Anzeige: Stadtwerke Kiel : Blühende Bienenwiesen in Schleswig-Holstein: Landwirte über ihre Motivation für das Projekt

Hofbesitzerin und Garten- und Landschaftsbaumeisterin Annette Hinz ist stolz, die Natur und ihre Artenvielfalt zu unterstützen.

„Für Tiere und für Menschen“ – Hofbesitzerin Annette Hinz ist stolz, Natur und Artenvielfalt mit einer Blühwiese unterstützen zu können.

Die Stadtwerke Kiel säen gemeinsam mit Landwirten und Landwirtinnen in Schleswig-Holstein Blühwiesen, um die Natur zu unterstützen. Im Porträt erzählen diese, warum sie am Projekt „Blühende Bienenwiesen“ teilnehmen.

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17. Juli 2020, 00:00 Uhr

Kiel | Blumeninseln, zusammen so groß wie 14 Fußballfelder und das mitten in Schleswig-Holstein – die Spätsommer- bis frühen Herbstmonate werden zweifellos farbenfroh. Mohn, Klee, Sonnenblumen und andere Wildblumenarten haben Landwirtinnen und Landwirte schon im Frühling diesen Jahres gemeinsam mit den Stadtwerken Kiel gesäht. Die ersten Bienenwiesen wachsen und gedeihen aktuell in Felde, Heikendorf, Schellhorn und Schwedeneck, viele weitere sollen noch folgen. Das Projekt ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer globalen Entwicklung, sagt der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Kiel, Frank Meier:

Aus unserem Umweltfonds finanzieren wir landesweit Projekte, die sich dem Umweltschutz widmen. Und der muss regional beginnen, um am Ende global zu wirken. Frank Meier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Kiel AG

Neuer Lebensraum für Insekten und Kleintiere entsteht, die Artenvielfalt wird gestärkt. Doch jedes Stück Land ist individuell durch seinen Standort, Beschaffenheit und Bewuchs – Martin Engel, Annette Hinz und Jan-Heinrich Heckel berichten, worauf sie bei der Aussaat ein besonderes Augenmerk gelegt haben sowie weiterhin legen und warum sie sich so für das Projekt der Stadtwerke Kiel begeistern.

Vier Hektare Land von Martin Engel aus Felde

Das Projekt 'Blühende Bienenwiesen' ist eine tolle Chance für uns Landwirte, der Natur ein Stück zurückzugeben und dem Bienensterben entgegenzuwirken. Martin Engel, Landwirt
Landwirt Martin Engel aus Felde setzt modernste Technik ein, um das Saatgut gleichmäßig auf den vier Hektaren Land zu verteilen.
Manuel Weber

Landwirt Martin Engel aus Felde setzt modernste Technik ein, um das Saatgut gleichmäßig auf den vier Hektaren Land zu verteilen.

 

Ausgesät wurde die erste Blühwiese am 16. April auf vier Hektaren Land von Martin Engel am Westensee zwischen Rendsburg und Kiel. Vorher hat er dort Mais angebaut. Engel hat sein Leben der Natur und der Landwirtschaft gewidmet, die er bereits von klein auf an kennengelernt hat. Nun ist er schon fast seit 51 Jahren dabei. In seiner Laufbahn arbeitete er für verschiedene landwirtschaftliche Betriebe und studierte zusätzlich Agrarwissenschaften.

Das Saatgut, das er verwendet, besteht aus 12 Wildblumenarten und ist sehr empfindlich. Der Landwirt erklärt: „Auch eine Blühmischung muss ein Saatbett haben, die Mischung muss außerdem vernünftig eingearbeitet werden.“ Dazu hat er zunächst den Boden gepflügt und und die Saatkörner dann gleichmäßig zwei bis drei Zentimeter tief in den Boden gebracht. Damit die Pflanzen ausreichend Nährstoffe zur Verfügung haben, unterstützt er mit Dünger. „Einfach draufstreuen funktioniert nicht“, erklärt Martin Engel.

Er rechnet vor: Von der Mischung müssen etwa 20 Kilogramm auf einen Hektar, das sind 10.000 Quadratmeter, gesät werden. „Wenn man das mal herunterrechnet, sind das pro Quadratmeter etwa zwei Gramm an Saatgutmischung, die gleichmäßig verteilt werden muss – das ist schon eine Herausforderung.“ Mit der entsprechenden Technik sei das aber kein Problem.

Wer auch Landwirt oder Landwirtin ist und Interesse hat, Flächen in blühende Bienenwiesen zu verwandeln, kann sich hier bei den Stadtwerken Kiel melden.

Anette Hinz unterstützt die Bienen am Ostufer

Die Stadtwerke Kiel wollen der Natur Energie zurückgeben, damit sie sich erholen kann. Wir sind stolz, dass wir mit unserem Projekt 'Blühende Bienenwiesen' die Bienen- und Insektenvielfalt in Schleswig-Holstein fördern. Für Tiere und für Menschen. Anette Hinz, Hofbesitzerin
 

Hofbesitzerin Annette Hinz zieht Schlitze in die Grünflächen, in die das Saatgut dann gesät wird.
Manuel Weber

Hofbesitzerin Annette Hinz zieht Schlitze in die Grünflächen, in die das Saatgut dann gesät wird.

 

Annette Hinz aus Heikendorf stellt rund zwei Hektar Land für die zweite blühende Bienenwiese zur Verfügung. Sie ist Hofbesitzerin mit Pensionspferden und hat durch ihren Beruf als Garten- und Landschaftsbaumeisterin eine hohe Affinität zur Umwelt.

Dass sich ihre Tierliebe nicht nur auf Pferde bezieht, zeigt sie durch die Teilnahme am Projekt „Blühende Bienenwiesen“. Sie findet es schön, der Natur gemeinsam mit den Stadtwerken Kiel Energie zurückgeben zu können. Diesen Sommer erntet Hinz auf der Wiese noch einmal Heulage für ihre Pferde, danach bereitet sie das Grünland für die Aussaat der Blumensamen vor. Im Gegensatz zu Landwirt Engel pflügt sie nicht den ganzen Acker um, sondern zieht Schlitze in den Boden ein, in welche sie dann das Saatgut sät.

Weiterlesen: Hilfe für die Bienen: Stadtwerke Kiel lassen Schleswig-Holstein erblühen

Im Vorwege hat sie sich dazu umfassend informiert, auch für sie ist das Projekt eine spannende Aufgabe: „Wir brauchen hier Blüher, die sich gegen das bestehende Gras durchsetzen.“ Sonst sei den Saatgutmischungen zwar auch Gras beigemischt, aber jetzt müssten die Blumen sich in die bestehende Grünwiese einfügen – eine besondere Herausforderung. Voraussichtlich erfolgt die Saat im Herbst, bisher sei der Boden laut der Expertin zu trocken gewesen. Bei ihrer Arbeit im Grünen beobachtete sie bisher übrigens besonders viele Hummeln – denen, Bienen und vielen anderen Insekten und Vögeln will sie mit den Blühwiesen am Ostufer ein Zuhause geben.

2,5 Hektare Land am Lanker See von Jan-Heinrich Heckel

Als ich von den 'Blühenden Bienenwiesen' gehört habe, wollte ich sofort Teil des Projekts sein: Es entsteht neuer Lebensraum und der Strom des Produkts kommt aus regionalen Windkraftanlagen. Doppelter Gewinn für die Natur. Jan-Heinrich Heckel, Landwirt
Landwirt Jan-Heinrich Heckel nutzt schwer zu bewirtschaftende Flächen, sogenannte Splitterflächen, und wandelt diese zu Blühwiesen um.
Manuel Weber

Landwirt Jan-Heinrich Heckel nutzt schwer zu bewirtschaftende Flächen, sogenannte Splitterflächen, und wandelt diese zu Blühwiesen um.

 

Die dritte blühende Bienenwiese entsteht auf einer 2,5 Hektar großen Fläche, direkt am Lanker See, auf dem Land von Jan-Heinrich Heckel. Auch Heckel ist von Kindesbeinen an mit der Landwirtschaft vertraut und hat später Agrarwissenschaften studiert.

Bei seiner Saatgutmischung hat er auf bienenfreundliche Pflanzen mit vielen Blüten geachtet und außerdem Pflanzen integriert, die eine Nahrungsgrundlage für Wild bieten. Umgeben von Grünland und Torfmoor hat seine Bienenwiese nahe eines Landschaftsschutzgebietes eine ausgesprochen insektenfreundliche Lage. Heckel erklärt, dass es sich bei seinen Wiesen um sogenannte Splitterflächen handelt. Das sind schwer zu bewirtschaftende Teile eines Ackers, die nun den Bienen zu Gute kommen – eine Win-Win-Situation also. „Als ich mir das Ganze mal so im Vorwege überlegt habe, war schnell klar: Die Blühwiese passt da gut rein!“ Mit einem Sportplatz und dem Lanker See in der Nähe, bieten die Blühflächen außerdem einen schönen Blick für Besucher.

Übrigens: Lebensraum schaffen und dabei selbst profitieren kann jeder

Mit dem Umweltfonds finanzieren die Stadtwerke Kiel landesweit Umweltschutzprojekte. Dabei fließen 0,6 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde aus dem Tarif StromNatur in den Umweltfonds und ermöglichen somit die Aussaat der Blühflächen.

Schleswig-Holsteinische Windkraftanlagen nutzen Wind und wandeln ihn in Strom um. Somit kommt der gewonnene Strom des StromNatur-Tarifs der Stadtwerke Kiel komplett aus regionaler erneuerbarer Energie.

Insekten, die ökologische Artenvielfalt und das Klima kann somit jeder schützen und stärken, der Strom aus dem Tarif StromNatur von den Stadtwerken Kiel bezieht. Frische Wechsler erhalten zusätzlich einen Bonus. Für mehr Informationen geht es hier zum Tarifrechner der Stadtwerke Kiel. Natur schützen und Lebensraum schaffen:

 

Stadtwerke Kiel AG

Uhlenkrog 32
24113 Kiel

Telefon: 0800/247 1 247
Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr
E-Mail: email@stadtwerke-kiel.de

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Hier geht es direkt zum Tarifrechner.

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