Aktiv in SH : Von der Nordsee zur Ostsee: 55 Kilometer für den guten Zweck

<p>Christopher Fritze hat viel vor: Am Wochenende startet er einen 55-Kilometer-Lauf von der Nord- zur Ostsee.</p>

Christopher Fritze hat viel vor: Am Wochenende startet er einen 55-Kilometer-Lauf von der Nord- zur Ostsee.

Große sportliche Herausforderung: Der Flensburger Christopher Fritze läuft zwischen den Meeren. Sein Ziel: 55 Kilometer an einem Tag.

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24. Mai 2018, 04:02 Uhr

Der 34-jährige Christopher Fritze hat viel vor: Am Samstag möchte er seine bisher größte sportliche Herausforderung antreten und von der Nordsee zur Ostsee laufen. Nicht weniger als 55 Kilometer stehen ihm bevor. Christopher Fritze möchte die gesamte Strecke an nur einem Tag zurücklegen. Der Flensburger läuft dabei nicht nur aus eigenem Antrieb, sondern auch für einen guten Zweck: Er hofft, mit seinem Lauf Aufmerksamkeit zu bekommen und Menschen dazu zu animieren, für das gemeinnützige Gartenprojekt Villekula e.V. aus Flensburg zu spenden. Der Verein braucht einen neuen Brunnen. Wir haben den Flensburger Hobby-Sportler vorab zum Interview getroffen.

sh:z aktiv-Redaktion: Warum hast Du Dich für diese sportliche Herausforderung entschieden?

Christopher Fritze: Ich bin neugierig herauszufinden, wo meine körperlichen Grenzen liegen und liebe es daher, mich regelmäßig selbst herauszufordern. Darum habe ich unter anderem im letzten Jahr Deutschland mit dem Fahrrad durchquert - von Süden bis hoch in den Norden - von Oberstdorf nach Flensburg. Das waren insgesamt 1.055 Kilometer in zwei Wochen. Nachdem ich diese Challenge ohne jegliches Training geschafft hatte, kam mir die Idee, bei meiner nächsten sportlichen Challenge zu laufen.

 

Wohin genau führt Dich Dein anstehendes Vorhaben?

Dieses Mal geht es nicht von Süden nach Norden, sondern von Westen nach Osten. Außerdem lasse ich mein Fahrrad stehen und ziehe mir Joggingschuhe an, um von der Nordsee zur Ostsee zu laufen. Genauer gesagt starte ich morgens in Dagebüll und komme dann hoffentlich nachmittags an der Flensburger Hafenspitze an. Laut Google Maps sind das 55 Kilometer.

Das ist ja noch eine ganze Ecke weiter als bei einem Marathon. Hast Du Erfahrung in dieser Distanz?

Nicht ganz. Die längste Strecke, die ich bisher jemals gelaufen bin, waren 42 Kilometer beim Minority Marathon in Flensburg im Jahr 2005. Das war auch die sportlich schmerzhafteste Erfahrung meines Lebens, da ich extrem schlecht vorbereitet war. Damals konnte ich am Folgetag kaum noch gehen. Dieses Mal bin ich besser trainiert und packe ich nochmal 13 Kilometer drauf!

Wie hast Du Dich auf dieses sportliche Abenteuer vorbereitet?

Ich habe auf diesen Tag etwa ein Jahr lang hin trainiert. Allein in den letzten sechs Monaten habe ich dafür bei Wind und Wetter über 1.000 Trainingskilometer absolviert. Geplanter Start des Laufs ist am 19. Mai um 10 Uhr bei der Dagebüll Mole. Mein Ziel ist es, zwischen 16 und 17 Uhr in Flensburg anzukommen. Mit diesem Lauf unterstütze ich zudem die Arbeit von Villekula e.V. in Flensburg. Der Verein ermöglicht insbesondere Stadtkindern einen Zugang zum Gärtnern, Ernten und Kochen, um Natur mit den eigenen Sinnen zu erleben und zu erlernen. Nun braucht das Villekula-Land einen neuen Brunnen zur Bewässerung der großen Anlage. Man kann also sagen: Ich laufe von Wasser zu Wasser für Wasser.

Wie kann man Deinen Lauf verfolgen? Zum Beispiel in den sozialen Medien?

Ich werde während der Tour immer mal wieder auf meinem Instagram-Profil Bericht erstatten und kurze Updates zum Fortschritt und zu meinem körperlichen Befinden geben. Die Beiträge teile ich unter dem Hashtag #NBSUltra, das steht für North Baltic Sea Ultra Run. Außerdem schalte ich mein Profil bei dem Fitnessportal runtastic von „privat“ auf „öffentlich“, sodass sich sich interessierte Leute vor dem Start schon damit verbinden und somit den Lauf von Beginn an verfolgen können. Wer für Villekula spenden möchte, findet die Infos dazu übrigens auf der Webseite des Vereins. Der Verwendungszweck ist „Brunnen NBSUltra“.

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