Lifestyle und Mode : Die aktuellen Wintertrends: Was im Kleiderschrank nicht fehlen sollte

Hahnentritt, Velour-Optik, Samt und Pailletten – der Modewinter wird mutig. Modeblogger Levin Lange über die It-Pieces.

shz.de von
14. Dezember 2017, 17:03 Uhr

Wer behauptet, der Winter sei immer nur grau und dunkel, der irrt - zumindest, was die Modewelt betrifft. Der 21-jährige Levin Lange aus Flensburg beschäftigt sich auf seinem Blog „Wearable“ und bei Instagram mit aktuellen Looks. Für shz.de verrät er in einem Gastbeitrag, was in der kalten Jahreszeit angesagt ist. Eine Übersicht:

Jetzt wird’s wild: Tiermuster und Fellapplikationen

In diesem Winter kommt kein gutsortierter Kleiderschrank ohne mit Leopardenmuster versehene Teile aus. Die Designer spielen mit verschiedenen Tierprints und bringen so die wilde Seite der Modewelt zum Ausdruck. Der Trend beginnt mit Plüschtiger-Rucksäcken und geht bis hin zu Mänteln und Schuhen. Obwohl Tierprints im vergangenen Winter lediglich auf Jacken und Mäntel beschränkt waren, sind die Fellimitationen nun in der ganzen Spannbreite präsent. Ob auf Seiden-, Samt und anderen Kunstpelzstoffen – dieses Muster ist ein absoluter Hingucker. Auch die Männerwelt kommt an diesem Trend nicht vorbei. Jacken und Mantel mit Fellapplikationen sowie die Shearling-Jacke sind das Pendant zum weiblichen Trend. Üblicherweise finden sich die Fellimitate hier am Kragen wieder und reichen vom schlichten Schwarz bis hin zu eingefärbten Rottönen.

 

Weich und glänzend: Samt ist zurück

Der Trend, der sich um den Stoff Samt dreht, hat zwar bereits im vergangenen Jahr sein großes Comeback gefeiert, doch kommt in diesem Winter noch größer zurück. Die Formel lautet: Samt-Allover. Ob bodenlange Samtkleider, Shirts mit Samt-Applikationen oder übergroße Mäntel aus Samt – Velour-Optik ist dieses Jahr total angesagt und aus der Modewelt nicht wegzudenken. Großer Pluspunkt dieses Trends ist zudem die wärmende Funktion des Stoffes. So lassen sich wetterfeste Looks mit toller und angesagter Optik verbinden.

<p>Samt ist derzeit angesagter denn je.</p>
Foto: imago/ UPI Photo

Samt ist derzeit angesagter denn je.

 

DER Trend der Saison: Hahnentritt und Karomuster

Ein zweites Revival erfährt das Hahnentritt-Muster, das bereits als Evergreen der Mode gilt. Hahnentrittmuster sind Klein- oder Großkaros meist in den Farbnuancen Weiß und Schwarz. Vorwiegend ist dieser Trend bei Mänteln wiederzufinden, darf aber auch in Form von Kleidern, Schals, Röcken, Hosen und Blusen getragen werden. Jedoch gilt hier: Weniger ist mehr. Man sollte zu dem Karomuster keine weiteren Muster oder auffälligen Teile kombinieren. Zur Hose im Hahnentrittmuster eignen sich hervorragend ein schwarzer Rollkragenpullover und ein wärmender Wollmantel. Wer es farbenfroher mag, sollte zur Farbe Rot greifen, die sich ideal zum Trend kombinieren lässt. Dieser Trend ist übrigens unisex und mischt aktuell sowohl die Frauen- als auch die Männermodewelt ordentlich auf.

<p>Hahnentrittmuster - hieran führt laut Modeexperten in diesem Winter kein Weg vorbei.</p>
Foto: imago/Westend61

Hahnentrittmuster - hieran führt laut Modeexperten in diesem Winter kein Weg vorbei.

 

Sneaker adé: Boots und Stiefel

Wer sich den Witterungen während eines Spaziergangs im Winter stellt, sollte gut gewappnet sein. Die Pumps und Sneaker bleiben daher in dieser Saison im Trockenen. Die modische Antwort auf den Winter lautet in diesem Jahr „Stiefel“. Der Trend umfasst sowohl klassische Chelsea-Boots als auch moderne Schnürstiefel aus Glattleder. Der Stiefel-Trend hat dabei zwei große Vorteile: Stiefel und Boots haben meist eine breitere Sohle als die heißgeliebten Sneaker, sodass man durch den Schnee spazieren kann, ohne nasse Füße zu bekommen. Zum anderen lassen sich die Stiefel ganz einfach kombinieren, da sie zu engen Röhrenjeans ebenso gut aussehen wie zu Strumpfhosen. Egal, ob Frau oder Mann: Gut geschnürt wird dieses Jahr der Weihnachtsmarkt besucht.

<p>Man achte auf die Fußbekleidung: Geschnürte Stiefel liegen in diesem Winter voll im Trend.</p>
Foto: imago/ UPI Photo

Man achte auf die Fußbekleidung: Geschnürte Stiefel liegen in diesem Winter voll im Trend.

 

Farbliche Akzente setzen

In der Farbwelt geht es diesen Winter akzentuiert zu. Auf Rosa und Pink folgt in diesem Jahr nun Rot. Während der Fashion Weeks in Berlin, London und Paris war die Signalfarbe nicht nur an vielen Besuchern zu sehen, sondern auch auf dem Catwalk herrschte Alarmstufe Rot. Rote Wintermäntel mit passenden Schuhen sah man bei den Schauen besonders häufig. Rote Cocktailkleider sowie rote Pullover im Zopfmuster folgen ebenfalls dem Farbspektrum des Winters. Ein Trend, der wie für die Adventszeit gemacht zu sein scheint. Darüber hinaus sind dezente Farben wie Schwarz und Grau in diesem Winter wieder präsent. Hellgraue Wollmäntel sind ebenso wie schwarze Stiefel die It-Pieces der Saison.

<p>Zugegeben - ein bisschen Mut gehört schon dazu, rote Wintermäntel zu tragen. Auf den internationalen Fashion Shows ist man sich aber einig: Die Farbe muss zurück auf die Straße!</p>
Foto: Jan Borowski

Zugegeben - ein bisschen Mut gehört schon dazu, rote Wintermäntel zu tragen. Auf den internationalen Fashion Shows ist man sich aber einig: Die Farbe muss zurück auf die Straße!

 

Der Neuzugang in der Modewelt: Lamé

Man kennt Glitzer und Kristalle in der Weihnachtszeit bisher nur von Schaufensterdekorationen und dem Adventskranz, doch dieses Jahr wandern die funkelnden Details in unsere Kleiderschränke. Der Trend lautet Lamé und umfasst Glitzerapplikationen, Pailletten, goldene Stickereien und Kristalle. Vorwiegend Pailletten sind in diesem Winter auf dem modischen Vormarsch. Bei den Frauen häufig als Pullover oder Rock, bei den Männern als Bomberjacke oder akzentuiert bei Hemden. Dieser Trend bringt Glamour unter den Weihnachtsbaum und sorgt für funkelnde Momente. Wem Glitzer eine Nuance zu viel ist, kann auf Perlen zurückgreifen, die momentan als Verzierung von Schals und Hosen dienen.

<p>„Lamé“, diesen Ausdruck sollte man sich merken.</p>
Foto: Jan Borowski

„Lamé“, diesen Ausdruck sollte man sich merken.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen