Sauna-Knigge : Dos & Don'ts: Wie man sich in der Sauna verhalten sollte - und wie nicht

In öffentlichen Saunen wird gemeinsam geschwitzt. Trotzdem heißt es auf der Bank: Abstand halten!
In öffentlichen Saunen wird gemeinsam geschwitzt. Trotzdem heißt es auf der Bank: Abstand halten!

Was unerfahrene Saunagäste wissen sollten, um nicht mit bösen Blicken bestraft zu werden.

shz.de von
25. November 2018, 15:02 Uhr

Die aus Finnland kommende „Schwitzbude“ ist für so manchen ein Ort zum Entspannen und besonders wenn es draußen kälter wird, tut ein Besuch in der Sauna gut. Worauf man dabei achten sollte:

Zehn Knigge-Regeln für die Sauna

  1. Tiktok, tiktok
    Das typische Saunieren gehört zu der Kategorie Spa, was bedeutet: Zeit lassen! Für einen entspannten Aufenthalt sollte man ruhig gute drei Stunden einplanen.
     
  2. „Ganz sutsche“
    Insbesondere als gelegentlicher Saunagänger sollte man es nicht übertreiben. Ein durchschnittliches Saunabad dauert acht bis zwölf Minuten, jedoch sollten 15 Minuten nie überschritten werden. Die Sanduhr in der Sauna gibt Orientierung. Außerdem sollte man den Schwitzgang nicht mehr als zwei bis drei Mal wiederholen.
     
  3. Sauber in die Sauna
    In dem finnischen Bad duscht man nicht nur nachdem man geschwitzt hat, sondern auch davor! Denn hier wird Hygiene groß geschrieben. Man sollte also am besten zwei Handtücher dabei haben, denn es wird auf keinen Fall direkt auf die Saunabank geschwitzt. Das eine Handtuch braucht man, um sich drauf zu setzten und das andere, um sich nach der Dusche abzutrocknen.
     
  4. Nackidei saunieren
    Ganz nach dem Motto „gleich und gleich gesellt sich gern“ ist Badekleidung in der Sauna nicht gerne gesehen, schließlich sind alle anderen auch nackt. Gegen ein Handtuch als Bedeckung um Brustkorb oder Hüfte ist jedoch nichts einzuwenden. Die Badelatschen sollten draußen bleiben.
     
  5. Tipps & Tricks
    Für Anfänger empfiehlt sich, erst einmal auf einer der unteren Bänke das Lager aufzuschlagen, denn warme Luft steigt bekanntlich nach oben und diese ist besonders heiß in der Sauna. Danach heißt es: hinlegen und entspannen! Vor Verlassen der Sauna wiederum empfiehlt es sich, sich zwei Minuten zuvor aufrecht hinzusetzen, um Schwindelanfälle zu vermeiden. Allgemein gilt: Fühlt man sich nicht wohl, sollte man die Sauna verlassen.
     
  6. Augen auf im Saunaverkehr
    Auch in der Sauna gilt es Rücksicht zu nehmen auf andere. Im Gegensatz zu der Sauna in Finnland sind Gespräche in deutschen Saunas nicht gerne gesehen. Zudem sollte man einen gewissen Abstand zum Saunanachbarn einhalten. Will man einen Aufguss mitmachen, sollte man beachten, dass man die Sauna während des Aufgusses nicht betritt oder verlässt.
     
  7. Nach heiß kommt kalt
    Um wirklich sicherzustellen, dass der Saunagang das Immunsystem stärkt und die gewollte gesundheitsfördernde Wirkung hat, unbedingt nach der heißen Sauna kalt abduschen. Viele Saunen haben einen Außenbereich – auch ein Gang an die frische Luft kann den gewünschten Effekt haben. Gegen ein warmes Fußbad nach der Abkühlung spricht jedoch nichts.
     
  8. Geruht wird anders
    Wenn man sich nach dem Saunagang einmal entspannen will, eigenen sich die Ruheräume. Am besten nimmt man den Bademantel mit, denn im Ruheraum wird es nicht gerne gesehen, wenn man nackt auf der Liege ist.
     
  9. Schon krank oder erkältet?
    Ein Saunagang kann vorbeugend der Gesundheit durchaus gut tun, jedoch nicht wenn man schon krank oder erkältet ist. Die extreme Hitze wäre eine zusätzliche Belastung für den Körper und man könnte andere Saunagäste anstecken. Also am besten zuhause bleiben und gesund werden, dann steht dem nächsten Saunagang nichts mehr im Wege.
     
  10. Alkohol ist tabu
    Grundsätzlich gilt, dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig ist an einem Saunatag. Alkohol gehört allerdings nicht dazu. Empfehlenswert ist mindestens 1 Liter Wasser, Tee oder Fruchtsaft. Dazu tut man dem Körper etwas Gutes, wenn man leichte Kost zu sich nimmt.


(Mit Material von dpa und natur therme Templin)

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