Gerichte sollten immer gut gekühlt lagern und innerhalb eines Tages verbraucht werden. Eier mit einem Riss in der Schale sollte man übrigens nie roh verzehren, sondern sofort gut durcherhitzt essen.

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erstellt am 21.Mär.2016 | 00:15 Uhr

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