Anzeige: Stadtwerke Kiel : Bienenwiesen machen verdient Winterpause – nicht aber ohne weiteren Projektpartner

Nis-Heinrich Wittern gibt alten und kranken Pferden, Hühnern, einer kleinen Schweineherde und bald auch Bienen ein Zuhause auf seinem Hof.

Nis-Heinrich Wittern gibt alten und kranken Pferden, Hühnern, einer kleinen Schweineherde und bald auch Bienen ein Zuhause.

28 Fußballfelder Blüten wurden im Jahr 2020 gesät. Nun bereitet sich das Projekt „Blühende Bienenwiesen“ auf das neue Jahr vor. Landwirt Nis-Hinrich Wittern ist mit von der Partie.

schoppmeier_jule-.jpg von
09. Oktober 2020, 00:01 Uhr

Kiel | Diese Zahlen kann man sich auf der Zunge zergehen lassen – knapp 20 Hektar Land wurden 2020 in Schleswig-Holstein von den Stadtwerken Kiel mit der Unterstützung von vier Landwirten und Landwirtinnen in blühende Bienenwiesen umgewandelt. Das sind etwa 28 Fußballfelder mehr Lebensraum und Nahrung für Bienen und andere Insekten und Kleintiere als zuvor.

Im neuen Jahr sollen es sogar rund 100 Hektar mit der Unterstützung von 17 Landwirten sein, flächentechnisch und auch auf die Projektpartner bezogen ist das eine Steigerung um 500 Prozent. Die Ziele der Stadtwerke Kiel mit ihrem Projekt „Blühende Bienenwiesen“ sind ambitioniert, aber das soll der Einsatz für Bienen und Natur auch sein.

Mit neuem Projektpartner in die Winterpause

Bevor die Landwirte aber wieder die Ärmel hochkrempeln und die Felder neu besäen, brechen nun die kälteren Kalendermonate an und die Bienenwiesen und Blüten verabschieden sich in die Winterpause, damit sie im neuen Jahr im Frühling wieder in voller Pracht blühen können. Martin Engel aus Felde erklärt, wie er sich auf den Winter vorbereitet und was er für das neue Jahr plant. Und Neuigkeiten gibt es auch: Mit Landwirt Nis-Hinrich Wittern und seinem Hof in Schwedeneck ist noch ein neuer Projektpartner hinzugekommen.

Martin Engel erklärt den Kreislauf der Pflanzen

Bei Martin Engel in Felde sind die meisten der bunten Blüten verblüht, doch der Kreislauf der Natur geht weiter. „Die Samen fallen auf den Boden und bieten so Vögeln und Eichhörnchen Nahrung“, erklärt er. Aus den restlichen Samen keimen kleine Pflanzen, denn sie sind durch den Niederschlag in den letzten Wochen gut bewässert worden. Den Winter mit seinen Frösten überstehen die Nachkömmlinge zwar nicht und werden auch nur fünf bis maximal fünfzehn Zentimeter groß, schätzt der Landwirt. Aber auch so haben sie einen großen Nutzen für Flora und Fauna: „Die grünen Pflänzchen bieten Schutz und Nahrung für Insekten“, sagt Engel und fügt hinzu: „Die können sich darin zum Beispiel wunderbar verkrümeln“.

Im Frühjahr wird der Acker dann umgepflügt und neue Blumensamen eingesät. Martin Engel hält deshalb schon jetzt Ausschau nach einer neuen Saatmischung, um die Blütenvielfalt noch weiter zu erhöhen. Engel: „Der Markt mit Saatmischungen boomt, da wird bestimmt noch die ein oder andere spannende Mischung dabei sein.“ Von seinen Sonnenblumen hat er ein paar der schweren Blütenköpfe abgeschnitten und zum Trocknen aufgehängt: „Im Winter hänge ich diese dann für die Vögel in den Garten, mal sehen, ob denen das schmeckt.“

Nis-Hinrich Wittern und seine Seniorenwohnanlage für Pferde

Nis-Hinrich Wittern auf seinem Hof in Schwedeneck im Kreis Rendsburg-Eckernförde.
Manuel Weber

Nis-Hinrich Wittern auf seinem Hof in Schwedeneck im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

 

Sieben Hektar Blühfläche schmeißt Landwirt Nis-Hinrich Wittern in den Topf. Seine Entwicklung in den letzten Jahren ist besonders spannend: Vorher züchtete er Sauen und Ferkel, heute beschäftigt er sich intensiv mit integriertem Pflanzenschutz und bietet unterschiedlichen Tieren Lebensraum auf seinem Hof in Schwedeneck im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Darunter eine kleine Schweineherde, Hühner sowie alte und kranke Pferde. „Seniorenwohnanlage für Pferde“ nennt er seinen Hof deshalb auch. Und bald sollen hier eben auch Bienen einziehen – er ist der Meinung:

Wer Tiere hält, braucht eine gute Empathie! Nis-Hinrich Wittern, Landwirt aus Schwedeneck
 

Jobsharing: Um die Hühner kümmert sich vorrangig der Vater von Nis-Hinrich Wittern.
Manuel Weber

Jobsharing: Um die Hühner kümmert sich vorrangig der Vater von Nis-Hinrich Wittern.

So hat der Landwirt auch seine Fruchtfolgen umgestellt und achtet darauf, möglichst viel Grün und Blüten über einen langen Zeitraum auf seinem Land stehen zu haben. Wittern:

Ich befasse mich schon lange intensiv mit Landwirtschaft und den verschiedenen Anbaustrategien. Nis-Hinrich Wittern, Landwirt aus Schwedeneck

Beim integrierten Pflanzenschutz geht es darum, Kulturpflanzen wirksam zu schützen und Chemie nur dann einzusetzen, wenn es wirklich notwendig ist. Blüh- und Schonstreifen hat er schon früher angelegt, um Insekten Nahrung und Lebensraum zu bieten. Jetzt freut er sich, das Projekt gemeinsam mit den Stadtwerken Kiel noch größer anzugehen.

Seine Bienenwiese liegt direkt im Dorf an einer Zuwegung zum Strand und neben einer Grundschule. So profitieren auch Spaziergänger und die Schüler und Schülerinnen von der Augenweide mit Artenvielfalt. „Auch zwei meiner eigenen Kinder gehen auf die Schule. Ich habe den Lehrern gesagt, dass meine Bienenwiesen zugänglich für alle sind“, so Wittern. Rücksicht zu nehmen, Respekt zu haben und dabei die Natur aus nächster Nähe kennenzulernen, das seien ihm zufolge wichtige und tolle Lernziele.

Übrigens: Lebensraum schaffen und dabei selbst profitieren kann jeder

Mit dem Umweltfonds finanzieren die Stadtwerke Kiel landesweit Umweltschutzprojekte. Dabei fließen 0,6 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde aus dem Tarif StromNatur in den Umweltfonds und ermöglichen somit die Aussaat der Blühflächen.

Schleswig-Holsteinische Windkraftanlagen nutzen Wind und wandeln ihn in Strom um. Somit kommt der gewonnene Strom des StromNatur-Tarifs der Stadtwerke Kiel komplett aus regionaler erneuerbarer Energie.

Insekten, die ökologische Artenvielfalt und das Klima kann somit jeder schützen und stärken, der Strom aus dem Tarif StromNatur von den Stadtwerken Kiel bezieht. Frische Wechsler erhalten zusätzlich einen Bonus. Für mehr Informationen geht es hier zum Tarifrechner der Stadtwerke Kiel. Natur schützen und Lebensraum schaffen:

 

Ein Projekt von:

Stadtwerke Kiel AG

Uhlenkrog 32
24113 Kiel

Telefon: 0800/247 1 247
Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr
E-Mail: email@stadtwerke-kiel.de

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Hier geht es direkt zum Tarifrechner.

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